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2011-10-01
"Neue Facetten des Glaubens entdecken …"
Der Jugend-Event The Church Rocks in Landsberg.
Einmal im Jahr erleben die Kirchen in Landsberg am Lech (Oberbayern) eine ganz besondere Woche: "In dieser Woche geht hier tatsächlich die Post ab - und zwar konfessions-, generations-, kultur- und traditionsübergreifend", sagt Albrecht Fietz, ein Kenner der christlichen Szene in der Region Landsberg. Warum er so begeistert ist, begründet er gerne: "Schüler, die sonst vielleicht gar nicht oder nur gelangweilt zur Kirche mitgehen, entdecken überraschend neue Facetten des christlichen Glaubens. In dieser Woche rockt es auch in den Kirchen. Besonders erfreulich: Das geht nun schon seit einigen Jahren so."
In diesem Jahr fand der Jugend-Gottesdienst The Church Rocks am 23. September 2011 in Landsberg statt. In der Woche davor haben auch dieses Jahr wieder evangelische und katholische Pfarrer gemeinsam mit freikirchlichen Gemeindeleitern, mit Teams von Jugend mit einer Mission und mit Lehrern verschiedener Schulen die Gottesdienste zum Schuljahrsbeginn gestaltet. Albrecht Fietz freut sich: "Etwa 5.000 Schüler erleben ihren Schulbeginn nach den Sommerferien auf diese positive Weise."
Die Woche findet ihren Höhepunkt dann am Freitagabend, wenn der Jugend-Event The Church Rocks stattfindet. "Die Landsberger Stadtpfarrkirche Zu den Heiligen Engeln eignet sich besonders gut dafür: In den kreisförmig angeordneten Bänken versammeln sich dort jedes Mal zwischen 700 und 1000 überwiegend junge Menschen zu einer teils feierlichen, teils ausgelassenen Anbetungs- und Lobpreiszeit", sagt Albrecht Fietz, der die Anfänge miterlebt hat. Er weiß deshalb auch einiges über die Entstehung und die dann folgenden Entwicklungsphasen zu berichten.
Die Entstehung von The Church Rocks
Albrecht Fietz erzählt …
"Das kam bei Schülern und Lehrern großartig an!"
Die The-Church-Rocks-Events begannen eher zufällig: Eine christliche Rockband aus Kanada war vor einigen Jahren zu Besuch in der Landsberger Vineyard-Gemeinde, einer evangelischen Freikirche. Zusammen mit der Gemeindejugend besuchten sie Englisch- und Religionsstunden in verschiedenen Schulen und erzählten davon, wie sie ihr Leben mit Gott gestalten. Dazu spielten sie auch einige ihrer Songs in den Klassen. Das kam bei Schülern und Lehrern großartig an. Als coole Typen aus dem unter jungen Leuten angesagten Kanada bekamen sie ganz andere Aufmerksamkeit, als es den Religionslehrern üblicherweise gelang. In einigen Schulen gaben sie auch Konzerte in Schulaulen oder Turnhallen.
Diese Band mit dem Frontmann Ryan Cook und der Sängerin Danielle Heykants wollte man wieder einladen, aber dann auch die Möglichkeit zu einem Konzert in einer größeren Halle geben. Bei einer Begegnung mit dem katholischen Stadtpfarrer fragte ich ihn beiläufig, ob er uns nicht Räumlichkeiten für solch ein Konzert empfehlen könnte. Da schlug er zu meiner Überraschung die Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt vor. Mir stockte fast der Atem - in diese riesige Barockkirche passen nämlich mehr als 1.000 Menschen! Hatte ich richtig gehört?!
"Das wird aber sehr laut werden!"
