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20. Juli 2009
Tipp für den Start des neuen Schuljahrs: Der neue Duden im Medienpaket
In einer Zeitschriftenredaktion hat man normalerweise mit Sprache zu tun. Da ist man dankbar für den Duden. Wenigstens uns geht es so. Manche sind ja immer noch nicht von der neuen Rechtschreibung überzeugt, und meinen, daß das gar nicht so schlimm sei, das „daß“ immer noch mit „ß“ zu schreiben. Obwohl die neue Rechtschreibung schon längst verbindlich ist.
Warum die Schweizer doch wieder nicht recht mitgezogen haben? Wenn sie in ihren christlichen Büchern schreiben, dass wir „Busse“ brauchen, damit es im Gemeindeleben voran geht, muss sich der Durchschnittsdeutsche doch fragen, ob damit „innere Umkehr“ oder Transportmittel gemeint sind.
Wie die Rechtschreib-Entwicklung vorangeschritten ist, wollen wir an drei Beispielen verdeutlichen. Wir vergleichen miteinander die 22. Dudenausgabe (Juli 2000), die 24. Ausgabe (April 2006) und die neueste 25. Ausgabe (Jubiläumsausgabe Juli 2009).
Unter C suchen wir den Reformator Calvin (zum Calvin-Jahr 2009).
22. Ausg.: „Calvin, calvinisch“. Damit hat es sich. Doch als Redakteur denkt man weiter und sucht unter K. Hier: „Kalvinismus, Kalvinist, kalvinistisch“. Keine besondere Ehrerbietung gegenüber dem Genfer Reformator Johannes Calvin (1509–1564).
Ab der 24. Ausg. sind die gebräuchlichsten Formen fett gedruckt, die von der Duden-Redaktion empfohlenen (das kann die gebräuchlichste Form sein oder auch nicht!) gelb unterlegt. Unter C findet sich wieder „Calvin, calvinisch“. Unter K: kalvinisch, calvinisch; Kalvinismus, Calvinismus; Kalvinist(in), Calvinist(in); kalvinistisch, calvinistisch.
In der jetzigen Jubiläumsausgabe unter C: Calvin; calvinisch, kalvinisch; Calvinismus, Kalvinismus; Calvinist(in), Kalvinist(in); calvinistisch, kalvinistisch. Unter K nur noch: „kalvinisch usw. vgl. calvinisch usw.“
Charisma
Da wir schon mal bei dem Buchstaben C sind, wollen wir doch wissen, wie der Name unserer Zeitschrift und unseres Verlags „richtig“ ausgesprochen wird:
Im Jahr 2000 „ch“ mit Betonung auf 1. oder 2. Silbe.2006 kommt als Option die „k“-Aussprache in Betracht (wie Österreicher und Bayern China oder Chemie aussprechen). Das ist auch in der Neuausgabe so geblieben.
Kennenlernen oder kennen lernen?
Ein letztes Beispiel, mit einem zusammengesetzten Wort, das wir oft gebrauchen, weil wir die Nase im Wind (des Heiligen Geistes) haben wollen:
22. Ausg.: kennen lernen (ROT steht für „neue Rechtschreibung“) [alte Schreibung kennenlernen] (neue Regel: Man schreibt „kennen“ vom folgenden Verb immer getrennt).24. Ausg.: kennen lernen od. kennenlernen [Aha, hier empfiehlt der Duden trotz neuer Regel wieder die alte Schreibweise, die offensichtlich mehr einleuchtet].25. Ausg.: kennenlernen, kennen lernen [also beides möglich, doch empfiehlt nicht nur der Duden die Zusammenschreibung, sondern sie ist auch wieder die gebräuchlichere Form].
