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31. Januar 2009
Erste Marriage Week in Deutschland: Netzwerk für die Ehe
Bundesweite Aktions- und Themenwoche vom 7. bis 14. Februar 2009
Vom Wellnesshotel über Kinobetreiber und Tanzschulen bis hin zu Bildungshäusern, Kirchengemeinden und christlichen Gemeinschaften quer durch alle Konfessionen: Mehr als 100 Partner aus ganz Deutschland machen Angebote für die Marriage Week. „Gutes für Ehepaare“ – so lautet das Motto der ersten deutschen Themen- und Aktionswoche, die vom 07. bis 14. Februar stattfindet.
Rund 200 Veranstaltungen werden bundesweit stattfinden. Auch Eutin – zwischen Lübeck und Kiel gelegen – macht mit. Der örtliche Initiativ-Kreis überzeugte Vertreter der regionalen Wirtschaft und des Gewerbes vor Ort, bei der Marriage Week dabei zu sein. „Seitdem trudeln die Angebote ein“, berichtet Koordinator Nathanael Gerber. Eine Tanzschule lädt zum Auffrischungs-Kurs ein, ein Schmuckgeschäft poliert kostenlos Trauringe. Die Lokalmedien widmen sich mit eigenen Beiträgen dem Thema Ehe und Familie.
Auch in Süddeutschland stößt die „Marriage Week“ auf Interesse. Erlangen bietet u. a. ein Candle-Light-Dinner und einen Ehe-Pa(a)r-Cours mit Besichtigungstour durch die Innenstadt an. Die oberbayrische Kleinstadt Landsberg am Lech ist ein gutes Beispiel dafür, was eine relativ kleine Regionalgruppe von engagierten Bürgern in kurzer Zeit auf die Beine stellen kann: Im dortigen Rathaus lädt der Oberbürgermeister zum Sektempfang für Neuvermählte ein; 11 weitere Veranstaltungen in der Region werden in dem Programm-Flyer aufgeführt, der dort seit einigen Tagen verteilt wird: “Hilfe – wir sind so verschieden!" lautet der Titel eines Vortrages mit Angela Zeidler-Fresz und Andreas Fresz, die als Eheberater und Leiter des europäischen Familiendienstes von Jugend mit einer Mission (JMEM) tätig sind und ihre Einsichten anderen Paaren weiter geben wollen. Negen einem interkulturellen Abend im Mehrgenerationenhaus mit dem Titel “Du und ich – zwei Kulturen – Miteinander" gibt es einen Segnungsgottesdienst für Paare und andere kirchliche Veranstaltungen. Ehepaare können im Schloss Hurlach ein Candle-Light-Dinner genießen oder im Landsberger Kino einen Film anschauen, der speziell für diese Woche ausgesucht wurde.
Siegbert Lehmpfuhl vom Vorstand der deutschen Initiative Marriage Week e. V. freut sich über die rege Beteiligung so vieler unterschiedlicher Veranstalter: „Die Premiere in Deutschland hat viele Partner in ein Boot geholt!“
Die Marriage Week hat ihren Ursprung in Großbritannien. Der Unternehmer Richard Kane hatte dort mit seiner Idee eine Welle angestoßen und u. a. auch das Ehepaar Tony und Cherie Blair als Unterstützer gewonnen. ZDF-Intendant Markus Schächter und seine Frau Veronika haben die Schirmherrschaft für die Marriage Week in Deutschland übernommen und für den Startschuss am 7. Februar Richard Kane und einige Paare aus dem deutschen Initiatoren-Team nach Mainz eingeladen. Schächter freut sich, dass die Marriage Week Ehebeziehungen stärken will und sieht große Herausforderungen dafür auch in der Medienwelt.
Info-Link: www.marriage-week.de
Veranstaltungsübersicht (nach PLZ geordnet): http://www.marriageweek.de/veranstaltungen.html
Die Marriage Week in der:
Region Eutin: http://www.marriageweek.de/veranstaltungen.html#2
Region Erlangen: www.marriageweek-erlangen.de
Region Landsberg: www.marriage-week-landsberg.de
Quelle: Presseteam der Marriage Week Deutschland e. V.
21. Januar 2009
Reaktion auf Wirtschaftskrise
Christen beten für Automobilhersteller
Die Finanzkrise hat längst die Realwirtschaft erfasst.
