Charisma - come HOLY SPIRIT

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29. März 2009

Heute: Startschuss für "ProChrist" in Chemnitz

Vom 29. März an werden acht Tage lang an 1300 Übertragungsorten rund eine Million Zuschauer in ganz Europa mit dem Evangelium erreicht werden. Europaweit beteiligen sich 4000 Gemeinden an der Evangelisation ProChrist, die unter dem Motto "Zweifeln und Staunen" steht und deren zentraler Prediger wieder Pfr. Ulrich Parzany sein wird.


ProChrist-Mitarbeit charismatisch orientierter Gemeinden


Auch zahlreiche pfingstkirchliche Gemeinden, die dem Dachverband Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) angehören, unterstützen die Aktion. So ist beispielsweise dem Internet zu entnehmen, dass in Bad Dürkheim die Freie Christengemeinde der zentrale Veranstalter von ProChrist 2009 ist. In Annaberg und in Bielefeld engagieren sich die örtlichen BFP-Gemeinden im Rahmen der lokalen Evangelischen Allianz; die Freie Christengemeinde Bielefeld ist einer der neun Übertragungsorte in der Stadt.

Ebenso beteiligen sich Gemeinden der Ecclesia-Arbeitsgemeinschaft, die seit 2000 als Gemeindegruppe Mitglied des BFP ist, an ProChrist. Die Augsburger Ecclesia-Gemeinde rief zu einer gemeinsamen Gebetsveranstaltung der drei Gemeinden auf, die ProChrist 2009 in Augsburg übertragen: "Neben unserer Gemeinde sind das die FeG Süd und der CVJM Augsburg. Die Bibel- und Gebetsstunde in unserer Gemeinde entfällt an diesem Tag." Und die Ulmer Ecclesia-Gemeinde bekennt sich im Gemeindebrief zu ProChrist 2009: "Wir sind überzeugt davon, dass ProChrist 2009 eine segensreiche Veranstaltung wird." Die BFP-Gemeinde in Forchheim, die im Rahmen der lokalen Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden die Gestaltung von zwei ProChrist-Abenden übernommen hat, lässt sogar den eigenen Sonntags-Gottesdienst zweimal ausfallen mit dem knappen Hinweis: "Abends: Pro Christ".

Auch charismatisch orientierte Gemeinden mit anderen konfessionellen Prägungen empfehlen das evangelistische Projekt. So schreibt beispielsweise die Münchener Vineyard-Gemeinde: "Wir ... beteiligen uns mit vielen anderen Münchener Kirchengemeinden zusammen an der Durchführung in München." Ulrich Parzany hatte 2007 beim Kongress "Miteinander für Europa" in Stuttgart eines der Hauptreferate gehalten, das auf der Presse-Seite http://presse.prochrist.de/index.php?id=ulrichparzany0 dokumentiert ist ("Gemeinsam für Europa" - "Das Evangelium – unsere gemeinsame Wurzel").


Die Aktionen der Hoffnungsträger

Unmittelbar vor dem Beginn der Veranstaltungsreihe in Chemnitz waren vier Überseecontainer im Auftrag von ProChrist 279 Tage in 13 Bundesländern und Teilen Österreichs unterwegs. Nach Ansicht der Veranstalter haben die auffällig lackierten Container, die die Aufschrift „Staunen“ (in Orange) bzw. „Zweifeln“ (in Blau) tragen, ihre Mission effektiv erfüllt und viele Menschen auf den christlichen Glauben aufmerksam gemacht: Gut 150.000 Menschen haben die Container besucht. Die 3.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, sogenannte Hoffnungsträger, konnten viele von ihnen motivieren, Gespräche über den Glauben zu führen und über das eigene Zweifeln und Staunen nachzudenken.

Die Hoffnungsträger verteilten im Umfeld der Container kleine Faltschachteln in Form von Minicontainern an Passanten. Auf der darin liegenden Karte konnten diese ihre persönlichen Anliegen zu den Themen Zweifeln und Staunen aufschreiben und in den multimedial ausgestatteten Containern abgeben. Dazu Ulrich Parzany: „Rund 60.000 Menschen aus Deutschland und Österreich haben das Gesprächsangebot unserer Hoffnungsträger gerne angenommen. Das zeigt uns, dass viele Menschen Fragen an Gott und die Kirche haben, die sie bisher nie stellen konnten. Mehr als 5.000 Menschen haben ihre Anliegen sogar aufgeschrieben.“

Die Container kehren am 29. März wieder zu ihrem Startpunkt Chemnitz zurück. Während des größten Gottesdienstes Europas sind sie tagsüber Anlaufstelle für die Menschen in Chemnitz. Rund 4.000 christliche Gemeinden an mehr als 1.300 Orten beteiligen sich an den acht Abenden jeweils ab 19:30 Uhr an ProChrist 2009. Der überkonfessionelle "Gottesdienstmarathon", der von der Chemnitz-Arena aus in 17 Sprachen per Satellit direkt in die teilnehmenden Gemeinden übertragen wird, soll auf diese Weise ca. eine Million Menschen erreichen.


"... damit Jesus bekannt wird und Gemeinden blühen"

Die Themen, über die Ulrich Parzany an den Abenden spricht, stehen unter dem Motto „Zweifeln und Staunen“. In den Vorträgen Parzanys geht es um Lebensfragen wie zum Beispiel „Wem kann ich denn noch glauben?“, „Wie kann das Leben neu beginnen?“ oder auch „Welche Beziehungen sind lebenswichtig?“.

Die Idee, die hinter Satellitengottesdienst und Container-Aktion steht, beschrieb ProChrist-Leiter Pfarrer Ulrich Parzany bei der Auftakt-Pressekonferenz in Chemnitz so: „Wir möchten, dass Menschen sich Gedanken darüber machen, warum sie leben, was ihr Verhalten bestimmt, was sie wert sind. Viele Leute haben auf solche Fragen keine Antwort und empfinden das als Mangel. Bei ProChrist schaffen wir Raum, sich mit der christlichen Perspektive auf diese Fragen zu beschäftigen.“

Zu den Unterstützern der evangelistischen Aktion zählen auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit Frank-J. Weise, der ZDF-Moderator Peter Hahne, Golfprofi Bernhard Langer, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), Bundesminister a. D. Hans-Jochen Vogel (SPD) und Jochen Bohl, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

ProChrist wird nahezu ausschließlich von Spenden getragen. Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins "ProChrist e. V." sind Christen aus unterschiedlichen Konfessionen, Kirchen und Gemeinden. Das zentrales Ziel des Vereins ist, "gemeinsam mit vielen anderen Akteuren des Netzwerks dazu beizutragen, dass Menschen glaubwürdige Antworten auf grundsätzliche Zweifel und Fragen bekommen - damit Jesus bekannt wird und Gemeinden blühen".