Deshalb gilt …
Ob erst 8-jährig oder über achtzig, für Jung und Alt ist es das Beste, wenn man/frau behände zur Übersichtsliste des neuen Duden greift, um des Weiteren das korrekt auf Deutsch zu sagen (besser: zu schreiben), was er/sie sich noch nicht im Einzelnen eingebläut hat und deshalb (wie mind. jeder Dritte) weiterhin im Dunkeln tappt. Hier findet der/die Suchende „eine kleine Auswahl der früheren Schreibungen, die heute in der Schule als Fehler gewertet werden“.
Ein bisschen Angst und Bange machen könnte einem das schon, doch fürs Erste ist die Liste ganz tauglich. Im Übrigen bzw. im Einzelnen und Besonderen kann ja jedes Mal im Hauptwerk bzw. auf der CD-ROM nachgesehen werden. Also – lieber nicht den Kürzeren ziehen, sondern sich im Voraus informieren. Entweder im Nachschlagewerk oder in der PC-Version, beides zusammen zum Einführungspreis von 25.- Euro (der „umfangreichste Rechtschreibduden, den es je gab“ – mit 5.000 Neuaufnahmen). Das finden wir super! Erscheint am 21. Juli 2009.
Ein Tipp zum Schluss: Eine lange Silbe behält das „ß“ (z. B. in Fuß), bei einer kurzen Silbe wird das „ß“ zu „ss“ – wie eben: Schluss!
Charisma-Redaktion
14. Juli 2009
Charisma gratuliert Horst Marquardt zu seinem 80. Geburtstag
Heute, am 14. Juli 2009, feiert der Pionier und Vordenker evangelikaler Publizistik, Pastor Horst Marquart, (Wetzlar) seinen 80. Geburtstag. Seit 1960 engagiert sich der ehemalige ERF-Direktor für Mission durch moderne Medien. Seit 54 Jahren ist er mit seiner Frau Irene verheiratet. Vier Kinder wurden ihnen geschenkt.
Aufgrund von Marquardts Engagement entwickelte sich Wetzlar zu einem Zentrum christlicher Medien. Hier war der Theologe ab 1960 am Aufbau von ERF Medien (vormals Evangeliums-Rundfunk) beteiligt, die er bis 1993 als Direktor leitete. Anschließend fungierte er als Internationaler Direktor für die mit dem ERF verbundene Radiomission „Trans World Radio“ (TWR) in Europa, in der GUS, dem Mittleren Osten und Afrika.
1970 gründete er die Evangelische Nachrichtenagentur idea, deren Vorstandsvorsitzender er ist, und 1975 den Christlichen Medienverbund KEP. Seine ersten journalistischen Erfahrungen sammelte der gebürtige Berliner im Sozialismus: 1949 und 1950 arbeitete er als Rundfunkredakteur in Potsdam. Nachdem er Christ geworden war, studierte er Theologie und arbeitete anschließend als Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche in Berlin, Wien und Wetzlar.
In der Methodistenkirche und später in seiner Funktion beim Evangeliums-Rundfunk lernte er den Bund Christlicher Posaunenchöre Deutschlands (BCPD) kennen und konnte (z.B. durch Kontakte mit Hessenverbandsvorsteher Erich Bially) die christliche Bläsermusik auch im ERF integrieren.
Marquardt hat die evangelikale Bewegung in Deutschland entscheidend mitgeprägt. Er sah sich dabei stets als Brückenbauer zwischen den verschiedenen theologischen Strömungen. Die Vereinigung Europäischer Medienorganisationen zeichnete ihn 1998 mit dem „Brückenbauer-Preis“ aus.
Deutlich wurde für uns seine Brückenfunktion bei dem alle zwei Jahre stattfindenden „Kongress christlicher Führungskräfte“ – zuletzt im Februar in Düsseldorf (vgl. Nachricht vom 1. März 2009). Nicht nur bei den Ausstellern, sondern auch unter den Mitwirkenden war der/die ein oder andere aus dem pfingstlich-charismatischen Lager. Und für diesen Kongress reiste Marquardt landauf landab und warb dafür, wo immer er werben konnte. Gemeinsam mit dem Unternehmer Prof. Jörg Knoblauch leitet er diesen Kongress, bei dem Verantwortungsträgern in Politik und Wirtschaft christliche Werte vermittelt werden.