Außerdem habe ich befürchtet, dass wir hier auf theologisch sehr konfliktreichem Boden landen könnten. Deshalb habe ich schnell nachgelegt, in der Hoffnung, diese riskante Entwicklung zu verhindern und das konfessionelle Minenfeld umgehen zu können: "Herr Pfarrer, das wird aber sehr, sehr laut werden; das ist richtige Rockmusik!" - "Die Kirche hält schon einiges aus", sagte er kurz entschlossen. Jetzt ging ich aufs Ganze: "Wissen Sie, wenn wir Freikirchler solch eine Veranstaltung planen, dann geht es uns vor allem darum, die Besucher einzuladen, sich für ein Leben in der Nachfolge Jesu zu entscheiden." Das war so richtig evangelikal formuliert, dachte ich, da wird er sicher nicht mehr mitziehen. Aber seine Antwort war: "Wollen wir das nicht alle?"
Damit war The Church Rocks geboren. Eine Freundschaft zwischen geistlich Verantwortlichen in der Region, die in katholischen, freikirchlichen und evangelisch-lutherischen Gemeinden tätig sind, begann zu wachsen - und zwar in einem Ausmaß, wie ich und viele andere es sich bis dahin nie hätten vorstellen können.
Schließlich war der große Abend gekommen und die Kirche war voll. Die Kanadier gewannen die Herzen aller Besucher. Die katholischen Priester aus dem Dekanat standen gemeinsam mit evangelischen Pfarrern und freikirchlichen Leitern vor dem Altar, beteten und sangen händeklatschend. Die Besucher waren beeindruckt von der Ernsthaftigkeit der Anbetungsmusik und von der Echtheit der kanadischen Band. Gottes Nähe füllte die Kirche in einer gewaltigen Dichte.
Freundschaften über die Konfessionsgrenzen hinweg
Es war kaum zu fassen. Ein Wunder der Einheit war uns geschenkt worden. Respekt für einander entstand.
Der Wunsch nach Wiederholung war unüberhörbar. Tiefe Freundschaften über die Konfessions-Grenzen hinweg sind seither unter den geistlichen Verantwortlichen und Mitarbeitenden gewachsen. Ein Koordinationskreis für weitere The-Church-Rocks-Events entstand und mehrmals kamen die Kanadier nach Landsberg. Die Schuldirektoren waren von den Schulkonzerten und Klassenbesuchen begeistert; selbst der Bürgermeister hat die Kanadier empfangen. The Church Rocks begann, ein öffentlicher Event zu werden.
In den letzten Jahren wurde Pieter McKarthy aus Südafrika eingeladen, gemeinsam mit Musikern aus der Landsberger Region diese Einsätze zu gestalten. Die katholischen und evangelischen Pfarrer haben inzwischen angeregt, The Church Rocks direkt mit den üblichen Schulbeginn-Gottesdiensten zu verbinden. Somit hören jährlich etwa 5.000 Schüler in ganz erfrischender Weise von Jesus. In der katholischen Kirche wurde ein eigener Lobpreis-Event begonnen und die Jugendgruppen in der Region haben sich ebenfalls viel mehr miteinander vernetzt. - Ich bin überzeugt: The Church Rocks ist uns von Gott geschenkt worden; ihm sei dafür Dank!
Info- und Foto-Link:
www.the-church-rocks.de
2011-10-05
Unsere Position und Autorität in Christus
Essener Seminar mit dem Lobpreistrompeter Ken Soltys und dem Leiter der "School of the Prophetic" in Miami/Florida, Larry Alspaugh
Essener Seminar mit dem Lobpreistrompeter Ken Soltys und dem Leiter der "School of the Prophetic" in Miami/Florida, Larry Alspaugh
"Johannes hörte auf Patmos die Stimme, als die Posaune/Trompete erschallte: ‚Komm herauf!' Wenn du jetzt die Trompete hörst, dann nimm es im Glauben an, dass du zu einem neuen, einem höheren Ort gebracht wirst." Dann nimmt Ken Soltys seine Trompete und fängt unter der Salbung des Heiligen Geistes an zu spielen, während er durch den mit Seminarteilnehmern besetzten Gemeindesaal des Julius-Dammann-Hauses in Essen geht. "Gott hat uns zu Königen und Priestern gemacht", zitiert der North-Caroliner den Apostel Petrus. Eine Reihe von Bibelstellen (Eph 1,17-23; 1 Kor 12,12-14.27; Eph 4,2-6; 2,13-18; Röm 8,15-17; Eph 2,4-6; Kol 1,18) studiert er mit den aus dem Ruhrgebiet angereisten Teilnehmern des Tagesseminars am 1. Oktober 2011, um zu verdeutlichen, welch ein Vorrecht es für uns ist, zum Leib Christi zu gehören. Jesus Christus ist das Haupt der Gemeinde, wir, du und ich, sein Leib. Mit ihm sind wir in himmlische Örter versetzt, obwohl wir noch auf der Erde leben.