Auch einer der größten industriellen Arbeitgeber im Rhein-Main-Gebiet steckt tief in der Krise. Sinkende Absatzzahlen, teilweise bedingt durch Schwierigkeiten des Mutterkonzerns GM in Amerika und fehlende Liquidität gaben „Opel“ in Rüsselsheim Anlass zu düsteren Prognosen. Große Sorgen um den Arbeitsplatz bis hin zu tiefen Existenzängsten plagen viele Mitarbeiter, und das mittlerweile nicht nur bei Opel, sondern auch bei den Zuliefererbetrieben.
Doch die Christen aus der Region haben einen Schritt der Hoffnung getan: Mitarbeiter aus dem Opelwerk Rüsselsheim trafen sich noch vor der Jahreswende gemeinsam mit Pastoren aus dem Rhein Main Gebiet in einer Rüsselsheimer Gemeinde der evangelischen Allianz zum Beten.
Selbst Ehefrauen von Mitarbeitern und Kollegen aus dem Vertrieb einer anderen großen Automarke in Deutschland kamen, um im Gebet mitzutragen. Und Gebetsgruppen aus Stuttgarter Autofirmen hatten sich aus der Ferne mit Gebetsunterstützung für die Situation der „Opelaner“ mit eingebracht.
Eröffnet wurde der Abend mit Dank: dass es bisher für Opel Deutschland und das Werk in Rüsselsheim im besonderen noch so gut aussieht. Man hatte sich bei der letzten Opelkrise schon einmal in dieser Konstellation zum Beten getroffen und danach so fantastische Konditionen gerade in Rüsselsheim bekommen, dass es einen richtigen Aufschwung in der Arbeit vor Ort gab. Auch machte man sich dankbar bewusst, wie unverdient positiv das Arbeitsplatzgarantiepaket der „Opelaner“ mit ihrem Konzern ist und welches Vorrecht es für die Christen ist, aktuell mit betenden Christen im ganzen Weltkonzern verbunden zu sein (Daewoo in Korea und GM in Amerika und Christen bei Saab).
Eine tiefe Buße über die negative Haltung und das aktive „Lästern“ gegenüber der eigenen Firmen- und Werksleitung schloss sich dem Dank an. Im Hinblick auf den (verständlichen) Ärger (bis hin zum Hass) gegenüber der amerikanischen Konzernleitung baten einige Teilnehmer Gott um Vergebung.Eine junge Frau mit amerikanischem Akzent bat plötzlich mit Tränen in den Augen in Englisch die Anwesenden stellvertretend um Vergebung für den Stolz , den Egoismus und die Gier ihrer Landsleute im GM Management und der Bankenwelt, die damit auch die deutschen „Opelaner“ mit in diese schwierige Situation gebracht haben. Gottes Geist wirkte tief, als Vergebung von den Werksmitarbeitern ebenso stellvertretend ausgesprochen wurde, und eine innere Last viel einige vom Herzen.
In der Fürbitte traten die Beter nun für eine Offensive der Ehrlichkeit, für eine neue Offenheit und Transparenz in der internen Kommunikation ein. „Wir beten für einen Neuanfang des Vertrauens zwischen Management und Werkstätigen, zwischen den einzelnen Abteilungen und zwischen Kunden und Verkauf.“ Anstelle von Gier und Egoismus bat man Gott um neue Wege der Gerechtigkeit im Umgang der „Hierarchie“ mit den unterschiedlichen Konzernteilen sowie für den Umgang von Arbeitgeber/Vorgesetzten zu den Arbeitnehmern und nicht zuletzt auch für das Verhältnis zu den Zeitarbeitskollegen und den anderen externen Mitarbeitern.
Ganz konkret wurde für neuerliche Steigerung der Absatzzahlen, namentlich des neuen Modells Insignia gebetet. Was dann 48 Stunden später in den Zeitungen schon zu lesen war: Für’s neue Jahr Insignaproduktion durch Sonderschichten von täglich 600 auf 800 Autos erhöht.
Aber es wurde auch für die gesamte Autobranche gebetet:
* dass sich die Firmen auf solide Absatzzahlen einstellen,
* dass die Finanzierungen für die Käufer verantwortlich gehandhabt werden
* dass ehrliche solide Produkte von den Bändern rollen und
* die richtigen Modellentwicklungen angestrebt werden.
