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30. Mai 2009
„Und wenn es ihn doch gibt...“
Deutschlandweite Gottkennen-Tour von Campus für Christus
Heute, am 30. Mai 2009, startet in Berlin ein Bus von Campus für Christus im Rahmen der Gottkennen-Tour. Mit der Aufschrift „Und wenn es ihn doch gibt...“ begleitet er die atheistische Buskampagne, die unter dem Slogan „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott“, die bis zum 18. Juni durch Deutschland fährt.
Dabei stellt Clemens Schweiger, Leiter von Campus für Christus, klar, dass die Gottkennen-Tour das Thema „Gott“ auf ähnliche Weise aber aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet: „Wir begrüßen die Aktion der Buskampagne, die zum Nachdenken über Gott anregt. Gerade deshalb greifen wir das Thema gern auf und laden zum fairen aber kritischen Dialog ein. Dabei möchten wir gern weitergeben, welche Erfahrungen wir als Christen mit Gott machen.“
25 Städte stehen auf dem Tourplan. Vor Ort wird das Team von Campus für Christus gemeinsam mit Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinden Aktionen anbieten, die zum Gespräch über Gott anregen. Der Bus selbst weist durch seine Aufschrift auf die christliche Internetseite www.Gottkennen.de hin. Ohne Werbung für eine bestimmte Kirche zu machen, besteht dort die Möglichkeit, sich unverbindlich über Angebote des christlichen Glaubens zu informieren.
„Wir haben inzwischen positive Gespräche mit Organisatoren der Buskampagne geführt,“ berichtet der Leiter des Projektes Andreas Bartels. „Wir freuen uns sehr auf die Gottkennen-Tour und auf die Menschen, die wir in den Städten treffen werden.“
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29. Mai 2009
Leben an der Quelle
Deutschlandtreffen der Charismatischen Erneuerung
Fulda-Künzell. Ein Fest des Glaubens und der Freude war das Deutschlandtreffen der Charismatischen Erneuerung in der Katholischen Kirche. 1.300 Erwachsene, Jugendliche und Kinder waren aus allen Bistümern Deutschlands nach Fulda-Künzell gekommen, um - entsprechend dem Kongressmotto - „Leben an der Quelle“ zu tanken. Ausgiebige Lobpreiszeiten, praxisnahe Seminare, Workshops, Gebets- und Segnungsabende, Eucharistiefeiern, Angebote für Seelsorge, sowie ein buntes Freizeitprogramm für die ganze Familie wurden vier Tage lang geboten und begeistert angenommen.
„Lasst uns Tage an der Quelle haben und dem Geist Gottes Tür und Tor öffnen“ forderte Pfarrer Martin Birkenhauer, der Vorsitzende des Theologischen Ausschusses der Deutschland-CE beim Anfangsgottesdienst an Christi Himmelfahrt auf. Und die 1.300 Teilnehmer stellten sich innerlich auf Empfang. Berichte und Zeugnisse von Menschen, die nach Irrwegen aus Drogen- und Alkoholabhängigkeit durch den Glauben zu Jesus und zu einem christlichen Leben gefunden haben, zeigten das Wirken Gottes in der heutigen Zeit.
Einer der Höhepunkte war die Eucharistiefeier mit Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez. In seiner Predigt betonte er, dass die Jünger in ihrem Umgang mit Jesus erfahren haben, dass er der sei, der um Gott und um das Heil und Unheil des Menschen weiß. „Das Wissen um Gott und jenes um den Menschen hängen miteinander zusammen“, so Diez. Jesus kenne jeden durch und durch, ihn ihm und seiner Offenbarung sei das Heil des Menschen gegenwärtig, in ihm finde man die Wahrheit seines Lebens. „Gott hat sein Ohr an meinem Herzen“ zitierte der Weihbischof den Heiligen Augustinus und fragte, was Gott da bei jedem einzelnen wohl höre: Unruhe oder Ruhe, Herz-Rhythmus-Störungen, Kraftlosigkeit?