Info-Link: www.prochrist.org



25. März 2009

Charisma-Frühjahrsausgabe erschienen

Gerade erst bei den Leserinnen und Lesern eingetroffen, hat Charisma – come Holy Spirit bereits ein reges Echo entfacht. So teilte die internationale New Life Church (Düsseldorf) der Charisma-Redaktion mit, dass sie aufgrund ihres Artikels bereits mehrere Anrufe von Kranken erhalten habe, die um Gebet bitten.

Frank Eschmann, Ältester in der Freikirchlichen Pfingstgemeinde in Clausthal-Zellerfeld, schrieb: „Beeindruckend fand ich in Heft 148 die Artikel über Reinhard Bonnke und „Warum passiert bei uns so wenig“. – M.E. ist der „Erfolg“ von Reinhard Bonnke in Afrika auch und vielleicht auch insbesondere darauf zurückzuführen, weil er nur dort evangelisiert, wo die örtlichen Gemeinden bereit sind, in Einheit zusammen zu arbeiten. Meines Wissens nach haben manche Evangelisationen mehr als vier Jahre Vorbereitungszeit gebraucht, damit eben diese Voraussetzung erfüllt war. Der Erfolg wird und ist sichtbar (siehe Ps 133).

Die Frühjahrsausgabe (Charisma 148) kann hier oder -hier- bestellt werden.


24. März 2009

Spiegel Online berichtet über Rückwärtsbotschaften der Rockgeschichte – von Beatles zu Bohlen

Sie waren für viele Christen der Anlass, sich nach der Bekehrung von ihrer Platten- oder CD-Sammlung zu trennen wie die Bevölkerung von Ephesus von ihren Zauberbüchern. Die Rede ist von „Rückwärtsbotschaften“. Viele Rock- und Popsongs seit den 60ern sollten Rückwärtsbotschaften enthalten, hieß es in christlichen Kreisen. In christlichen Gemeinden war die Sorge besonders groß, denn viele Christen wollten mit den oft teuflischen Botschaften nichts zu tun haben. Ganze Generationen von Christen trennten sich überall auf der Welt von teils teuren Plattensammlungen und wurden dafür nicht selten belächelt.

Spiegel-Online beschäftigt sich intensiv mit den sogenannten Rückwärtsbotschaften der Rockgeschichte. Wie sie entstanden und auch wie sie sich anhören. Rückwärtsbotschaften – das sind teilweise nur harmlose Botschaften, aber auch schlimmste Entgleisungen. Sie führten zu handfesten Skandalen, mit ihnen wurden sogar Gewalttaten und Massenmorde in Verbindung gebracht und sie führten zu spektakulären Gerichtsprozessen.

KOMMENTAR: Der Bericht macht eins klar: Zu belächeln ist eine Wegwerfaktion von Hardrockplatten auf gar keinen Fall. Auf vielen Liedern wurden ganz bewusst mit einfacher Studiotechnik schlimmste Botschaften aufgespielt. Die Christen haben Weitsicht und Konsequenz gezeigt. Dafür ist der Spott der Umgebung eine leichte Last. In Zeiten vom Amoklauf in Winnenden sind das wichtige Qualitäten in dieser Welt!

ÜBRIGENS – Der Link ist nichts für schwache Nerven(!):
http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/3811/rock_n_roll_im_rueckwaertsgang.html

18. März 2009

Beter sind Weltenbezwinger

Beterzahl bei Deutschlandkonferenz um fast das Doppelte gestiegen

Zur „Gebetskonferenz Deutschland 2009“ trafen sich vergangenes Wochenende (12.–15.3.09) nahezu 700 Beterinnen und Beter aus Ost und West, Nord und Süd im thüringischen Friedrichroda (Nähe Eisenach/Wartburg). Die langfristig geplante Konferenz der „Gebetsbewegungen vom Runden Tisch GEBET“ schien gerade „zur rechten Zeit“ zu kommen: zunehmende Ausweglosigkeit der Wirtschaftslage, kollabierende Finanzsysteme, der Amoklauf in Winnenden und die bevorstehenden fünf Wahlen innerhalb der Monate Mai–September 2009.


Vater, mach uns eins

Der Eröffnungsabend stand unter dem Thema „Einheit“. Drei Teile, die gemeinsam einen Hirtenstab ergeben sollen, liegen in der Nähe des Kreuzes. Sie können nicht zusammen gesteckt werden, da die Enden zu verschmutzt sind.

Die Männer, die die einzelnen Teile halten, sind in diesem Bild die Repräsentanten der bedeutendsten konfessionellen Ströme in unserem Land: Der Katholik betet zuerst – während er das „römisch-katholische Stück“ in Händen hält – und bittet um Vergebung. „Ich stehe hier für die evangelische verfasste Kirche und bekenne dir, Vater im Himmel, und vor euch Brüdern und Schwestern, dass wir gar nicht so evangelisch sind ...“, schließt sich der Zweite an. Und schließlich: „Ich darf hier stehen als ein Vertreter der Freikirchen und der freien Gemeinden ...“ In seinem Gebet bittet dieser Freikirchler um Vergebung für die Arroganz gegenüber den alten, verfassten Kirchen.

Erst nachdem die Enden der drei Teile gereinigt werden, passen sie zusammen. Nun ergeben sie den gewünschten Hirtenstab.