Auch die Entscheidungsträger anderer Firmen und die Verbandsverantwortlichen in der Autoindustrie und der gesamten Zulieferungsindustrie wurde der Führung Gottes anbefohlen, bis hin zu den Einzelhändlern in Rüsselsheim, die durch die Zurückhaltung der verängstigten Konsumenten in Schwierigkeiten kommen können.
Eine Gebetsrunde für wachsende Offenheit der Mitarbeiter aller Werke auch im Blick auf spirituelle Fragen angesichts der existentiellen Bedrohung des Arbeitsplatzes bildete den Abschluss des Treffens.„O wohl dem Werk, o wohl der Stadt, da diesen König bei sich hat“, stimmte jemand in Anlehnung an eine Strophe des in vergangenen Wochen oft gesungenen Adventsliedes „Macht hoch die Tür“ an. Hoffnung hatte sich breit gemacht und Vorfreude auf das Eingreifen Gottes in Rüsselsheim, bei Opel und darüber hinaus.
Viele Anwesende tauschten noch Adressen aus und informierten sich über Gebetstreffen bei Opel. „Gottes Reich ist auch bei Opel nahe herbeigekommen“, war das Resümee des Initiators Bernd Oettinghaus vom Netzwerk Gemeinsam für Rhein Main, das zu diesem Treffen eingeladen hatte. „Wenn wir Christen aus der Region lernen die gesellschaftlichen Herausforderungen auch als eine geistliche Herausforderung zu sehen, kann sich das Reich Gottes auch durch die Christen in den säkularen Lebenswelten ausbreiten. Dazu sollten Pastoren und Pfarrer ihre Gemeindeglieder ausbilden, ermutigen und auch aussenden. Gebet in den Firmen ist so vielleicht der Anfang eines neuen christlichen aktiven Mitverantwortung- Tragens in allen Lebensbereichen, nicht nur von Amts wegen, sondern durch jeden Christen vor Ort.
“ Nähere Auskunft: Bernd Oettinghaus, Hohemarkstr. 8, 60439 Frankfurt/Main.E-Mail: bernd.oettinghaus@gmx.de
12. Januar 2009
Gebet intensivieren
Deutschland als Vorreiter für weltweite Erweckung?
Gebetsmissionar Pastor Nuwasiima aus Uganda, erhielt - wie er sagt - ein besonderes Wort von Gott für Deutschland.In diesem Impuls wird verstärkt zum Gebet motiviert. Angesichts der vom 11. bis. 18. Januar auch in unserem Land stattfindenden Allianz-Gebetswoche möchten wir diesen geistlichen Eindruck weitergeben.
Wie in Uganda und anderenorts kann und will Gott auch unsere Gebete erhören und Segen entstehen lassen. Insofern soll uns dieser prophetische Impuls ein Ansporn sein.
Andererseits findet Nowasiimas Aufruf nicht ungeteilte Zustimmung. So schrieb im Dezember 2008 Pastor Dr. Heinrich Christian Rust (Braunschweig) an den KCL (Kreis Charismatischer Leiter): "In den letzten Wochen habe ich sehr häufig Anfragen bekommen, wie ich zu dem Wort von Pastor Nuwasiima stehe, das ja doch inzwischen eine weite Verbreitung gefunden hat. Ich habe hierzu einige Gedanken verfasst und leite sie Euch zu Eurer Kenntnisnahme weiter."
Geistlicher Eindruck von Pastor Nicodemus Nuwasiima z.Z. Gebetsmissionar in Deutschland
Ein beachtenswertes prophetisches Wort
I want to take this opportunity to thank the Lord because of His mercy and grace that he has upon us His children. And again I want to thank the Lord for the great plan that He has for Germany and the way how He loves Germany as a nation.
Now I am a prayer missionary in Germany but when my organisation sent me to this country I didn't have a burden for Germany, although I loved Germany.
When I arrived in this nation I started praying in order to know what the Lord wanted me to do and to get direction of how to pray for this nation. It was Sunday morning at 4am, I was sleeping and I got a dream which caused me to enter into prayer. This is what I got: I heard in my spirit a word, saying that Germany in in the labour ward and it is the time to push on that the child may come out.
And I was asking in my spirit, what do you mean to give birth? And I heard this in my spirit: Germany is about to give birth to revival and if they may pray and revival comes down they are going to spearhead end-time revival for the glory of the Lord. In my heart I was happy. But again I heard this in my spirit which caused me to have a burden for Germany: He said, but the church in Germany is fearing to pay a price for revival, and this is what I felt: When the church does not push on in prayer (pay a price) the ennemy is going to divert revival to use it in the wrong way and I heard it clearly in my heart then the ennemy will use Germay to be among the first nations to support the movement of antichrist in the whole world, instead of revival.