"Das, was wir hier im Glauben aussprechen, gilt dann auch in himmlischen Örtern", so Ken Soltys. Die Teilnehmer wurden ermutigt, nun - auf der Grundlage des im Seminar Gehörten - mutig Proklamationen über der Stadt Essen auszurufen: im Vertrauen darauf, dass das proklamierte Wort Veränderungen in der für uns unsichtbaren Welt bewirkt und dies den Weg bereitet, dass sich das Königreich Gottes in der Stadt Essen ausbreitet und die Realität zum Guten verändert wird. Es war beeindruckend, wie viele Teilnehmer in den Riss traten und das, was ihnen "auf dem Herzen lag", aussprachen.
So wurde z. B. ausgerufen, dass Gott Weisheit für alle in Verantwortung stehenden Personen (wie Bürgermeister u.a. Regierenden) geben wird. Weiterhin wurde für Arbeitgeber gebetet, und proklamiert, dass sie Fairness gerechten Lohn zahlen, sodass Menschen nicht mehr zwei Arbeitsstellen haben müssen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.
Ein anderes ganz wichtiges Anliegen war die Zunahme der Reinheit und Heiligkeit Gottes in der Stadt und dass sich Essen, im Krieg als Waffenherstellungsstadt bekannt, zu einer Stadt entwickelt, die das Evangelium bekannt macht und in der Christen verschiedener Denominationen Seite an Seite (Joh 13, 34-35 sowie 17,21) zur "Rettungsmannschaft" werden, die lebendige Hoffnung verbreitet.
An dieser Stelle sollte vielleicht erwähnt werden, dass die gastgebende "Freie christliche Gemeinde im Julius-Dammann-Haus" unter dem Dach des VCS e.V. Essen ( www.vcs-net.de; Verein für christliche Stadtteilarbeit) agiert. Von der großen Baptistengemeinden Essen-Altendorf (Pastor Reiner Lorenz) ausgegangen, sind sie in einem überwiegend muslimischen Stadtteil angesiedelt. Ein besonders gesegneter Schwerpunkt der Gemeindearbeit ist der Kinderdienst - unter Leitung der Pastorenfrau Sarah Pilger.
Während des Seminars am vergangenen Samstag war eine große Freiheit und Einheit im Geist spürbar. Wir empfanden die ganze Zeit als sehr gesalbt und der Friede Gottes war beinahe "greifbar". Zum Abschluss dieser abgesonderten Zeit blies Ken Soltys prophetisch die "Gegenwart Gottes" über der Stadt Essen.
Anschließend beteten die Referenten prophetisch für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Es war eine erstaunliche Klarheit in der Rede und für viele eine große Ermutigung.
Der zweite Gastreferent Larry Altspaugh stellte die Frage: "Ist es gut, die Stimme Gottes zu hören?" Darin besteht sein überkonfessioneller Dienst, Christen aus Miami oder bei Reisen mit Ken Soltys auch in anderen Ländern darin zu unterrichten und zu helfen, prophetische Eindrücke von Gott zu empfangen, was wir auch "Gottes Stimme hören" nennen. Als einzelne Personen eingeladen wurden, diesen Dienst von Ken und Larry in Anspruch zu nehmen, hörte sich das zum Beispiel so an:
"In der Gegenwart des Herrn ist völlige Freude. Du sollst meine Freude kennenlernen [spricht der Herr] wie nie zuvor. Wie ein Leuchtturm sollst du sein. Ich war mit dir in der Zeit der Schmerzen, als selbst die Blicke anderer schmerzten. Im Namen Jesu schneide ich [so der Prophet] die Vergangenheit los von dir. Gottes Freiheit ist über dir und die Liebe Gottes soll über eurem Haus sein. Menschen werden zu euch kommen und diese Liebe spüren."