Marquardt war Mitbegründer und 14 Jahre Vorsitzender des deutschen Zweiges des Lausanner Komitees für Weltevangelisation. Dem Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz gehörte er von 1969 bis zum Erreichen der Altersgrenze an. Marquardt hatte außerdem den Vorsitz des 1999 gegründeten Instituts für Islamfragen (Wetzlar) bis zum Jahr 2007 inne, das Christen über den Islam informieren und zu einem besseren Dialog mit Muslimen befähigen will. Bis 1991 war Marquardt Mitglied der von ihm 1980 mit initiierten European Evangelical Communicators Association (heute Fellowship of European Broadcasters). Von 1974 bis 1987 war er Mitglied im Hauptausschuss Rundfunk und Fernsehen des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) und einige male auch Sprecher beim Wort zum Sonntag in der ARD.
Wir wünschen Pastor Horst Marquardt noch weitere gesegnete, fruchtbare Jahre!
Horst Marquardt(zu 14.7.2009)
11. Juli 2009
„Mutter Teresa von Dresden“ verstorben
Sabine Ball, vom ARD als „Engel des Alltags“ bezeichnet, ist diese Woche unerwartet von den Betonbauten Dresden-Neustadts in die himmlische Herrlichkeit „versetzt“ worden. In ihrer Todesanzeige heißt es: „Wir sind dankbar, dass Sabine jetzt das sehen kann, an das sie voller Hingabe geglaubt hat.“
Geboren wurde Sabine am 9. September 1925 in Königsberg, „heimgegangen“ ist sie am 7. Juli 2009 in Dresden. Der offizielle „Abschied“ soll am Dienstag, den 14. Juli um 11 Uhr in der Kreuzkirche Dresden stattfinden.
Ich lernte Sabine Ball im Frühjahr 1972 kennen. Meine Freunde Reinhold Siegert (heute Pastor i.R.) und Bruce Behnken (heute Missionar auf den Philippinen) und ich bereisten zu jener Zeit die USA, um „erweckte Menschen und Gruppen“ sowie Orte der Erweckung und Erneuerung aufzusuchen. In Kalifornien sagten uns Leute: „Hier gibt es eine Deutsche, die als Mutter der Hippies bekannt ist. Sie leitet eine Kommune in Mendocina nahe der Küste.“
Bis vor kurzem war man auf The Land noch nackt herumgesprungen. Doch inzwischen hatte sich Sabine und ein Teil der Kommune Jesus Christus zugewandt und The Land in The LORDs Land umbenannt. Einerseits war das ein großes Zeugnis in der ganzen Gegend, andererseits blieben Spannungen unter den Bewohnern der Kommune nicht aus.
Ich erinnere mich, wie wichtig Sabine das Wort Gottes war und wie sie Bibelstunden miteinander hielten. Wie erfreut war sie, nun auch Jesus-People aus ihrem Heimatland kennenzulernen. Später besuchte sie uns dann im Jesus-Haus Düsseldorf, zumal sie Verwandte in Düsseldorf hatte.
Wer hätte damals gedacht, dass sie einmal ganz nach Deutschland zurückkehrt und in der Stadt ihrer traumatischen Jugenderinnerungen 1993 den sozialdiakonischen Verein „stoffwechsel“ gründet und dort zur „Mutter Teresa von Dresden“ (Dr. Herbert Wagner, früherer OB v. Dresden) wird. „Kriegsflüchtling, Millionärsgattin, Hippie-Farmfrau, Straßenkinder-Oma – der rote Faden ihres abenteuerlichen Lebens ist: Gottes Liebe in einer Seele von Mensch (Andreas Malessa, SWR Fernsehen).