It grabbed my heart and I started crying up to now that God may rise His faithful ones (remnant) to stand on the walls of this nation as watchmen to cry to the Lord for mercy and strength without ceasing until Germany becomes the praise of the Lord. And this is the scripure that God gave me: Isaiah 62:6-7. So it is my cry and my prayer that remnants in the land may rise up and we pray. I am not saying that there is no prayer in the land but God is calling us to raise a level of prayer that causes to give birth to revival in the land.
Please church in Germany, I urge you, please let us pay a price for the last pain to give birth to the revial that the Lord is promising us.
May God bless you.
Yours in His service,
Nicodemus
Übersetzung: Brief von Nicodemus Nuwasiima
Ich möchte diese Gelegenheit wahrnehmen, dem Herrn für Seine Gnade und Barmherzigkeit zu danken, die er für Seine Kinder hat. Und wiederum möchte ich dem Herrn für Seinen großartigen Plan danken, wie sehr Er Deutschland als Nation liebt.
Im Moment bin ich als Gebetsmissionar in Deutschland, als meine Organisation mich in dieses Land geschickt hat, hatte ich keine Gebetslast für Deutschland, obwohl ich Deutschland liebte.
Als ich in Deutschland ankam, fing ich an zu beten, um herauszufinden, was der Herr von mir erwartete, und um von Ihm Anweisungen zu bekommen, wie für dieses Land beten sei. Es war Sonntagmorgen um 4 Uhr früh, als ich einen Traum hatte, der mich ins Gebet führte. Es war folgendermaßen: Ich hörte in Geist ein Wort, dass Deutschland sich im Kreissaal befindet und dass es Zeit ist, zu pressen, damit das Kind herauskommt
Ich fragte in meinem Geist: Was meinst Du damit, dass Deutschland ein Kind bekommt? Ich hörte Folgendes in meinem Geist: Deutschland steht kurz davor, eine Erweckung zur Geburt zu bringen, wenn die Deutschen beten, dann wir der Herr Seine neue Salbung und Seinen Geist der Erweckung auf Sein Volk ausgießen. Und Deutschland wird die Endzeiterweckung anführen zur Ehre Gottes. In meinem Herzen war ich glücklich. Aber wieder hörte ich in meinem Geist etwas, das mir eine Gebetslast für Deutschland gab: Er sagte: Aber die Gemeinde in Deutschland hat Angst davor zu beten und den Preis für Erweckung zu bezahlen. Wenn die Gemeinde nicht im Gebet vorwärtsgeht (einen Preis bezahlt), dann wird der Feind die Erweckung pervertieren, ich hörte es klar in meinem Herzen, dann wird der Feind Deutschland brauchen, dass es eines der ersten Länder wird, was die Bewegung des Antichristen weltweit unterstützt, statt Erweckung.
Es ergriff mein Herz und ich fing an, zum Herrn zu schreien, dass Er Seine Getreuen (den Überrest) hervorbringt, dass sie auf den Mauern dieser Nation als Wächter stehen und ohne Unterlass zum Herrn rufen, bis Deutschland der Lobpreis des Herrn wird. Und Gott gab mir folgende Bibelstelle: Jesaja 62,6-7. So ist es mein Herzenswunsch und mein Gebet, dass der Überrest im Land aufsteht und dass wir beten. Ich sage nicht, dass kein Gebet im Land sei, aber Gott ruft uns als Leib Christi
das Gebetslevel anzuheben, damit im Land Erweckung zur Geburt kommt.
Bitte, Gemeinde in Deutschland, es ist dringend, bitte lasst uns einen Preis bezahlen für die letzten Geburtswehen, welche die Erweckung hervorbringt, die der Herr uns verspricht.
Möge Gott Euch segnen.
In Seinem Dienst,
Euer Nicodemus
Stellungnahme von Pastor Dr. Rust zum Wort von Pastor Nicodemus Nuwasiima:
Pastor Nuwasiima arbeitet als Gebetsmissionar für World Trumpet Mission (WMT). Dieses Werk ist vor einigen Jahren von John Mulinde ( Uganda) gegründet worden und es gibt gute Spuren des Segens Gottes darin.