Der Weihbischof bat die Gläubigen, in ihren Liedern und Gebeten, die sie an Gottes Geist richten, zu bitten, „in unser Herz zu kommen und es in seiner innersten Tiefe zu erfüllen.“ Gottes Geist sei dem menschlichen Herzen nicht fremd. Er komme gleichsam „in sein Eigentum“, denn er habe es geschaffen. „Gottes Geist macht unser Herz hell“, hob der Weihbischof hervor und erinnerte, dass in diesen Tagen besonders um die Gaben des heiligen Geistes gebetet werde: „Herr gieße deine Liebe in unsere Herzen ein“.
Nach der Eucharistiefeier gestand Weihbischof Karlheinz Diez, dass es für ihn ein großes Erlebnis sei, „so viel Begeisterung zu erleben und mit so viel Freude gemeinsam Eucharistie feiern zu können“. „Man spürt, dass die Gaben des heiligen Geistes auf fruchtbaren Boden fallen, dass hier missionarischer Geist wirkt und es die Menschen förmlich drängt, dies nach außen zu tragen“ resümierte Diez. Das Motto „Leben an der Quelle“ erinnere ihn an die Kraft des Wassers, da er gerne an die Ursprungsquelle der Fulda gehe und ihn das frische, sprudelnde Wasser stets aufs neue fasziniere.
Gemeinsam mit dem Leitungsteam um den Sprecher der CE Deutschland, Diakon Helmut Hanusch, erlebten die 1.300 Gläubigen, dass Christus den Menschen Orientierung, Halt und Geborgenheit gibt. Das umfangreiche Kongressprogramm mit zahlreichen Seminaren und Workshops, Gottesdiensten und Beichtgelegenheiten, Konzerten und Podiumsgesprächen ermutigte die Teilnehmer in ihren jeweiligen Lebenssituationen, ganz auf den guten Gott zu vertrauen, voll und ganz aus der Quelle des Lebens zu schöpfen und sich aus der Quelle des ewigen Lebens, der Eucharistiefeier, die Nahrung zu holen.
Einen wichtigen Beitrag leisteten die Moderatoren Brigitte Schnitzler und Dr. Johannes Hartl, sowie die Prediger und Referenten Helmut Hanusch, Karl Fischer, Werner Nolte, Christof Hemberger, Dominik Heen und P. Hans Buob. Sie alle verstanden es auf ihre Weise, die Frohe Botschaft, Glaubensverkündigungen oder Informationen mit sehr viel Humor, aber auch aller Ernsthaftigkeit „unter das Volk“ zu bringen. „Gott handelt immer wie ein Gentleman, er klopft an, wartet bis er von uns eingeladen wird und handelt dann, in dem er auf uns zukommt“ erklärte Brigitte Schnitzler an einem Abend lachend.
Außer Rand und Band waren die Kinder beim „Family-Worship-Konzert“ mit Thomas Klein und die Jugendlichen und jung gebliebenen Erwachsenen beim „Late-Night-Worship“ Konzert. Insgesamt waren die verschiedenen Lobpreisgruppen stark und hatten große Führungsqualität bei den jeweiligen Diensten. Unermüdlich waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der der KidsCE und der Gemeinschaft „Chara“ im Einsatz, um mit den 180 Kindern, die zum Kongress gekommen waren, deutlich zu machen: Jesus ist super, er ist „bärenstark“. Auch die Verkündigung durch Anspiele bei den Gottesdiensten nahmen die Gläubigen tief mit hinein in biblische Szenen.
Besonders bewegend war zu erleben, wie Menschen „Schlange stehen“, um das Bußsakrament empfangen zu können. Die Priester waren quasi „rund um die Uhr“ im Einsatz für Seelsorge und Beichte.
Inspiriert und ansteckend nannten Teilnehmer die vier Kongresstage. Das Fazit einer Teilnehmerin: „Der Heilige Geist ist Spitze. Er lebt in der Kirche und wirkt auch heute noch. Dem Organisationsteam gebührt ein großes Lob und tief empfundener Dank für die geglückte Auswahl an Seminaren, Workshops oder Diskussionsrunden und die gelungene Durchführung dieses Glaubensfestivals im großen Rahmen.