Ortwin Schweitzer, Initiator der Gebetskonferenz, resümiert: „Wir haben so viel Vollmacht, wie wir Einheit haben.“ In einer gemeinsamen Erklärung legt er mit der Konferenzgemeinde eine Basis für die kommenden Tage:

Friedrichrodaer Bekenntnis

„Jesus,
wir bekennen vor dir, dass wir und unsere Väter/Mütter an dir gesündigt haben, indem wir Glieder deines Leibes abgelehnt haben, weil sie anders sind als wir. Wir haben uns überhoben und kamen uns besser vor als sie. Heute schauen wir auf zu dir, Jesus und bitten: Reinige uns durch dein Blut. Du hast deinen Jüngern Einheit verheißen.Wir nehmen diese Gabe an. Wir sagen aller Verleumdung radikal ab.Wir nehmen einander an, wie du uns angenommen hast.Wir wollen gottgegebene Verschiedenheiten als Reichtum sehen lernen und dafür danken.
Amen.“

Flankierende Maßnahmen

* Obwohl diese Konferenz als Gebetskonferenz ausgeschrieben war, bestand der Tagesablauf nicht nur aus Gebeten. Doch im Verborgenen wurde tatsächlich parallel von Fürbittern auch während der Veranstaltungen gebetet. Zu bestimmten Zeiten konnten Konferenzteilnehmer hinzukommen.
* 26 Mitarbeiter waren überdies auf eigene Kosten angereist, um Prophetisches Gebet anzubieten (manchmal auch Hörendes Gebet genannt). Konferenzteilnehmer konnten hier geistliche Eindrücke erhalten, die das Team von Gott für die betreffende Person empfangen hat.

* Marion Warrington bot während der Pausen gemeinsam mit anderen Lobpreis und Anbetung in einem extra Raum an.
* Besonders herausfordernd bei dem gelungenen Kinderprogramm mit Armin Knothe aus Bendorf und dem Teenager-Programm mit Ulrike Tetzlaff aus Lüdenscheid: das Praktikum. Hier beteten Kinder und Teenager für kranke Konferenzteilnehmer und – am Tag darauf – auch Menschen auf der Straße.

Bruder Johannes


Freitagvormittag berichtet der Pfarrerssohn Johannes Selle MdB, wie ihn vor Jahren nicht nur David Wilkersons Bestseller „Das Kreuz und die Messerhelden“, sondern auch sein späteres Werk „Die Vision“ beeindruckt haben. Dr. Selle wollte ursprünglich gar nicht in die Politik, erlebte jedoch nach der Wende große Orientierungslosigkeit in der ostdeutschen Gesellschaft, begann dann zuerst auf kommunaler Ebene und später sogar als Mitglied des Bundestages in Bonn in christlicher Verantwortung sich den gesellschaftlichen Aufgaben zu stellen. Das Jahr 2009 mit seinen fünf unterschiedlichen Wahlen sieht Selle als ein „Festival der Demokratie“. Zum Ausklang der Veranstaltung segnen Ortwin Schweitzer und Pfarrer Christian Schaube (Siloah-Gemeinschaft Neufrankenroda) MdB Selle.

Die Herausforderung des Reiches Gottes

In einer anschließenden Botschaft plädiert Keith Warrington dafür, Menschen nicht nur zu evangelisieren und sie bestenfalls in Silos, sprich Gemeinden, zu sammeln, sondern die Königsregentschaft Jesu Christi in unseren Städten und Dörfern aufzurichten. Schließlich geht es nicht nur darum, dass Jesus unser Leben besser machen will, sondern dass wir ihn als Herrn und König für alle Bereiche unseres Lebens akzeptieren und diese Einstellung auch unserer Umwelt vermitteln.

Lebenswelten

Anscheinend recht spontan entschlossen sich die Organisatoren, an den Nachmittagen auf die unterschiedlichen „Lebenswelten“ der Teilnehmer einzugehen. Dabei ging es darum

* im Gespräch auszutauschen, wie sich Gottes Reich innerhalb solch einer Lebenswelt entfalten kann;
* gläubige Menschen innerhalb einer Lebenswelt zu vernetzen;
* gemeinsam dafür zu beten, dass Gottes Reich in diese Lebenswelt stärker hineinkommt – auch landesweit.

Außer den „Lebenswelten“ füllten „das Gebet in Ländergruppen“ (nämlich für die einzelnen Bundesländer) und intensives Gebet für Israel die Nachmittage aus.

Kinder beten für Konferenzteilnehmer/innen

Ein besonderer Höhepunkt: der Samstagabend, der Einblicke vermittelt, „was Gott in unserem Land tut“. - Christoph Häselbarth berichtet von seinen Erfahrungen mit „Väter-Mütter-Kreisen“, glaubt, innerlich gehört zu haben, dass Gott an vielen Orten gereifte Beter/innen zusammenführen und ihnen geistliche Autorität über die „von anderer Seite“ bewirkten Schwierigkeiten geben möchte.
- Henryk, Bibelschüler aus Bad Gandersheim, erzählt von einem ihrer Absolventen, der mit seiner Familie nach Berlin gezogen ist, dort sozial schwachen Kindern half, woraus inzwischen eine blühende Kinder- und Jugendarbeit entstanden ist. Wenn Gott eine Vision schenkt, gilt es, daran festzuhalten, resümiert Henryk.
- Eine junge Krankenschwester aus Chemnitz stellt den Besuchern einige Kinder und Jugendliche vor, die in der Chemnitzer „Arche“ Geborgenheit und eine Zukunftsperspektive durch Jesus Christus gefunden haben.
- Zu Tränen rühren Olli Ewers Streiflichter aus seinem Leben. Sein Lebenszeugnis hat schon vielen Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen – in Psychiatrien, Besserungsanstalten, Gefängnissen und Krankenhäusern – neue Hoffnung gegeben.
- Persönlich wird es, als die Kinder und Teenager von der Bühne aus in den Saal „gesandt werden“, um allen Kranken, die es wünschen, die Hände aufzulegen und für sie zu beten. Von einer Spontanheilung berichtet danach eine Teilnehmerin.

Ost und West

Du machst fröhlich, was das lebt, im Osten wie im Westen (Psalm 65,9.