Das zeigt sich auch in einem persönlichem Erlebnis, das ich nie vergessen habe, so unbedeutend es auch sein mag: Ich kam nach Dresden und wollte natürlich auch Sabine und ihre Arbeit besuchen. Doch sie war schon wieder im Begriff, zum nächsten Termin zu reisen. Als sie hörte, dass meine Quartierfrage noch nicht geklärt war, meinte sie, wenn sie jetzt weg ist, könnte ich doch in ihrem Bett schlafen.
Was vielen von uns nicht gelungen ist, das ist ihr geschenkt worden: Außerhalb der „vier Wände“ unseres Gemeindelebens effektiv in die Gesellschaft hineinzuwirken. Mit Resonanz bis in die höchsten Kreise: „Von Sabine Ball lernen wir mit Dankbarkeit, dass Hoffnungslosigkeit keinen Platz im Leben der Kinder und Jugendlichen haben darf“ (Alt-Bundespräsident Richard von Weizäcker).
Gerhard Bially
Im Andenken an Sabine Ball empfehlen wir:
Charisma 108: „Frauen im geistlichen Dienst“ mit einem Artikel über Sabine Ball und dem Zeugnis eines messianischen Juden, der Sabine noch aus jener Umbruchszeit Anfang der 70er Jahre kennt. Zu beziehen hier.
Steffen Kern: „Mehr als Millionen“ (die Erfolgsbiografie von Sabine Ball) und Roland Werner: „Mehr wert als Millionen“ (die Fortsetzung und der Dienst von Sabine Ball), beides erschienen im Brunnen Verlag. Zu beziehen hier.
Der Band „Sabine Ball. Begegnungen und Erinnerungen“ (mit Martin Schmiedel) wird posthum im September erscheinen.
Sabine Ball(zu11.07.2009)
8. Juli 2009
Das Oberste Gericht in Israel erklärt die Bäckerei einer messianischen Jüdin als „koscher“.
Anfang letzter Woche urteilte das Oberste Gericht in Israel, dass der Glaube der Inhaberin einer Bäckerei in Ashdod, dass Jesus der verheißene Messias ist, die Backwaren nicht „unkoscher“ werden lässt.
Das ist eine spektakuläre Konfrontation zwischen dem Oberrabbinat und dem Obersten Gericht. Die Bäckerin, Pnina Conforty, war gegen eine Entscheidung der obersten religiösen Autorität, ihr das „Kaschrut-Zertifikat“ zu entziehen, vor die vorgesetzte oberste weltliche Instanz gezogen und hat in vollem Umfang gewonnen.
Danach äußerte sie sich: „Ich habe drei Jahre auf diese Entscheidung gewartet, denn ohne das „Kaschrut-Zertifikat“ scheitert mein Geschäft. Endlich habe ich gewonnen. Das ist mein Baby.“
Der zuständige Rabbiner ist empört: „Es ist absurd, dass das Oberste Gericht den Rabbinern vorschreiben will, wie man die Speisegesetzte einhält.“ Das Rabbinat hatte in einem Kompromissvorschlag unannehmbare zusätzliche Auflagen gemacht, die aufgrund der Gleichbehandlung vom Gericht als nichtig erklärt wurden.
Ein Experte in Fragen der Beziehung zwischen Staat und Synagoge, Dr. Aviad Hacohen, sprach sogar von der Wahrscheinlichkeit eines neu aufflammenden religiösen Krieges in Israel.
Diese Entscheidung der obersten Rechtsinstanz in Israel ist ein wichtiger Schritt vorwärts auf dem Weg der Anerkennung des messianischen Glaubens in der jüdischen Öffentlichkeit.