“Text und Fotos: Irmgard Hilmer
Charismatische Erneuerung in der Kath. Kirche(zur Nachricht vom 29.5.2009)
Charismatische Erneuerung in der Kath. Kirche(zur Nachricht vom 29.5.2009)
Charismatische Erneuerung in der Kath. Kirche(zur Nachricht vom 29.5.2009)
19. Mai 2009
Anti-Gier-Camp in Siegwinden
In den letzten Jahren bekamen unsere Kinder immer mehr von Allem. Mehr Feste, mehr Geschenke, mehr Erlebnisse, mehr Genüsse, mehr Zucker, mehr Medien, mehr Elektronik – und damit viel mehr, als gut für sie gewesen wäre.
So verwöhnte man sie mit den Dingen, die sie sich für den Augenblick wünschten, und vernachlässigte die Dinge, die gut für ihre Entwicklung gewesen wären. Bei der fast täglichen Flut an Süßigkeiten, Geschenken und Krimskrams müsste doch, so könnte man meinen, irgendwann der Zeitpunkt erreicht sein, wo die Kinder sagen: „Wir haben jetzt genug und brauchen nicht noch mehr“.
Aber dem ist nicht so, im Gegenteil: Noch nie waren Kinder so satt wie heute, aber auch noch nie so unersättlich. Eltern aus dem Raum Bad Hersfeld hatten diese Maßlosigkeit im Alltag ihrer Kinder so satt, dass sie nicht mehr länger tatenlos zuschauen wollten.
Sie fragten sich, wie Sie die Gier in Ihren Kindern eindämmen und Genügsamkeit fördern könnten. Es wurde ihnen klar, dass es damit anfängt, ihnen ein gutes Vorbild zu sein, und darüber hinaus nötig ist, ihnen ein Umfeld zu gestalten, welches dieses Anliegen unterstützt. So reduzierten sie ihre teuren und häufigen Urlaubsreisen und organisierten stattdessen „Anti-Gier“-Freizeiten mit gleichgesinnten Eltern. Die erste Freizeit im Oktober 2008 war ein Experiment, denn es war völlig unklar, wie Eltern und Kinder auf die Herausforderungen reagieren würden. Von vorneherein wurde mitgeteilt, dass Süßigkeiten, elektrische Geräte, vorgefertigte Spiele und Taschengeld zuhause gelassen werden sollten, stattdessen war frühaufstehen und Dienst an anderen angesagt. Bedingt durch den Verzicht entwickelte sich auf der Freizeit soviel kreatives Potential, dass die Zeit ungewöhnlich viel Spaß machte. Die teilnehmenden Mädchen zwischen 10 – 15 Jahren waren begeistert und das Experiment geglückt.
Mittlerweile fanden zwei weitere Anti-Gier-Camps statt, das letzte vom 14. bis 18. April in Siegwinden, welches mit gut 30 Teilnehmern doppelt so gut belegt war wie das erste Camp. Diesmal gab es wieder eine Vielzahl von kreativen Spielen und Beiträgen. Auch beim Thema Radfahren wurde in Siegwinden Genügsamkeit praktiziert. Viele Teilnehmerinnen begnügten sich mit einem Rad und so war einer der Freizeithöhepunkte eine kreative Fahrrad-Staffel, bei der hauptsächlich Einräder an den Start gingen. Die Disziplinen auf der 150 m langen Radstaffelstrecke waren vielfältig: Drachen steigen lassen, laut Brüllen, ein frei erfundenes Lied singen, sich nass rasieren, einen Lachanfall simulieren u.v.m. Unter den Teilnehmern war auch eine 8-köpfige Einrad-Familie aus Sachsen, die in der deutschen Einradhockeyliga mitspielen. So gab es während der ganzen Freizeit reges Interesse am Einradfahren. Für die vielen Anfänger wurde eine Trainingsstrecke mit Holzbänken aufgestellt, die ihnen erste selbstständige Fahrversuche ermöglichte. Mancher hatte schon nach kurzer Zeit seinen Gleichgewichtssinn überlistet und konnte erste Freifahrversuche starten.