Dieses Bibelwort stand über dem Samstagvormittag, durch den Bettina Lohhaus (Dormagen bei Düsseldorf) und Pfr. Tobias Rink aus dem Schönebecker Schniewindhaus (bei Magdeburg) führten. Beide erläuterten aus persönlichem Ergehen und sachlicher Beobachtung sowie eigenen Recherchen die Unterschiede von Westdeutschen und Ostdeutschen zu den Punkten „Die Bedeutung von Einheit“, „Unser Freiheitsverständnis“, „Das Verhältnis zu Leitern/Autoritäten“, „Materialismus“ sowie „Unsere Identität“. Ein Austausch in gemischten Ost-West-Kleingruppen mit anschließendem „Abendmahl“ unterstrich das Anliegen der Gebetskonferenz, auch hier zu einer tieferen Verbundenheit beizutragen.

Europa-Abend

Mit einem umfassenden Referat beleuchtet Ortwin Schweitzer die geschichtliche, philosophische und religiöse Entwicklung unseres Kontinents. Schweitzer sieht eine Hauptberufung Europas darin, Dinge zu entwickeln und zu exportieren; die Sünde Europas hingegen sieht er in den Perversion dessen, was Gott Europa gegeben habe: das Denken.

Europäische Gebetsinitiativen wie „Europe4Christ“, die „European Union of Prayer“ oder auch die „European Coalition for Israel“ werden den Besuchern vorgestellt.
Nach einem eschatologischen Ausklang am Sonntag (der Weg zur Weltregierung; mögliche Zielgruppen der Verfolgung) hat jede/r Teilnehmer/in die Möglichkeit, sich segnen zu lassen. „Sein Wort und Sein Geist bleiben in Dir bestehen. Fürchte Dich nicht!“ Mit diesem Zuspruch endete die „Gebetskonferenz für Deutschland 2009“.

Teilnehmerstimmen

Walter Preisendanz aus Schramberg, Schwarzwald: „Was ich bei diesem Treffen am wichtigsten finde, ist nicht das Programm, sondern dass hier Menschen zusammen kommen, denen Deutschland als Gebetsanliegen von Gott ans Herz gelegt wurde und dass sie bereit sind, für Deutschland im Gebet einzustehen. Einfach hierher zu kommen, sich innerlich zur Verfügung zu stellen und zu sagen: ‚Deutschland ist mir wichtig’ – und dass die vorhandenen Gräben zwischen Ost und West überbrückt werden. Das halte ich für das Wichtigste.“

Walter Preisendanz, der als Ingenieur auch immer wieder im Ausland tätig ist, hat erlebt, dass die unblutige, gewaltlose deutsche Wiedervereinigung und die Hilfe, die Ostdeutschland von westdeutscher Seite gewährt wurde, auf Menschen anderer Völker vorbildhaft wirken. Seine Hoffnung ist, dass unser Beispiel auch in Korea Nachahmung finden kann.

Dr. Thomas Horn, leitender Oberarzt einer Hautklinik, war schon bei der ersten „Gebetskonferenz für Deutschland“, die vor zwei Jahren ebenfalls in Friedrichroda stattfand, dabei. Diesmal fiel ihm auf: eine größere Teilnehmerzahl, eine noch größere „Bandbreite an Geschwistern“ – und dennoch eine noch stärkere Einheit. „Keiner von uns, weder aus der Leiterschaft noch von den Teilnehmern, hat die Antwort darauf, wie sich unsere jetzige Situation weiterentwickeln wird, doch wir alle wollen, dass Jesus in unserem Land bekannt wird und unser Land Veränderung erfährt.“

Einige Fragen bleiben für Dr. Horn, an denen er weiter arbeiten möchte: „Was bedeutet all das in diesen Tagen Gehörte und Erlebte für meine Stadt, meinen Ort, an dem ich wohne, und für mein Berufsumfeld? Wo sind Personen, mit denen ich das teile, mit denen ich beten und austauschen kann? Welche Schritte können wir miteinander gehen?“

Dr. Erwin Kaltenbacher, Seniormanager i.R. (Planung von Chemieanlagen) äußerte gegenüber Charisma, wie wohltuend er den „Fluss im Heiligen Geist“ empfunden habe. „Viele sind mit Eifer und Hingabe gekommen, um sich Gott im Gebet für unser Land zur Verfügung zu stellen. Es ist auch deutlich geworden, dass wir Autorität haben, um das in die Sichtbarkeit zu ziehen, was Gott für unser Land auf seinem Herzen hat. Stark beeindruckt hat mich die Integration der Kinder und Jugendlichen, ihre Zeugnisse und ihr Dienst. Ebenso die Atmosphäre, die Offenheit zum Beispiel zwischen Ost und West. In den Lebensweltengruppen haben wir uns kennengelernt und Adressen ausgetauscht. Wenn ich mal wieder hier in die Gegend komme, will ich einen Besuch abstatten und ich habe Geschwister aus den neuen Bundesländern auch zu uns nach Krefeld eingeladen.“

Gerhard Bially
(Herausgeber der Zeitschrift „Charisma“)






16. März 2009

TIME Magazin: Beten ist gut für's Gehirn

Das US-Nachrichtenmagazin "TIME" machte den Glauben im Februar zum Titelthema. Es gäbe immer mehr wissenschaftliche Hinweise darauf, dass es zwischen einem aktiv gelebten Glauben und einem gesunden Leben einen positiven Zusammenhang gibt, so das Magazin. Ein Kernstück des Berichts von Jeffrey Kluger ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie von Dr. Andrew Newberg, Professor für Radiologie, Psychologie und Religionswissenschaften an der University of Pennsylvania. Er hat über 15 Jahre die unterschiedlichen Gehirnaktivitäten während verschiedener religiöser Aktivitäten an 100 Probanden untersucht

und herausgefunden, dass es eine starke Wechselwirkung zwischen Religion und Gehirn gibt, beide seien sehr kompatibel miteinander. Bei Menschen, die viel beten und meditieren verändert sich die Größe der vorderen Gehirnlappen. Menschen mit gut ausgebildeten vorderen Gehirnlappen haben ein weitaus besseres Gedächtnis als andere. Newberg wird in Kürze seine Studien detailliert in dem Buch "How God Changes Your Brain" veröffentlichen.

http://www.time.com/time/health/article/0,8599,1879016,00.html


14. März 2009

Der neue Jesus-Pfad:
In den Fußstapfen von Jesus durch Galiläa


Das israelische Tourismusministerium hat im Vorfeld des Besuchs von Papst Benedikt XVI einen Jesus-Pfad beschildert. Die Route führt durch Galiläa: von Nazareth über Sepphoris, Kana, den Berg Arbel, Tabgha, Kapernaum, den Berg der Seligpreisungen und Tiberias bis an den Jordan.

