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Wer weiß, wie Gott dich gebrauchen kann
Vor wenigen Jahren hatte mich der bekannte Evangelist Johannes Oppermann für einige Evangelisationsversammlungen verpflichtet. Wir hatten auch in einem kleinen, am Rande des Schwarzwalds gelegenen Ort, Gottesdienste. Ungefähr zwei Stunden vor einer abendlichen Veranstaltung sang ich von einer nahegelegenen Anhöhe aus einige Evangeliumslieder. Die begleitende Musik ließ ich von einem Tonband abspielen. Diese wurde mit meinem Gesang zusammen noch von einer Lautsprecheranlage verstärkt. Auf diese Weise konnten viele Menschen mit den Liedern erreicht werden.
Nach einigen Wochen kam ich wieder in diesen Ort. Nach dem Gottesdienst wurde mir ein junger Mann vorgestellt. Dieser berichtete mir, dass er mich damals, als ich von der Anhöhe aus sang, gehört hatte. Gerade an diesem Tage war er vollkommen am Ende. Wie er dann weiter berichtete, hatte er alles an Glück und Freude dieser Welt kennengelernt und war bitter enttäuscht. Zudem war er auch noch von seinen Freunden verlassen worden. Jetzt fühlte er sich einsam, allein und leer. Dieser junge Mann sah damals nur einen Ausweg aus diesem Dilemma: Selbstmord! Nachdem er sich eingeschlossen hatte, stellte er sich auf einen Tisch oder Stuhl. Er befestigte an der Decke seines Zimmers einen großen, kräftigen Haken. Dann legte sich der junge Mann den am Haken befestigten Strick um den Hals. Doch gerade in dem Augenblick, als er abspringen wollte, ertönte das erste Lied durch die Lautsprecheranlage: „Horch, dein Heiland lässt dich laden.“
Plötzlich war der junge Mann wie gelähmt. Er konnte einfach nicht mehr springen. Eine innere Stimme sagte zu ihm: „Du hast alles in deinem Leben ausprobiert. Leben und Menschen haben dich enttäuscht. Versuch es doch einmal mit Jesus. Er liebt dich und enttäuscht niemals!“ Der junge Mann legte den Strick zur Seite, ging nach draußen und fragte, wer denn da gesungen habe. Auf diese Art und Weise gelangte er, allerdings später, in die Versammlung, wo er sein Herz und Leben Gott übergab. Tiefer Friede zog in sein Herz. Jetzt brauchte er sich sein Leben nicht mehr zu nehmen, denn er hatte es Gott gegeben.
Aus dem bereits vergriffenen Buch „Musik in Bibel und Gemeinde“ von Wolfgang Blissenbach