Die meisten Teilnehmer kannten sich vor der Freizeit nicht, hatten aber eine gemeinsame Basis im christlichen Glauben. Am Ende erkannte man die Relevanz eines Verses aus dem Neuen Testament, der aussagt, dass wahrer Glaube mit Genügsamkeit tatsächlich ein großer Reichtum ist. So war es interessant zu sehen, dass gerade auch die Kinder kaum Probleme mit dem Verzicht hatten, problematischer ist es da schon mit den Eltern. Es ist nicht leicht, Eltern zu finden, die dazu bereit sind, ihre Bequemlichkeiten und Annehmlichkeiten einzuschränken.
In der Hoffnung, dennoch Gleichgesinnte zu finden, sind auch für die Sommer- und Herbstferien 2009 wieder Anti-Gier-Camps geplant. Interessierte können sich informieren bei Familie Höchsmann unter 06621/409082.
Anti-Gier-Camp(zur Nachricht vom 19.5.2009)
Anti-Gier-Camp(zur Nachricht vom 19.5.2009)
12. Mai 2009
Pastor Sunday Adelaja wird angeklagt
Der ukrainische Pastor Sunday Adelaja beging sein 15-jähriges Dienstjubiläum zusammen mit Tausenden Gästen auf einer 3-tägigen Jubiläums-Party Anfang April in Kiew.
Überschattet wurde die Veranstaltung von einem Finanzskandal, bei dem es um die Veruntreuung von ca. 100 Mio. US-Dollar geht. Viele der Spender kommen aus Adelajas Gemeinde in Kiew. Das ukrainische Innenministerium behauptet, Adelaja sei persönlich an der nigerianischen Anlagegesellschaft „King's Capital“ beteiligt und hätte sich dort bereichert. Die Firma wurde von Mitgliedern aus der Gemeinde von Adelaja gegründet. Es wird damit gerechnet, dass die Gerichtsverhandlung schon bald beginnt.
Pastor Adelaja sagt zu dem Fall …
Pastor Adelaja sagt zu dem Fall, dass die Vorwürfe gegen ihn und den Kiewer Bürgermeister Leonid Chernovetsky politisch motiviert seien. Chernovetsky ist Mitglied in Adelajas Gemeinde. Das Gericht werde schon bald herausfinden, dass er unschuldig sei. Pastor Adelaja hatte wiederholt eine Verwicklung in den Fall von sich gewiesen. Die beiden Firmengründer hatten seine Aussagen gestützt. Weder Adelaja noch Chernovetsky hätten Geld oder andere Vorteile von der Firma erhalten.
Bei einer Verurteilung drohen Adelaja bis zu 12 Jahre Haft. Er war vom Innenministerium aufgefordert worden, das Land zu verlassen. Der Innenminister war bei der letzten Bürgermeisterwahl gegen Chernovetsky unterlegen.
http://www.charismamag.com/index.php/news/20424-sunday-adelaja-marks-15-years-in-ministry-in-spite-of-controversy?utm_source=MailingList&utm_medium=email&utm_content=Charisma+News+Online+04-20-09
7. Mai 2009
Die Zukunft des Christentums ist charismatisch
Die Zeitschrift „Zeitzeichen“ beschäftigt sich in ihrer aktuellen Ausgabe für den Monat Mai schwerpunktmäßig mit dem Thema „Charismatiker/Pfingstler. Mehrere Artikel beleuchten unterschiedliche Aspekte charismatischer Frömmigkeit, wie Sprachengebet, Prophetie, charismatisch geprägte Gemeinden und ein Buch über den Erfolg der charismatischen Bewegung. In einem theologischen Hintergrundartikel behandelt der Berliner Theologe und Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), Dr. Reinhard Hempelmann die charismatische Bewegung und stellt sie ungewohnt positiv dar.Am Ende steht gar die Aussage, dass die charismatische Bewegung noch weit mehr verändern wird, als sie es schon getan hat. Die Bewegung würde die weltweite Christenheit noch weit mehr prägen als sie es bereits jetzt tut und für grundlegende Veränderungen sorgen.