Oder ein anderer prophetischer Zuspruch: "Du hast lange gewartet auf deine Zeit (season). Ich werde beginnen, dich zu führen und bald wirst du dich kaum wiedererkennen, denn mein Geist wird dich führen und formen. Du bist jetzt in der Zeit des ‚fine-tunings'. Der Herr ruft dich."
Es war Ken Soltys und Larry Alspaugh wichtig, in diesem Seminar herüberzubringen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer neu von der Tatsache zu begeistern, dass wir als Gläubige "in Christus" sind, dass uns damit auch die gleiche Autorität verliehen wurde, die wir z.B. in den Evangelien-Erzählungen vorfinden und dass wir auch als Volk eine Berufung in der Ausbreitung und Administration des Reiches Gottes haben. Ken Soltys' gesalbte Trompetenmusik ist auch im Internet zu hören unter www.kensoltys.com. Mehr zu Person und Dienst von Rev. Larry Alspaugh http://miamisop.com/about-us.
Gerhard Bially und Andreas Breuer
2011-10-11
Bonnke: Den Heiligen Geist kann kein Teufel stoppen
116. Pastorenkonferenz des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden
„Christen sollten in der Evangelisation vor allem auf das ‚Kraftfeld des Heiligen Geistes‘ setzen. Dazu hat der pfingstkirchliche Evangelist Reinhard Bonnke (Orlando/US-Bundesstaat Florida) aufgerufen“, schrieb das evangelikale Wochenmagazin „idea“ nach der Bundeskonferenz des BFP (26.–29.9.11).
Pastor Bonnke und sein Nachfolger Daniel Kolenda waren die beiden Hauptredner der von etwa 1.200 Pastoren und Delegierten besuchten Tagung. „Wenn Gott seinen Geist ausgieße, könne dies ‚kein Teufel und kein evangelikaler Unglaube‘ verhindern,“ zitierte „idea“ Bonnke weiter. Allein zwischen den Jahren 2000 und 2009 haben 55 Millionen Afrikaner eine „Entscheidungskarte“ bei seinen Veranstaltungen ausgefüllt, um damit zu bekunden, dass sie jetzt Jesus Christus nachfolgen wollen.
Die diesjährige BFP-Bundeskonferenz stand unter dem Motto: „Heiliger Geist – Erbe und Auftrag“. In dem „Doppelgespann“ Bonnke-Kolenda wurde dies sehr schön deutlich: Der 71-jährige Afrikamissionar Bonnke sprach von der Flamme des Heiligen Geistes über jedem Einzelnen und von der Kraftquelle für einen effektiven Dienst, nämlich der Taufe im Heiligen Geist. Sein 30-jähriger Nachfolger Daniel Kolenda betonte, dass jede Generation neu die Kraft erbitten und erfahren darf und muss, um mit Petrus sagen zu können: „Was ich habe, gebe ich dir.“ Kolenda: „Du kannst nur geben, was du empfangen hast!“
Die beiden Hauptvorträge sowie weitere wertvolle Beiträge und Fotos finden Sie hier:
Die Hand am Thron Gottes
Aufbrechen, ankommen und gehen
Evangelist Reinhard Bonnke: Willkommen zu Hause!
Seite an Seite für das Evangelium
60 Jahre Theologisches Seminar BERÖA
Prophetischen Dienst in der Gemeinde fördern
Ordinierte Frauen bilden Netzwerk
Leiterschaft am Beispiel der Apostelgeschichte
Hilfe, die wirklich ankommt
Neuer Seminardirektor: Doppelte Gnade bekommen!