Für Touristen biete der Pfad eine einzigartige Möglichkeit die Wirkungsstätten Jesu zu erwandern und dabei die natürliche Schönheit und Ruhe Galiläas zu erleben. Im Internet unter www.jesustrail.com sind die Wege beschrieben. Dort gibt es auch Kurzinfos über die wichtigsten Heiligtümer und Aussichtspunkte mit passenden Bibelzitaten, Tipps für Unterkünfte und weitere praktische Hinweise.

Der Jesus-Pfad ist so angelegt, dass er in einigen Tagen zu Fuß zurückgelegt werden kann. Unterkunftsmöglichkeiten verschiedenster Preislagen stehen ebenso zur Verfügung wie Busverbindungen. Wer ein GPS-Gerät hat, kann sich das entsprechende Programm dafür aus dem Internet herunterladen und sich dann vom Computer Schritt für Schritt auf den Spuren Jesu leiten lassen. Wer kein eigenes Gerät hat, kann sich eines in der Jugendherberge in Nazareth mieten.Zusammen mit seinem israelischen Freund Maoz Inon (32) hat David Landis (25), ein Mennonit aus den USA, den "Jesus-Pfad" in Galiläa entworfen: Eine Viertagesroute von Nazareth über Tabgha bis Kapernaum (65 Kilometer) und eine ähnlich lange Fünftagesroute über den Berg Tabor für den Rückweg.

Inzwischen sagt David Landis von sich, dass er die Bibel "jetzt mit ganz anderen Augen" lese als früher. Natürlich habe sich in den vergangenen 2.000 Jahren viel verändert, aber vieles sei auch gleich geblieben: Hügel, Täler, der See, Hirten mit Schafen, die Vögel und Blumen aus den Gleichnissen Jesu. Die beiden hoffen, dass andere das Projekt fortführen und den Weg ausweiten werden - vielleicht sogar durch das Westjordanland bis nach Bethlehem und Jerusalem.

Info-Links:
http://jesustrail.com/about-the-trail (Pressemitteilungen und Pressespiegel)
http://jesustrail.com/maps (Karte)
http://jesustrail.com/suggested-itinerary (Routenbeschreibung)

Quellen:
u. a. Newsletter der Botschaft des Staates Israel / Abteilung Öffentlichkeitsarbeit (E-Mail vom 5.3.2009) / Website
http://jesustrail.com/about-the-trail


11. März 2009


Kritisches Buch über Charismatiker und Evangelikale wird von Atheisten kritisiert

Das Buch "Mission Gottesreich" von Oda Lambrecht und Christian Baars, das charismatische und evangelikale Gemeinden und Werke scharf kritisiert, ist selbst in die Kritik geraten und zwar von unerwarteter Seite - von den Atheisten. Der "Humanistische Pressedienst" schreibt in einer Buchbesprechung: "Die Autoren reihen Informationen und Zitate zu den verschiedenen Themen aneinander, werfen mit Organisationsbezeichnungen und Personennamen um sich und lassen dabei Stringenz und Struktur vermissen. ... Damit schaden die Autoren ihrem ... Anliegen mehr als sie ihm nutzen."
Das Buch war am 06. März erschienen. Kritisiert werden unter anderem das Missionswerk „Christus für alle Nationen“ (Reinhard Bonnke) und die Biblische Glaubensgemeinde Stuttgart (Pastor Peter Wenz). Laut Lambrecht und Baars würden sich bibeltreue Christen über andere Religionen und über Menschen, die nicht an einen Gott glauben erheben.
Das Buch sieht evangelikale und charismatische Gemeinden und Werke auf dem Vormarsch und es gäbe viele Gemeinsamkeiten: „ ... bei allen Unterscheiden zwischen den vielen evangelikalen Gemeinden wollten wir auch auf die Gemeinsamkeiten hinweisen. Alle berufen sich auf das gleiche Fundament, die meisten halten ihre Glaubens-, Werte- und Lebensvorstellungen für die einzig richtigen." (S. 199). Nach Beobachtung von Lambrecht und Baars hat sich das Verhältnis zwischen Evangelikalen und Nicht-Evangelikalen in den Landeskirchen entspannt.


8. März 2009

Impulse der CE für Pfingsten 2009:
Gebetsaktion und Aufruf zur Evangelisation


Im Zusammenhang mit dem Pfingstfest 2009 hat die Charismatische Erneuerung in der Katholischen Kirche (CE) die zentrale Bedeutung der Evangelisation im Leben jedes Christen betont: "Die frohe Botschaft zu verkünden ist kein Auftrag an eine Elite, sondern an alle, die ihm nachfolgen!" schreibt der CE-Referent Christof Hemberger, der auch dem weltweiten Leitungsgremium der katholischen charismatischen Erneuerung angehört. Außerdem ruft die CE zur Gebetsaktion "Pfingstnovene 2009" auf. Hemberger sieht in dieser Aktion eine Möglichkeit, "unser Land" darauf vorzubereiten, "den Heiligen Geist zu empfangen".

Für die "Pfingstnovene 2009", die zur Vorbereitung auf das Pfingstfest dienen soll, hat die Charismatischen Erneuerung in der Katholischen Kirche auch in diesem Jahr wieder ein Gebetsheft zusammengestellt. Diese Vorbereitung soll wieder in Form einer "Novene" geschehen: Neun Tage vor Pfingsten findet täglich ein Gebetstreffen statt. Das Anliegen der CE ist dabei, "dass auch heute viele (neu) den Heiligen Geist erfahren". Das Besondere ist in diesem Jahr, dass die Impulstexte für die einzelnen Tage der Pfingstnovene auf den Themen des bewährten "Leben-im-Geist-Seminars" basieren. Die CE beschreibt diese Texte folgendermaßen: "Sie sollen uns helfen, unsere Beziehung zum dreifaltigen Gott zu erneuern und zu vertiefen und für unsere Mitmenschen zu beten. Die Texte bestehen aus einer Bibelstelle, einem Impuls und Gebetsanliegen zum jeweiligen Tagesthema."