Hempelmann schreibt: Die rasante Ausbreitung pfingstlich-charismatischer Bewegungen in aller Welt mache diese zu einer Art christlicher Trendreligion. Und weiter: „Das Bewusstsein, Teil einer weltweiten und rasant wachsenden Bewegung zu sein, ist für alle Pfingstler und Charismatiker fundamental.“ Sie verstünden die dramatische Ausbreitung ihrer Glaubenspraxis als sichtbares Zeichen göttlichen Segens.
Am Schuß schreibt Hempelmann: „Das Christentum der Zukunft wird eines sein, in dem Visionen, Wunder, exorzistische Praktiken und Ekstase eine wesentliche Rolle spielen. Und es wird sein Zentrum in der südlichen Hemisphäre haben. Rückblickend auf das 20. Jahrhundert wird man wohl konstatieren müssen, dass die Entstehung der Pfingstbewegung für die Christentumsgeschichte ein ähnlich folgenreiches Ereignis gewesen ist wie die ökumenische Bewegung, die Annäherung und Zusammenarbeit der verschiedenen Konfessionen. Ob und wie beide Bewegungen in ein sinnvolles und fruchtbares Verhältnis zueinander treten, ist bis heute eine offene Frage und eine Zukunftsaufgabe.
Zur Zeitschrift Zeitzeichen
5. Mai 2009
Pastorenkonferenz des D-Netzes:
Gemeinsam nach Gottes Verheißungen ausstrecken
Vom 22. bis zum 25. April fand in Berlin die diesjährige Pastorenkonferenz des D-Netzes statt. Rund 300 Pastoren aus der gesamten Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland waren zusammengekommen, um aktuelle Fragen im Leib Christi zu thematisieren. Höhepunkte waren die Botschaften zur Teilnahme am aktuellen Geschehen unserer Zeit und der Vorbereitung auf die verstärkte Manifestation des Heiligen Geistes.
„Absolut hilfreich für unsere Arbeit“, „sehr beeindruckend“ und „äußerst erbauend“ lauteten einige Kommentare von Teilnehmern am Schluss der Konferenz. So waren denn auch die Themen, die im Rahmen der dreitägigen Konferenz besprochen wurden, an den Bedürfnissen der Gemeindepraxis ausgerichtet. Schon zu Beginn der Konferenz brachte der Gastgeber und Initiator des D-Netzes, Wolfhard Margies, zum Ausdruck, dass die Teilnehmer neben all dem Gehörten und Diskutierten auch Gott erleben sollten. Gelegenheit dazu gab es vielfach, denn das Programm war breit gestreut. So waren etwa Themen wie der Burnout (der übrigens am besten in der Arbeit und Kraft aus Gott vermieden werden kann, wer aus eigener Kraft arbeitet wird irgendwann ausgebrannt sein), die Kritikfähigkeit und Korrekturbereitschaft von Pasten, Aufgaben und Herausforderungen für Pastorenfrauen, die Gründung von Gemeinden, Jugendarbeit der Gemeinde aber auch der Kraft des Kreuzes Teil des Programmes.