"Was passiert wenn 1.3 Milliarden Chinesen gemeinsam vom Stuhl springen?"
Die Macht der Menschenbilder
Ausstellung - Herrliche Spiegelbilder
Gespräche, Info-Stände und der Duft von Kaffee
Impuls-Predigten zum Thema "Heiliger Geist - Erbe und Auftrag"
Wegen Überfüllung "geschlossen"
"Mit dem BFP zieht die Freundlichkeit ein"
Katastrophen müssen KEINE Feuerlöscher sein…
Offene Tore in der temporären "BFP-Hauptstadt"
Alles vorbereitet für die BuKo
DVDs aller Plenumsveranstaltungen der 116. BFP-Bundeskonferenz sind preisgünstig erhältlich bei: ptl-videoproduktion@web.de
Fotos.
2011-10-19
EXODUS Jahresevent 2011
Missio Dei der Koreaner in Deutschland
"Wir sind eine Gruppe bestehend aus Pastoren der zweiten Generation Koreaner, die die geistliche Erweckung Deutschlands und Europas als gemeinsame Vision teilen", erklärt Mike Lee. Mike ist Jugendpastor in der mit Yonggi Cho verbundenen Full Gospel Church in Düsseldorf und leitete die erste EXODUS-Konferenz ein, die vergangene Woche in den Räumlichkeiten der Stadtmission Düsseldorf tagte. Jeden Sonntagnachmittag hält er einen deutschsprachigen Gottesdienst, der vorwiegend von der zweiten Generation der von Korea nach Deutschland eingewanderten Migranten besucht wird. "Wir glauben, dass koreanische Migranten eine wichtige Rolle in Gottes Erweckungsplan für Deutschland, für Europa und für die ganze Welt spielen. Insbesondere sind wir davon überzeugt, dass Gott die zweite Generation Koreaner berufen und befähigt hat, zu diesem Erweckungsplan beizutragen" - so die drei Leiter von EXODUS, Pastor Mike Lee sowie Pastor Nam-Kyu Kim (Hanbit Church, Köln) und Pastor Jung-Min Kim (Christusgemeinde Bremen, FeG).
In den vergangenen Monaten gelang es ihnen, ein überkonfessionelles Netzwerk aus "geistlichen Leitern der zweiten Generation" zu bilden. Erklärtes Ziel ist, Koreaner der zweiten Generation in Deutschland durch Begleitung und Schulung auf ihre geistliche Verantwortung innerhalb und außerhalb der Gemeinde vorzubereiten.
Pastor Jon Choi (USA) als wegweisender Konferenzsprecher
Konferenzhauptredner Jon Choi, ein Koreaner der "1,5-Generation", wie er sich nennt, hoffte - allein schon aufgrund der Tatsache, dass die Entwicklung in den USA hinsichtlich der koreanischen Immigranten der deutschen um einige Jahre voraus ist - Impulse weitergeben zu können, die seinen hiesigen Landsleuten von Hilfe sein können. In der EXODUS-Konferenz 2011 sieht er ein historisches Event: Leiter der 1. und 2. Generation begegnen sich auf dieser Ebene erstmalig und wollen gemeinsam Wege finden, die für ihre Gemeinden praktikabel sind.
Vor etwa 20 Jahren bat sein Pastor Jon, einen englischsprachigen Jugendgottesdienst in der in Dallas/Texas angesiedelten koreanischen Gemeinde zu beginnen. Dabei habe er etwas gesagt, so Jon Choi, was für den jungen Jon noch gar nicht zur Diskussion stand: dass sich daraus bald eine eigenständige Kirche entwickeln könnte.
Die Probleme der im Durchschnitt nur 35 Mitglieder zählenden koreanischen Gemeinden in den USA charakterisiert Jon Choi folgendermaßen: "Die zweite Generation wird oft von der ersten kontrolliert. Deshalb gehen junge Männer und Frauen aus der zweiten Generation, die einen Ruf von Gott verspüren, nach ihrer geistlichen Ausbildung lieber auf's Missionsfeld - und in den USA fehlt der Nachwuchs."