Im Zusammenhang mit dem Pfingstfest hat der CE-Referent Christof Hemberger die zentrale Bedeutung der Evangelisation im Leben jedes Christen betont: "Jesus gibt uns als seinen Jünger/innen ganz klar den Auftrag (vgl. Mt 28), die Liebe des Vaters und seine frohe Botschaft zu verkünden. Dies ist kein Auftrag an eine besonders begabte Elite, sondern an alle, die ihm nachfolgen!" Allerdings seien viele Christen ratlos und fragten sich, wie sie diesen Auftrag Jesu umsetzen können. "Auch wir in der CE müssen uns diese Frage stellen", schreibt Hemberger in einem Artikel, der von der CE im Internet veröffentlicht wurde, und gibt deshalb Ratschläge, wie Evangelisation geschehen kann: "Bete regelmäßig dafür, dass Gott dir die richtigen Menschen über den Weg schickt und sich Gelegenheiten ergeben, mit ihnen zu sprechen. Es haben sich dann bei mir immer wieder Gespräche ergeben, die ich nie für möglich gehalten hätte!"

Hemberger, der dem weltweiten Leitungsgremium der katholischen charismatischen Erneuerung angehört, verbindet seine praktischen Ratschläge mit der grundlegenden Aufforderung: "Ich möchte alle Gemeinschaften, Gruppen und Kreise der CE einladen, darüber nachzudenken, ob es nicht an der Zeit ist, dieses Zeugnis-sein wieder neu zu überdenken." Als eine geeignete und bewährte Möglichkeit für die Evangelisation empfiehlt Hemberger, "in der Gemeinde, in der wir leben und wirken, immer mal wieder ein 'Leben-im-Geist-Seminar' oder einen ähnlichen Glaubensgrundkurs durchzuführen." Denjenigen, "die das Gefühl haben, dass ihre Gruppe oder die Gemeinde noch nicht 'reif' hierfür ist", rät Hemberger, "die Pfingstnovene 2009 konkret in diesem Anliegen zu beten. Wir können die geeigneten Situationen nicht schaffen, aber wir können sie im Gebet vorbereiten! Beten wir in diesem Jahr gemeinsam die Novene als Vorbereitung für unser Land, den Heiligen Geist zu empfangen!

"Info-Links:
Artikel "Evangelisation - muss das denn sein?" von Christof Hemberger:
http://www.erneuerung.de/index.php?option=com_content&view=article&id=382:evangelisation-muss-das-denn-sein&catid=68:ce-deutschland

Bestelladresse für das Gebetsheft "Pfingstnovene 2009":
CE Deutschland / Büro Maihingen, Birgittenstr. 22, D-86747 Maihingen; Tel. 09087/90300; E-Mail: n info@erneuerung.de


7. März 2009

6,9 Millionen Dollar für Studium des pfingstlich-charismatischen Aufbruchs

Ende Februar 2009 erhielt die Universität von Süd-Kalifornien (University of Southern California, kurz USC) trotz Weltwirtschaftskrise eine Spende von 6,9 Mio. US-Dollar, um das Studium charismatisch-pfingstlichen Christentums zu fördern. Der großzügige Geber ist die „John Templeton Foundation“. Es ist die bisher größte Summe, die je für pfingstlich-charismatische Forschung zur Verfügung gestellt wurde.

Die Spende der Templeton-Stiftung soll dazu verwandt werden, die „Pfingstliche und charismatische Forschungsinitiative“ (Pentecostal und Charismatic Research Initiative, ICRI) an der USC zu gründen. Dazu Kimon Sargeant, der Vize-Präsident der Stiftung: „Das Wachstum der weltweiten Pfingstbewegung ist eine der erstaunlichsten Transformationen des letzten Jahrhunderts. Ziel dieses Projekts ist, zum besseren Verständnis der Bedeutung dieses pfingstlich-charismatischen Aufbruchs beizutragen.“

Quelle: Charisma News Online, 24.02.09

5. März 2009

In den USA wachsen nur noch charismatische Kirchen

Im "Jahrbuch Amerikanischer und Kanadischer Kirchen 2009" wurden letzte Woche die aktuelle Zahlen der Mitgliederentwicklung der 25 größten US-Kirchen veröffentlicht. In den USA sind zwei pfingstlich-charismatische Konfessionen die einzigen die wachsen. Die "Assemblies of God" mit 2,9 Mio. Mitgliedern und die "Church of God" mit 1 Mio. Mitgliedern gehören zu den größten Kirchen in den USA und konnten in 2008 einen Mitgliederzuwachs verzeichnen.
Die beiden größten US-Kirchen, die Römisch-Katholische Kirche (67 Mio. Mitglieder) und die "Southern Baptist"-Kirche (16 Mio.Mitglieder), mussten leichte Mitgliederverluste hinnehmen. Beide Kirchen waren in den letzten Jahren noch gewachsen. Andere Kirchen verloren weitaus mehr Mitglieder.
Pastorin Eileen W. Lindner, die Herausgeberin des Jahrbuchs, sieht als Ursache für Mitgliedergewinne oder Verluste keine theologischen Gründe. Die Ursachen seien vielmehr darin zu suchen, wie Kirchen sich auf den Lebensstil der jüngeren Generation bis Ende 30 einstellten. Diese jungen Leute gingen oft zu lokalen Gottesdiensten ohne jedoch den Gemeinden beizutreten.