Teilnahme an der Gesellschaft und Vision
Peter Wenz, Pastor der Biblischen Glaubensgemeinde in Stuttgart, betonte die Wichtigkeit von Information und Engagement von Christen in der Gesellschaft. Verstehen und Helfen sind nur dort möglich, wo Christen über die Situation der Menschen informiert sind und tätig werden. Am Beispiel eines Abgeordneten des Stuttgarter Landtages belegte er, dass Gott bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft hinein wirken will, wenn seine Diener vorbereitet sind-- gehorsam und frei von Angst. Die Nähe zu den Menschen und ihren Lebensumständen erhöht die Glaubwürdigkeit der christlichen Botschaft, so Peter Wenz. Er erklärte, wie Gott zu ihm sagte, „dass Millionen von Menschen in unserem Land bereit sind, Jesus anzunehmen und auch bei ihm zu bleiben, wenn sie nur einmal die Botschaft richtig erklärt bekommen“. Tenor seiner Botschaft war: Wenn wir bereit sind, als Instrumente für Gott bereitzustehen und nach Möglichkeiten suchen, die Frohe Botschaft mit unseren Mitmenschen zu teilen, dann wird Gott Möglichkeiten schaffen und Türen öffnen, damit dies auch geschehen kann. An Beispielen aus seiner jüngsten Vergangenheit erläuterte Peter Wenz, wie Gott ihn mit Menschen in Kontakt gebracht hat, die Jesus angenommen haben. Viele dieser Menschen sind in unserem Umfeld und in unserer Stadt. Hier haben wir eine Aufgabe. Aber mit Gott ist das zu schaffen und der Erfolg sicher.
Anstiftung zur Revolution
Unter diesem provokativen Titel erläuterte Wolfhard Margies seine Studienergebnisse zum Thema "Ausgießung des Heiligen Geistes". Er sprach regelrecht von einem „neuen Pfingsten“, das zu erwarten ist. Seine Gedanken bewegten sich um die Frage, „ob es eine Wiederholung von Pfingsten in irgendeiner Form gibt oder ob das Pfingstereignis vor 2000 Jahren ein einmaliges Geschehen war. Sie gipfelten in der Feststellung, dass sich dieses Pfingstereignis immer wiederholen kann und soll und dass es mithin ein dringend notwendiges Gebot ist, eine solche neue Erfahrung zu begehren“, so Margies. Bewegten sich in den letzen 200 bis 300 Jahren nur einzelne Personen oder kleinere Bewegungen in diesen Dimensionen von Heilig-Geist-Erfahrungen, so ist zu erwarten, dass der Strom derer anschwellen wird, die die Fülle des Geistes und der Herrlichkeit- und Krafterfahrungen suchen und finden werden. Diese werden dann die Norm bilden und die Christenheit sowie das ganze Weltgeschehen entscheidend prägen, bis die Gemeinde von der Erde genommen wird. Weiter erläuterte er, dass die Entfaltung des endzeitlichen Szenarios mit dem Auftreten des Antichristen unter dem Einfluss der reifen und triumphierenden Gemeinde der letzten Zeit gar nicht möglich ist. Seine Ausführungen führten zu dem Schluss: „Demnach ist durchaus zu erwarten, dass kommende Heilig Geist- und Pfingsterfahrungen stärker werden als die scheinbar unübertreffbare Pfingst-Urerfahrung vor 2000 Jahren in Jerusalem. Auch hier wird der spätere Tempel (die Gemeinde), der herrlichere sein. Wir gehen, wenn wir wollen, glanzvollen Zeiten entgegen … ohne das werden wir in unserm Auftrag scheitern“, so Margies.
Weitere Informationen
So hat sich die Versammlung erneut deutlich gegen die Bewegung „Wort und Geist“ von Helmut Bauer ausgesprochen, vom dem sich das D-Netz bereits 2006 getrennt hatte. Es wurde darauf hingewiesen, dass bereits zahlreiche Gemeinden durch diese Bewegung gespalten wurden. Pastoren sind angehalten mit Personen, die mit der Bewegung sympathisieren, zu sprechen und sie über die betreffenden Gefahren aufmerksam zu machen.
Redaktion:IMAGE Public RelationsAgentur für Öffentlichkeitsarbeit
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Belegexemplar erbeten
Bild: Pastorenkonferenz
Pastorenkonferenz in Berlin(zur Nachricht vom 5.5.2009)
1. Mai 2009
Zunehmendes Forschungsinteresse an Pfingstbewegung
„Heilung ihrer Nation“ – das sei der Wunsch vieler pfingstlich-charismatischer Christen in den Ländern Lateinamerikas, betonte der Bielefelder Theologe und Soziologe Prof. Dr. Heinrich Schäfer auf einer Fachtagung der Missionsakademie Hamburg. Mit ausdrücklicher Unterstützung ihrer Kirchenleitung beschäftigt sich die evangelische Missionsakademie verstärkt mit der rasanten weltweiten Ausbreitung pfingstlich-charismatischen Christentums. So stand die Tagung am 27. und 28. April 2009 unter dem Forschungsschwerpunkt „Pfingstbewegung in Transformation“.