Jon Choi hatte das Vorrecht, von seinem Pastor immer wieder ermutigt und gefördert zu werden, die englischsprachige Global Harvest Church zu bauen - auf demselben Gelände und in den Räumlichkeiten der Muttergemeinde, jedoch mit dem angestrebten und verwirklichten Ziel, zwei getrennte Vorstände und Haushalte zu haben. Die koreanische Muttergemeinde hat sogar die beste Gottesdienstzeit (10 Uhr) der englischen Versammlung eingeräumt. Das habe - so Choi - unter den Koreanern in ganz Amerika Erstaunen ausgelöst. In ihrem gebrochenen Englisch laden die älteren Geschwister der Muttergemeinde ihre Nachbarn, ihre Kunden oder ihre Arbeitskollegen zur englischsprachigen Gemeinde ein. Und sie beten, und beten, wie es anscheinend nur Koreas Beter "der ersten Generation" zu tun vermögen. Doch darin sind sie, so Choi, der zweiten Genration, die oft unter Gebetslosigkeit leide, ein Vorbild.
Aus seinem Vortrag und dem Gespräch mit Charisma wird deutlich, dass der Professor für Altes Testament sowie Vorstandsmitglied der KBEMF (Korean Baptist English Ministers Fellowship) und JAMA (Jesus Awakening Movement for America) Jon Choi immer wieder eine Vermittlerrolle einnimmt: "Die zweite Generation erscheint in den Augen der ersten Generation oft rebellisch. Sie pocht auf ihr Recht. Ich sagen ihnen: ‚Leg' dein Recht am Kreuz nieder. Sonst hörst du bald nicht mehr die Stimme Gottes.'" Den Pastoren der ersten Generation rät er, die zweite Generation nicht länger zu "kontrollieren", sondern zu ermutigen. Er selbst könne jederzeit mit seinen Anliegen zu dem älteren Pastor kommen, doch habe sich dieser nie in die Angelegenheit der neu entstandenen englischsprachigen Gemeinde eingemischt.
Die EXODUS-Konferenz Düsseldorf wurde von etwa 120 Personen besucht.
Weitere Informationen zum tieferen Verständnis und Anliegen der Gruppe finden Sie hier.
Gerhard Bially
2011-10-22
Europäische Zentrale der Assemblies of God (Nigeria) eingeweiht
„Seid alle herzlich willkommen zur Einweihungsfeier der europäischen Missionszentrale der Assemblies of God und zur Feier des 50. Geburtstages von unserem geliebten Pastor David Nwankpa – im Namen unseres Herrn Jesus Christus!“ Die Worte der Pastorenfrau und Lobpreisleiterin wirken herzlich und freudig. Heute und in den kommenden Tagen feiert die Düsseldorfer „Assemblies of God“-Gemeinde unter Leitung von Pastor Nwankpa drei besondere Ereignisse:
Erstens, dass sie nach einer jahrelangen Odyssee endlich ein eigenes Gemeindezentrum in Düsseldorf-Erkrath erwerben konnten.
Zweitens, dass hier zugleich die Missionszentrale für ganz Europa der Nigerianischen Assemblies of God entsteht. Deshalb hat diese nigerianische Pfingstbewegung das Projekt auch finanziert.
Drittens, dass Dr. theol. Nwankpa mit seiner Gemeinde und vielen auswärtigen Gästen seinen 50. Geburtstag feiert.
In einem Grußwort weist sein Doktorvater, Professor Aaron Schart von der Universität Duisburg-Essen (deren theol. Fakultät ständig wächst, Red.), darauf hin, dass nicht nur David Nwankpa von ihm gelernt habe, sondern dass auch er von David zum Beispiel gelernt habe, die Bibel aus einer afrikanischen Perspektive zu sehen. In seiner Kurzansprache stellte David Nwankpa die antiochenische Gemeinde (Apg 11,26) als Modell für eine multikulturelle christliche Gemeinschaft vor. Das möchte er auch in Düsseldorf-Erkrath verwirklicht sehen.