Ich schätze es so ein, dass der Traum, von dem Pastor Nuwasiima spricht, auch einen Impuls Gottes enthält, - allerdings stärker für Pastor Nuwasiima persönlich. Ich habe nicht den Eindruck, dass Gott ganz Deutschland hier erneut auf eine bevorstehende Erweckung im Sinne einer Verheißung prophetisch hinweist. Sehr zurückhaltend bin ich in Bezug auf den Teil der Prophetie, in dem es heißt, dass Deutschland „die Endzeiterweckung anführen wird“.
Diese Verheißung ist gekoppelt mit der Bedingung, dass wir in Deutschland kräftig im Gebet (Wächterdienst – Jes 62, 6+7) zulegen sollen.
Skeptisch macht mich hier, dass wir Deutschen in unserem Stolz irgendwie angesprochen werden. Wenn man die Veröffentlichungen von WMT Int. liest, so kommt man jedoch schnell zu der Einsicht, dass John Mulinde und seine Mitarbeiter das Land Uganda hier in der Vorreiterrolle sehen. Es ist bei WMT wohl ein bekanntes und übliches Paradigma, dass es eine weltweite Erweckung geben wird und dass hier einzelne Nationen eine Vorreiterrolle spielen.
Skeptisch bin ich auch bei der Aussage, die hier einen enormen Druck ausüben kann, nämlich: dass Deutschland eines der ersten Länder sein könnte, die vom Antichristen gebraucht werden und zwar: wenn wir nicht in dieser Weise intensiver beten und den Preis für die Erweckung bezahlen.
Wir haben vergleichbare Impulse in den letzten Jahren bekommen. John Mulinde hat seinerzeit – auch mit prophetischem Anspruch – davon gesprochen, dass ganz Deutschland in unterschiedliche strategische geistliche Zellen und Netzwerke aufgeteilt werden müsse, wenn die Erweckung kommen soll. Dann hatten wir 2007 den Impuls von Cindy Jacobs, die uns sagte, dass wir in Deutschland die Erweckung verhindern würden, wenn wir nicht den Buß-und Bettag wieder einführen. Es ist ja auch immer mit der persönlichen Berufung derer verbunden, die hier diesen Impuls weitergeben. Pastor Nuwasiima hat den Auftrag, als Gebetsmissionar in Deutschland zu arbeiten. Er selber sagt, dass er zunächst keine Gebetslast für unser Land auf dem Herzen hatte. Es kann sein, dass Gott ihm diesen Traum gegeben hat, um uns hier in unserem Gebet stärker zu unterstützen.
Ich kann nach allem Gebet und Prüfen hierin nicht ein klares prophetisches Reden unseres Herrn für unser gesamtes Land erkennen. So sehr ich mir auch eine landesweite geistliche Erweckung wünsche, so sehr ich es verstärken und unterstützen möchte, dass wir intensiver und ernsthafter auch in die Gebetsdienste gehen – ohne Zweifel, das gefällt Gott!
Diesen Impuls, das Gebet für unser Land stärker und ernsthafter wahrzunehmen, kann ich als von Gott sehr gut annehmen. Er deckt sich mit vielem, was wir sonst auch im Hören auf Gott wahrnehmen.
Die ganzen Implikationen, die dieses Wort auch enthält oder mitschwingen lässt, kann ich nicht in der Klarheit als ein Reden des Geistes Gottes für unser ganzes Land erkennen ( Deutschland Vorreiterrolle in der weltweiten Erweckung; wenn nicht genug gebetet wird, dann eher Vorreiterrolle bei dem Antichristen). Hier schwingt etwas mit, was Druck und eine angeblich göttlich vorgegebene Kausalität anzeigen soll.
Wie heißt es doch: Prüfet alles, und das Gute behaltet! ( 1.Thess 5,21)
Ja, ich kann in dem Votum von Pastor Nuwasiima hören, dass Gott offensichtlich auf dem Herzen hat, dass wir hier in Deutschland unser Gebet ernster nehmen sollen als bisher.
Nein, ich kann nicht erkennen, dass Gott die Erweckung in der Intensität des Gebetes und der Ernsthaftigkeit allein begründet. Ich kann es auch nicht als prophetischen Impuls hören, dass Gott Deutschland zu einer Vorreiterrolle in der weltweiten Erweckung stellen will, so sehr ich mir das auch wünschen würde. Nein, ich kann auch die geradezu drohenden Akzente nicht als prophetisches Reden wahrnehmen: Wenn ihr nicht so intensiv betet, dann wird der Feind euch gebrauchen für den Antichristen.