Dr. Daniel Chiquete, von Hause aus mexikanischer Pfingstler, zur Zeit einer der vier Studienleiter der Hamburger Missionsakademie, führte die Teilnehmer in die Entstehung und Entwicklung der Pfingstbewegung in Südamerika ein. (Für die Herbstausgabe von Charisma hat er einen Artikel zu diesem Thema zugesagt.)
Über ihre Forschungen im afrikanischen Kontext berichteten Jörg Haustein (speziell Äthiopien), Brighton Katabaro (Tansania, und hier besonders die „Full Gospel Bible Fellowship Church“) und Werner Kahl (über die „Charismatisierung“ des Christentums in Ghana).
- Jörg Haustein ist wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Bergunder (missionswissenschaftl. Abt. der theol. Fakultät der Uni Heidelberg) und hat sich besonders mit der Internetplattform des von ihm mitinitiierten Interdisziplinären Arbeitskreises Pfingstbewegung (www. glopent.net/iak-pfingstbewegung) verdient gemacht.
- Brighton Katabaro, lutherischer Pfarrer aus Tansania, der gerade seine Dissertation an der Hamburger Universität eingereicht hat, nannte einige Gründe, warum Lutheraner in Tansania zu den Pfingstlern überwechseln:
Pfingstliche Charakteristika:
- klare biblische Lehre, z. B. im Hinblick auf Bekehrung/Wiedergeburt;
- Praktizieren der Wassertaufe als äußeres Zeichen der Bekehrung (vs. Säuglingstaufe);
- Gebet mit Menschen um die Befreiung von dämonischen Mächten;
- Glaube an göttliche Heilung und Praktizieren des Heilungsgebets unter Handauflegung;
- Frauen und Jugendliche können ebenso wie Männer durch den Heiligen Geist bevollmächtigt werden, Zeugen Jesu zu sein und
„mitfolgende Zeichen“ zu erleben.
- Privatdozent Dr. Werner Kahl, vor Kurzem erst mit einer Studiengruppe aus Ghana zurückgekehrt, weiß zu berichten, dass sich bereits morgens ab 4.30 Uhr Hunderte von Studierenden vor der staatlichen Universität zum Gebet treffen, oft dabei auf den Boden stampfen, um zu verdeutlichen, dass Satan unter ihren Füßen ist und Gott ihnen den Sieg und Segen an diesem Tag geben wird. Spät abends treffen sie sich wieder und danken dem Herrn für den verflossenen Tag. – Am traditionellen Trinity-Seminar macht Kahl etwa ein Drittel Pfingstler aus. Der Hamburger Theologe (lehrt NT an der Uni HH) sieht eine zunehmende „Charismatisierung“ des Christentums in Ghana.
Paradies Europa
Mit dem Titel des Filmes der aus Nigeria stammenden Regisseurin Joana Adesuwas Reiterer, mit dem sie Migranten auf Europa vorbereitet, verdichtete Dr. Moritz Fischer die globale Perspektive der Fachtagungsteilnehmer auf die europäische pfingstlich-charismatische Szene. In Europa leben nach gängigen Statistiken drei Millionen Afrikaner. Ca. 50% davon seien Christen – so Fischer. Die meisten dieser 50% wiederum pfingstlich-charismatisch geprägt. Fischer wörtlich: „Die Pfingstbewegung in Europa ist in ihrer zunehmenden internationalen Ausprägung ein transformativer, transkultureller Katalysator für das Hervorbringen und die Erfüllung religiöser Bedürfnisse.“
Dass bei Migration nicht nur die politische und ökonomische Sphäre ausschlaggebend ist, sondern eine geistliche mit bedacht werden muss, davon ging Frau Dr. Friede Youmba-Batana (Universität Bielefeld) aus. In den letzten Jahren beschäftigt sich die afrikanische Soziologin vermehrt mit der Erforschung ihrer eigenen Denomination: der Pfingstbewegung. Ihr ist es ein Anliegen, wissenschaftliche Erkenntnisse und gemeindliche sowie persönliche religiöse Erfahrung füreinander fruchtbar zu machen.