In den nächsten Tagen wird auch der Leiter der nigerianischen Assemblies of God, Rev. Prof. Paul Emeka, erwartet.
Viele Beiträge unterschiedlichen Couleurs bereicherten die Einweihungsfeierlichkeiten, besonders beeindruckend waren die Liedbeiträge von Njeri Weth.
Wie alles begann
Eigentlich begann alles 1980 in einem kleinen Dorf im Abia-Staat von Nigeria. Dort vernahm der jugendliche David Nwankpa das Reden Gottes. Eine Berufung, einmal Missionar in Europa zu werden. Hatten doch Europäer seinen Vorfahren erstmals das Evangelium gebracht. Jetzt wollte und sollte er ein lebendiges Zeugnis für die Kraft des auferstandenen Christus in einer müde gewordenen Christenheit werden.
Als er in den 1990er Jahren seinen Fuß auf den europäischen Kontinent setzte, musste er sich zuerst dem Sprachstudium widmen. In dem Wuppertaler Theologenehepaar Kunze, von Nwanka am heutigen Tag öffentlich begrüßt und geehrt, fand er die so dringend benötigte Unterstützung sowie „Familienersatz“. In Wuppertal begannen auch seine ersten zaghaften Gemeindegründungsversuche in der fremden Umgebung.
Bald ergab sich die Möglichkeit der Weiterbildung, schließlich auch des Theologiestudiums. Und dann die große Herausforderung, die Verantwortung für einen europäischen Missionsstützpunkt seiner heimatlichen Pfingstbewegung zu übernehmen.
„Unser Gott ist ein Meister-Planer“, meint Frau Nwankpa. „Er führte uns Schritt für Schritt bis hin zu diesem Gebäude.“ Selbst Name und Hausnummer erscheinen ihr nicht zufällig zu sein: Freiheitsstraße 7. Der Vergleich der heimatlosen Israeliten in der Wüste mit der „Assemblies of God Düsseldorf“ sei gestattet. Frau Nwankpa nimmt darauf Bezug und dankt dem „General Council of the Assemblies for God,Nigeria“ für den Erwerb dieses bestausgestatteten Gebäudekomplexes einer schwedischen Firma.
Gerhard Bially
Fotos: (Gerhard Bially)
(v. l. n. r.): Landespfarrer Markus Schaefer, Prof. Dr. Aaron Schart, Sängerin Njeri Weth
Pfr. Markus Schaefer grüßt die Festgemeinde und verweist auf den Bericht über seine Tätigkeit mit Migrantengemeinden in Charisma 158, S. 17–18.
Chormusik, Soli sowie gemeinsames Singen wechseln sich
Chormusik, Soli sowie gemeinsames Singen wechseln sich
Prof. Dr. Aaron Schart (Theologische Fakultät der Universität Duisburg-Essen)
Pastor Dr. David Nwankpa zerschneidet das Band zum Eingang der europäischen Missionszentrale
2011-10-28
„Wir haben Hunger nach Gerechtigkeit bekommen“
100 Gemeinden bei Micha-Aktionswoche beteiligt – Abschlussgottesdienst in Berlin
Mit einem Abschlussgottesdienst in Berlin ist am 16. Oktober die deutschlandweite Aktionswoche „REICHT FAST(EN)?“ zu Ende gegangen. Die Aktion „Eine Schale Reis“ und die Micha-Initiative Deutschland hatten gemeinsam vom 9. bis 16. Oktober dazu aufgerufen, sich täglich von nur einer Schale Reis zu ernähren, um nachzuempfinden, mit wie viel ein Drittel der Weltbevölkerung auskommen muss. Der in Mülheim/Ruhr lebende ghanaische Pastor Edmund Sackey-Brown rief die Gottesdienstbesucher dazu auf, nicht nur mit hungernden und armen Menschen zu teilen, sondern sich gegen die ungerechten Seiten der Globalisierung zu engagieren.