Link:
http://charismamag.com/index.php/news/19052-pentecostalism-still-burns?utm_source=MailingList&utm_medium=email&utm_content=waetjen%40online.de&utm_campaign=Charisma+News+Online



1.März 2009

Mit Werten in Führung gehen
Kongress christlicher Führungskräfte mit 3800 Teilnehmenden in Düsseldorf (26.–28.2.09)


Zeitgemäßer hätte dieser Kongress nicht sein können. In der schwersten Wirtschaftskrise nach dem 2. Weltkrieg, in der alle bisherigen Sicherungskonzepte auf den Prüfstand gestellt werden, Hiobsbotschaften an der Tagesordnung sind, Firmen und Finanzimperien wie Kartenhäuser kollabieren, Aktienkurse nur die Richtung nach unten kennen, ermutigten Rednerinnen und Redner des 6. Kongresses für christliche Führungskräfte die Krise als Chance zu begreifen und christliche Werte wieder ins Zentrum zu rücken. Der Unternehmer Claus Hipp (Hipp-Babynahrung) brachte es auf den Punkt: „In den Zehn Geboten ist alles geregelt!“

„Wenn man keinen Durchblick mehr hat, hilft nur der Rückblick“, so Peter Hahne in seinem mit „Suchet der Stadt Bestes“ überschriebenen Schlussreferat. Er verwies darauf, dass nach der Katastrophe des 2. Weltkriegs die Väter und Mütter des Grundgesetztes bewusst in die Präambel den Gottesbezug hineingenommen hätten: In der Verantwortung vor Gott und den Menschen... Ihr Vorsatz sei damals nicht nur Nie wieder Krieg! gewesen, sondern auch: Nie wieder eine Gesellschaft ohne Gott. „Ohne Gott ist kein Staat zu machen, der Mensch ist nicht das Maß aller Dinge. Wir brauchen Nachrichten zum Nach-Richten, Informationen zum In-Form-Bringen“, so der Bestsellerautor weiter in dem für bin typischen griffigen Duktus. Hahne machte mit vielen Zitaten von namhaften Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft deutlich, wie wichtig die christliche Botschaft gerade heute ist.

Zu dem Zeitpunkt lagen zweieinhalb Tage hinter den Teilnehmenden, die reich gefüllt waren mit Plenumsveranstaltungen und vielen Workshops. Von den etwa 60 Seminaren seien hier nur schlaglichtartig zwei erwähnt. Die Referate und Workshops sollen zum Download ins Internet gestellt werden.

Sehr praktisch zu ging es bei dem Seminar „Für immer aufgeräumt“ von Jürgen Kurz, Geschäftsführer tempus GmbH, Giengen. Wer träumt nicht von einem stets übersichtlich und aufgeräumten Schreibtisch? Kurz erklärte mit praktischer Übung, instruktiven Bildern und Video-Clips, wie 20 % mehr Effizienz mit dem sog. Büro-Kaizen (= ständige Verbesserung im Büro) erreicht werden. Da durchschnittlich 13 % der Arbeitszeit (6 Wochen im Jahr!) mit Suchen verbracht werden, wundert es nicht, dass das Seminar einen enormen Zulauf hatte.

Angelika Marsch, Leiterin des deutschen Zweiges der Wycliff-Bibelübersetzer, sensibilisierte in ihrem Workshop „Leiterschaft in interkulturellen Zusammenhängen“ für die Entwicklung interkultureller Führungsfähigkeiten: „Durch das Berühren unterschiedlicher Kulturen bekommt die Seele mehr Farben.“ Verkleidet als eine Quechua – unter diesen Indianern Perus hat sie viele Jahre gelebt – machte sie das Modell der sog. „Kulturzwiebel“ deutlich, die aus den Schalen Verhalten, Werte, Überzeugungen und dem Kern Weltbild besteht. Da 8,5 % der deutschen Bevölkerung Ausländer sind und wir immer mehr in einer vernetzten Welt leben, gewinnt das Wahrnehmen anderer Kulturen, d.h. anderer Strategien zur Gestaltung des menschlichen Daseins, an Bedeutung.

In der Pressekonferenz am Freitag, 27.02., betonte Hartmut Hühnerbein, Vorstand Christl. Jugenddorfwerk Deutschlands, die Vermittlung christlicher Werte als das zentrale Thema und fragte, wie weltfähig und zukunftsfähig wir als Christen sind. Petra Bosse-Huber, Vizepräses der Ev. Kirche im Rheinland, ergänzte, dass man nur von Werten reden solle, wenn man die Quellen benennt, aus denen man sie schöpft. Das biblische Menschenbild sei sehr realistisch, rede nicht von einem perfekten Menschen, sondern rechne auch mit dessen Scheitern, was in der derzeitigen Krise sehr wichtig sei. Vor dem Hintergrund, dass wir uns immer der jüdisch-christlichen Wurzeln unserer Kultur bewusst sein müssten, fragte Volkmar Klein, MdL, Landesvorsitzender des Ev. Arbeitskreises der CDU in NRW: „Wieviel Werte verträgt die Politik?“

Der Freitagabend stand im Zeichen von Interviews und Gesprächsrunde mit Persönlichkeiten, die als Christen Vorbilder sind: Peter Busch, der in seiner spröde-sympatischen Art von seinem Leben als Chemiker bei der Henkel AG und als Theologe berichtete; Rainer Schmidt, Welt- und Europameister bei den Paralympics im Tischtennis trotz schwerster Behinderung im Bereich der Arme (!) und ev. Pfarrer – ein glaubhafter Zeuge für die Freude aus Gott (er gab auf der Bühne ein beeindruckendes Zeugnis seines geradezu artistischen Könnens); Gräfing Daisy von Arnim, auch bekannt als „Apfelgräfin“, die in der tiefsten deutschen Provinz, der Uckermark, mit Gottes Hilfe ein blühendes Geschäft mit Äpfeln und deren diversen Produkten buchstäblich aus dem Boden stampfte. Den musikalischen Teppich für den Abend hatten Lothar Kosse & Band mit ihrer wunderbaren Musik ausgerollt, bei der sich selbst in einer nüchternen Messehalle Himmel und Erde berühren.

Der Samstag wurde eröffnet mit einem Wort für den Tag von Hans Peter Royer, stv. Leiter der Fackelträger International. Ausgehend von der Frage: „Wie können wir den Durst der Menschen nach Gott schüren?“, forderte er auf, zu den biblischen Werten zurückzukehren, die Gerechtigkeit zu lieben und die Ungerechtigkeit zu hassen. Jesus, der mit Zöllnern und Sündern zu Tisch saß, habe schonungslos Ungerechtigkeit und Heuchelei verurteilt, dagegen Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit geliebt. Diesem Beispiel sollten wir Christen folgen. Darin werde etwas von der Salzkraft wirksam (Matth. 5, 13: „Ihr seid das Salz der Erde.“) – und Salz mache bekanntlich durstig.