Über Migrationsgemeinden im Verhältnis zur evangelischen Kirche Deutschlands sprach abschließend Gastgeber Werner Kahl. Als afrikanische Gruppen bei evangelischen Kirchengemeinden anfragten, ob sie sich in ihren Räumlichkeiten versammeln dürften, erzeugte das zuerst große Unsicherheit. Man kannte diese Gruppen nicht und holte sich Rat bei den „Sektenbeauftragten“ der Kirche. Diese reagierten oft zurückhaltend, wenn nicht sogar warnend – und versahen die afrikanischen Gruppen teilweise mit dem „Sektenprädikat“.
Seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre haben, so Kahle, mainline-churches in Afrika Pastoren/Missionare nach Deutschland ausgesandt, um hier ihre verstreuten Gemeindeglieder zu sammeln und zu betreuen. Inzwischen reagierte die EKD entspannter auf Anfragen afrikanischer Pastoren zwecks Raumnutzung. Doch vereinbarte man eine Kostenbeteiligung. Erst später wurde den Verantwortlichen bewusst, dass viele der afrikanischen Christen sich in Deutschland als „evangelisch“ bezeichnen und bereits Kirchensteuer abführen, nun jedoch ein zweites Mal zur Kasse gebeten wurden.
Ein interessanter Vergleich zum Schluss: Die 130 evangelischen Kirchengemeinden im Raum Hamburg werden sonntäglich nach Kahles Schätzung von etwa 2.500 Personen besucht. Die 70–80 afrikanischen Migrationsgemeinden in Hamburg weisen etwa die gleiche Besucherzahl auf.
Bei der Auswertung der Hamburger Fachtagung war man sich einig, dass die Erforschung der weltweiten Pfingstbewegung weiter intensiviert werden soll. Neben den streng wissenschaftlichen Tagungen des Interdisziplinären Arbeitskreises Pfingstbewegung (Uni Heidelberg) will die Hamburger Missionsakademie auch pfingstliche Gemeinden sowie die Charismatische Erneuerung in Deutschland stärker einbeziehen.
Gerhard Bially
(Herausgeber der Zeitschrift Charisma – come Holy Spirit)
Joerg Haustein, IAKP, Uni Heidelberg(zur Nachricht vom 1.5.2009)
Studienleiter Dr. habil. Werner Kahl (links im Bild Dr. Biehl, Geschaeftsfuehrer der Missionsakademie)(zur Nachricht vom 1.5.2009)
Dr. Moritz Fischer, Neuendettelsau(zur Nachricht vom 1.5.2009)
Charismatische Erneuerung in der Kath. Kirche(zur Nachricht vom 29.5.2009)
Charismatische Erneuerung in der Kath. Kirche(zur Nachricht vom 29.5.2009)
Charismatische Erneuerung in der Kath. Kirche(zur Nachricht vom 29.5.2009)
Anti-Gier-Camp(zur Nachricht vom 19.5.2009)
Anti-Gier-Camp(zur Nachricht vom 19.5.2009)
Pastorenkonferenz in Berlin(zur Nachricht vom 5.5.2009)
Joerg Haustein, IAKP, Uni Heidelberg(zur Nachricht vom 1.5.2009)
Studienleiter Dr. habil. Werner Kahl (links im Bild Dr. Biehl, Geschaeftsfuehrer der Missionsakademie)(zur Nachricht vom 1.5.2009)
Dr. Moritz Fischer, Neuendettelsau(zur Nachricht vom 1.5.2009)