Sackey-Brown betonte, dass es wichtig sei, sich dabei immer wieder an Jesus Christus als Herrn dieser Welt zu orientieren: „Der Politik fehlen oft die Antworten. Sie weiß nicht weiter. Aber wir sehen, dass aktuell besonders die Politik der westlichen Länder dazu beiträgt, dass sich die Armutsproblematik weltweit verschärft. Es muss sich etwas ändern, damit sich die Menschen in Entwicklungsländern selbst versorgen können.“ Zuvor hatte der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Ott (Bündnis 90/Grüne) in einem Grußwort das große Potential der weltweiten Kirche betont und darum gebeten, Politikern auch immer wieder „auf die Füße“ zu treten, damit die Versprechen gegenüber den Ärmsten der Armen eingehalten würden. Ott hatte selbst zeitweise mitgefastet.
An der Aktionswoche hatten sich bundesweit ca. 100 christliche Gruppen und Gemeinden beteiligt. Viele von ihnen trafen sich zum täglichen Austausch und Gebet. Sarah Vecera, eine Teilnehmerin aus Essen, beschreibt die Erfahrung der Woche so: „Wir haben nicht nur Hunger nach Lebensmitteln bekommen, sondern auch Hunger nach Gerechtigkeit.“ Viele Teilnehmer wollen den Erfahrungen der Aktionswoche Taten folgen lassen. Verschiedene Hilfsprojekte werden unterstützt – etwa in den Hungergebieten Ostafrikas oder im Tschad, einem ebenfalls von Dürren gebeutelten Land. Einige Gruppen und Gemeinden planen auch Gespräche mit den Bundestagsabgeordneten vor Ort über den deutschen Beitrag zur Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele. Diese sehen vor, dass bis 2015 weltweit Armut und Hunger halbiert werden.
Rolf Zwick, Vorsitzender der Micha-Initiative, zeigte sich mit der Aktionswoche zufrieden: „Wir freuen uns, dass sich so viele auf den Selbstversuch eingelassen haben: Vom Azubi bis zum Bundespolitiker, von der Jungscharlerin bis zum Generalsekretär der Evangelischen Allianz, von Essen bis Dresden, Tübingen bis Bremen. Jetzt wünschen wir uns, dass es nicht bei der Betroffenheit bleibt, sondern das wir uns trauen, konkrete Schritte gehen. Bei der Erhöhung der Entwicklungshilfe gibt es etwa bis Ende November wichtige Entscheidungen im Bundestag, die wir zum Guten beeinflussen sollten.“
Die „Aktion: Eine Schale Reis“ wurde von den beiden Pastoren Samuel Dieckmann aus Dietzenbach und Marcel Redling aus Darmstadt vor gut über einem Jahr alsauf die Flutkatastrophe in Pakistan im2010 ins LebenBeide gehören zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Deutschland und haben ein Herz für soziale Gerechtigkeit. "An über 2000 Stellen in der Bibeldie Bibel Position für die Schwachen, die Witwen und die Weisen.wieder ruft Gott sein Volk dazu auf gerecht zu handeln und dem Nächsten ganz praktisch in Liebe zu dienen. Die Überwindung von Rassismus und das Eintreten für soziale Anliegen waren gerade in der frühen Pfingstbewegung zentrale Anliegen die fest zum Bestandteil pfingstlicher Spiritualität gehörten. Dieses Erbe gilt es heute und hier wieder zu beleben“, so Marcel Redling.
Quelle: Micha-Initiative, Alexander Gentsch sowie Aktion Ein Schale Reis, Samuel Dieckmann und Marcel Redling
Zur Micha-Initiative siehe auch http://www.charisma-verlag.de/wenn_man_das_so_hort_.html
Mehr Infos zu der Initiative der beiden Pastoren findet man unter: www.Aktion-Eine-Schale-Reis.de