Gebetsanliegen für Israel hier klicken
4. Juli 2009
Antonius von Herrnhut
Wie ein Obdachloser sesshaft wurde
Mein Name ist Anthony Boddey, ich war verheiratet und habe drei Kinder. Nach meiner Scheidung fing ich an Cannabis zu rauchen, weshalb ich meinen Job und meinen Führerschein verlor. Ich begann dann die doppelte Menge von dem, was ich vorher rauchte, zu konsumieren, und begann ebenfalls zu trinken. Dies wurde so teuer, dass ich anfing, selbst Cannabis anzubauen.
Dann, eines Tages, bin ich um 6.00 Uhr früh aufgestanden, zu der Zeit wenn ich normalerweise einen Joint rauchen würde. Aber an diesem Tag war es, als ob mir etwas sagte, meine Zuhause zu verlassen. Ich packte einen Schlafsack in einen Rucksack und machte mich in Richtung Südengland auf. Als ich in Dover ohne meinen Pass ankam, schlich ich mich auf einen LKW und kam so als Blinder Passagier an Bord einer Fähre nach Frankreich. Ich bin dann zu Fuß durch Frankreich bis Spanien gelaufen, und danach weiter nach Italien, wobei ich oft weder Essen noch Wasser bei mir trug.
Als ich nach Italien kam, verbesserte sich meine Lage ein bisschen. Ich bereiste den Großteil Italiens und fühlte mich geleitet, in den Norden Italiens zu gehen, über den Berg Susa. Von dort aus wanderte ich nach Deutschland, wo ich für ein paar Jahre blieb und entlang der Flüsse auf und ab lief.
Im August 2007 fand ich Arbeit auf einem Weinberg. Ich sparte mein gesamtes Geld um einen Traum, den ich schon viele Jahre hatte, zu verwirklichen. Ich wollte nach Amerika gehen. Ich hatte aber immer noch keine Passpapiere ... Also ging ich zur Britischen Botschaft und saß auf den Stufen bis sie mich an die Reihe nahmen. Mit meinem Pass in der Hand ging ich dann direkt zum Flughafen und kaufte ein Sofort-Ticket nach Amerika (JFK New York). Dort begann ich meine Reise nach Florida. Als ich am Strand in Miami Beach lag, sagte mir eine Stimme, ich solle wieder zurück nach Deutschland gehen. Das tat ich dann auch, fühlte mich dabei aber sehr depressiv, weil ich eigentlich nicht nach Europa zurückkehren wollte.
Wieder in Europa fing an, verschiedene Ärzte aufzusuchen, um Anti-Depressiva zu bekommen, aber ich nahm sie nicht. Ich hob mir 150 Tabletten auf. Als ich dann in einer kleinen Stadt ankam, nahm ich alle 150 Tabletten. Am nächsten Morgen wurde ich im Komazustand mit Hyperthermie gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Als ich zwei Tage später aus dem Koma erwachte, riss ich mir alle Schläuche heraus und lief davon, ohne allerdings wieder komplett gesund zu sein. Nun ging ich Richtung Stuttgart und von dort aus nach Düsseldorf. Unterwegs besorgte ich mir wieder Tabletten.
Als ich in Düsseldorf ankam, nahm ich wieder alle Tabletten. Wieder wurde ich bewusstlos gefunden und ins Krankenhaus gebracht, wo ich zwei Tage später ans Bett festgebunden aufwachte, und an einem Blutreinigungsgerät angeschlossen war. Die Ärzte sagten mir, dass ich nach Gerichtsbeschluss für mindestens zwei Wochen im Krankenhaus bleiben müsste. Sie hatten alle meine vorherigen Befunde vorliegen. Es war ein totales Wunder, dass ich überhaupt noch lebte. Als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, lief ich den Rhein hinauf, in Richtung Schweiz. Doch bereits zwischen Köln und Bonn sagte mir dieselbe Stimme, die ich vorher schon gehört hatte, ich solle wieder nach Düsseldorf umkehren.