Wie schaffen UnternehmerInnen den Spagat zwischen ethischen Werten und den Erfordernissen des Marktes? fragte Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, und zitierte aus den Zehn Geboten nach der griffigen Übertragung des Bundes Katholischer Unternehmer: „Spiele dich nicht als Herrgott auf“ (1. Gebot) und „Achte das geistige Eigentum anderer“ (7. Gebot). Er unterstrich, dass die Meisterausbildung des deutschen Handwerks der beste Verbraucherschutz sei, und forderte, die Sozialsysteme demografiefest zu machen.

Im Podiumsgespräch unter der Überschrift „Gesellschaft verändern“ verwies der Unternehmer Norman Rentrop, der sich nach eigenem Bekenntnis durch eine Gideon-Bibel in einem Hotelzimmer bekehrt hat, auf das Chronikbuch: Das Land blühte auf, wenn das Volk tat, was dem Herrn gefiel. Ganz im Duktus von ProChrist stellte Ulrich Parzany fest, dass wir kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem hätten und fragte, ob die christliche Gemeinde nur Spiegelbild der Gesellschaft sei oder aber Modell. Die Welt warte darauf, dass Christen von dem Sofa aufstünden. In diesem Zusammenhang erinnerte Hermann Gröhe, Staatsminister im Bundeskanzleramt, daran, dass es ganz wesentlich Christinnen und Christen zu danken ist, dass wir in diesem Jahr 60 Jahre Grundgesetz und 20 Jahre Mauerfall feiern können, und forderte zum politischen Engagement auf. Alfred Buß, Präses der Ev. Kirche von Westfalen, beleuchtete die biblische Ethik mit dem Gebot in 5. Mose 24, 19-22, den Acker nicht vollständig abzuernten, sondern etwas für Fremde, Waisen und Witwen übrig zu lassen; so wäre auch Gewinnmaximierung nicht die oberste Priorität sondern in dem (Geschäfts-) Partner den Nächsten zu sehen. Im Übrigen könne nur ein demütiger Mensch ein Vorbild sein.

Es passte zu dem ökumenischen Charakter dieses Treffen, dass als ein Höhepunkt am Samstag der Erzbischof von München und Freising Reinhard Marx als Redner zu dem Thema Wie Glaube Wirtschaft und Gesellschaft verändert geladen war. Er machte deutlich, dass nach dem Scheitern des marxistischen Menschenbildes und des kapitalistischen Menschenbildes (Homo oeconomicus) sich das biblische Menschenbild erneut bewahrheitet habe. Das Wort Gottes sei einzigartig und weise über alle Zeiten hinweg die Richtung. Im Zentrum des Tempels in Jerusalem stand nicht, wie in den heidnischen Tempeln, ein Kultbild; im Allerheiligsten waren die Tafeln mit den Zehn Geboten Gottes. Wir müssten uns immer neu bemühen, das Zivilisationsniveau, das wir durch das Christentum erreicht hätten, zu halten und die Zivilisationsgewinne durch das Christentum in unseren Herzen und Köpfen realisieren.

Horst Marquardt, idea-Vorsitzender und einer der Initiatoren des Kongresses, forderte zum Schluss dazu auf, die Bibel in die Gesellschaft zurückzuholen. Er wies darauf hin, dass manche der sonst nicht an derartige Veranstaltungen gewohnten Redner, die besondere Atmosphäre gespürt hätten, die bei diesem Kongress herrschte. Er erinnerte nochmals daran, dass der Ministerpräsident von NRW Jürgen Rüttgers den Wunsch geäußert hatte, dass von diesem Kongress ein Funke ausgehen möge, der das ganze Land erreicht. Und dann lud Marquardt ein zum nächsten Kongress: 24.-26.02.2011 in Nürnberg.

Stimmen von Teilnehmenden:

Hans-Joachim Hahn, Initiator des Professorenforums: „Der Kongress thematisierte mit viel Fachkompetenz und gesunder Spiritualität, was heute für Deutschland relevant ist. Er ist für mich eine Bestärkung, mit christlichen Werten in die Öffentlichkeit zu gehen.“ Heinfried Brunsmann, Wirtschaftsprüfer: „Solche christlichen Kongresse eignen sich als Börse für Geschäftskontakte. Gut fand ich die von Freundlichkeit, Ruhe, vom Heiligen Geist geprägte Atmosphäre. Ich war überrascht, wie viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sich hier als Christen geoutet haben.“ Und seine Ehefrau Ruth-Maria: „Mich hat das Seminar ‚Nachtgespräche mit David’ von Daniel Zindel besonders beeindruckt. Er ermutigte dazu, Davids Beispiel zu folgen, der im Zwiegespräch mit seiner unruhigen Seele diese auffordert: ‚Harre doch auf Gott!’ Das bringt eine wunderbare Ruhe und Gelassenheit. Und in einem U30-Seminar hat mich ein Satz besonders angesprochen: ‚Lass dir deine Träume nicht rauben!’“

Helmut Brückner






Ulrich Parzany(29.3.2009)


Charisma (25.3.2009)



(16.3.2009)



Jesus Trail (14.3.2009)



(11.3.2009)



(8.3.2009)


Stand Freie christliche Schule - ein besonderer Magnet



Auf der Pressekonferenz am Samstag (v.l.): Hermann Groehe, Dr. Reinhard Marx, Otto Kentzler, Norman Rentrop, Alfred Buss, Dr. h.c. Horst Marquardt, Ulrich Parzany, sowie der Moderator.



Lothar Kosse & Band verwandelten die Messehalle in einen Raum der Anbetung.



Gruender Horst Marquardt und jetziger Chef Helmut Matthies der ev. Nachrichtenagentur idea



Halle mit mehr als 200 Ausstellern.



Angelika Marsch, Leiterin des deutschen Zweiges der Wycliff-Bibeluebersetzer

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