Zurück in Düsseldorf – es war schon spät – ging ich direkt zu dem Ort im Wald, wo ich immer geschlafen hatte. Ich holte meinen Schlafsack raus, stellte mein Radio an und legte mich hin. Es fing an zu regnen. Plötzlich tauchte aus dem Nichts vor mir ein Mann auf einem Fahrrad auf. Er setzte sich zu mir und begann sich mit mir zu unterhalten. Er erzählte mir, dass er normalerweise bei so einem Regen direkt nach Hause fahren würde, aber sich diesmal entschieden hätte, zu halten um sich unterzustellen. Wir sprachen über Jesus und Gott und wir verabredeten uns für den nächsten Tag zum Frühstück. Er lud mich dann ein, ihn und seine Frau zu dem Gottesdienst des Düsseldorfer Jesus-Hauses zu begleiten. Ich nahm dankbar an. Er fragte mich, was ich mit meinem Leben tun wollte, und erwähnte, dass er einen Ort kennt, der vielleicht etwas für mich wäre. Er sagte, er würde sich darum kümmern. Einige Tage später trafen wir uns wieder, und bevor ich wusste, was los war, saß ich im Zug in Richtung einer kleinen Stadt in Ostdeutschland: Herrnhut. http://www.czherrnhut.de/jesus-haus
Ich bin jetzt seit fast einem Jahr hier. Ich habe mein Leben Jesus gegeben und Gott führt mich durch einen Prozess, in dem er mir beibringt, mich wieder zu sozialisieren, nachdem ich fast sieben Jahre auf der Straße gelebt habe. Ich habe an einem Alpha-Kurs teilgenommen, wodurch ich mehr über Gott und mich selbst gelernt habe. Gott hat wunderbare Menschen um mich gestellt, von denen ich sehr viel lerne. Er hat mein Leben auf alle möglichen Arten geändert – sowohl praktisch als auch geistlich! Ich hatte viele Zähne verloren, und jetzt habe ich neue. Letztens habe ich unserem Pastor erzählt, was Gott zu mir gesprochen hatte. Und den Sonntag darauf wurde ich gebeten, meine erste kleine Predigt zu halten:
Mini-Predigt:
Wenn du zu Leuten sagst, dass du ein Christ bist, sehen sie dich als etwas zum Anschauen. Etwa so, als ob du zu einem Ferrari-Vorführraum gehst. Du möchtest wissen, wie das Auto fährt und wie es sich so macht. Du möchtest hören, wie es läuft.
Wenn du ein Christ bist, möchten die Leute auch sehen, wie du dich so machst. Mein Ferrari war ein totales Wrack, obwohl der Motor in perfektem Zustand war. Das erste, was Gott an meinem Ferrari repariert hat, war das Radio, so dass ich in sprechen hören konnte. Obwohl ich das Äußere reparieren könnte, waren es die Leute um mich herum, die mein Inneres repariert haben. Mein Ferrari ist noch nicht komplett repariert. Aber selbst wenn er repariert wäre, er würde immer noch nicht fahren, bis ich ihn mit Benzin fülle.
Wenn ich den Tank nicht mit Benzin (mit dem Heiligen Geist) fülle, werde ich nirgendwo hinfahren können. Mein Ferrari würde noch nicht mal starten ohne Benzin. Und jetzt, wo ich den Heiligen Geist empfangen habe, schnurrt mein Ferrari wie ein Kätzchen.
Anthony Boddey, im Juni 2009
Anthony kocht und baeckt gern fuer andere(zu 04.07.09)
Anthony mit Charisma-Herausgeber Gerhard Bially vor dem Herrnhuter Wasserschloss von Jugend mit einer Mission(zu 04.07.09)
Horst Marquardt(zu 14.7.2009)
Sabine Ball(zu11.07.2009)
Anthony kocht und baeckt gern fuer andere(zu 04.07.09)
Anthony mit Charisma-Herausgeber Gerhard Bially vor dem Herrnhuter Wasserschloss von Jugend mit einer Mission(zu 04.07.09)