6. Januar 2009
Prof. A. Riccardi (Sant’Egidio) wird mit dem Karlspreis 2009 für sein christliches Verständigungs-Engagement geehrt
Das Direktorium der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen hat entschieden, im Jahr 2009 den italienischen Historiker und Gründer der christlichen Gemeinschaft von Sant’Egidio, Prof. Dr. Andrea Riccardi, mit dem Internationalen Karlspreis auszuzeichnen. Dabei wird er in der Begründung als "großer Europäer" bezeichnet, der sich "für ein menschliches und – innerhalb wie außerhalb seiner Grenzen – solidarisches Europa, für die Verständigung von Völkern, Kulturen und Religionen und für eine friedlichere und gerechtere Welt" engagiert. Ausdrücklich werden auch der Dienst der Nächstenliebe und der "Verständigung über alle konfessionellen und nationalen Grenzen hinweg" gewürdigt. Zusammen mit der christlichen Gemeinschaft von Sant'Egidio leiste er "einen bedeutenden Beitrag für eine friedlichere und gerechtere Welt".
2008 war Bundeskanzlerin Angela Merkel im Krönungssaal des Aachener Rathauses mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. Früheren Karlspreisträger waren u. a. Konrad Adenauer, Alcide de Gasperi, Václav Havel, König Juan Carlos I. von Spanien, Frère Roger und Roman Herzog.
Die Gemeinschaft Sant’Egidio, die 1968 von Andrea Riccardi in Rom als Laienbewegung von Schülern und Studenten gegründet wurde, ist eine von der römisch-katholischen Kirche anerkannte geistliche Gemeinschaft. Sie ist nach ihrem Hauptsitz, dem ehemaligen Kloster Sant’Egidio im römischen Stadtteil Trastevere, benannt. In Deutschland wurde Prof. Andrea Riccardi v. a. durch seine Beteiligung an Begegnungen zwischen katholischen, protestantischen und interkonfessionellen Bewegungen (beispielsweise 1999 in Ottmaring) und am Kongress "Miteinander für Europa" (2004 und 2007 in Stuttgart) bekannt, an dem viele charismatisch geprägte Gemeinschaften teilnahmen.
Das Karlspreis-Direktorium bezeichnet in seiner Begründung Andrea Riccardi als "[...] einen großen Europäer, der sich im besten Sinne der Nächstenliebe und Nächstenhilfe in den Dienst seiner Mitmenschen stellt, der mit leidenschaftlichem Engagement für die Verständigung über alle konfessionellen und nationalen Grenzen hinweg eintritt und der mit der Gemeinschaft von Sant'Egidio einen bedeutenden Beitrag für eine friedlichere und gerechtere Welt leistet."
Der Aachener Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden betonte, in Zeiten einer beispiellosen Finanz- und Wirtschaftskrise gelte sein Wort, dass dieses Europa nicht nur von Einzelinteressen und von der Wirtschaft geprägt sein dürfe. Riccardi habe großen Einfluss auf junge Menschen, „er versucht, jungen Menschen einen Sinn fürs Leben zu geben.“ Ferner stellt das Direktorium der Gesellschaft in seiner Begründung fest: "[...] Hohe internationale Beachtung findet Riccardi vor allem als „Spiritus rector" der Gemeinschaft von Sant'Egidio, die er als Gymnasiast 1968 gemeinsam mit einigen Freunden in Rom gründete. Die katholische Laienbewegung wuchs sich in den vergangenen vier Jahrzehnten zu einem weltumspannenden Beziehungsnetz aus, das [...] über 50.000 Mitglieder zählt, die in mehr als 70 Ländern auf vier Kontinenten engagiert sind [...]. Neben dem gemeinsamen Gebet und der Weitergabe des Evangeliums haben sich die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Gemeinschaft die Freundschaft mit den Armen, die Ökumene und den Dienst am Frieden zum Ziel gesetzt. [...] In seiner rund 40-jährigen Arbeit hat Andrea Riccardi damit ein herausragendes und beispielgebendes Zeichen für die europäischen Werte des Friedens, der Solidarität und der Menschenwürde und darauf basierendes zivilgesellschaftliches Engagement für eine bessere Welt gesetzt."
Sant'Egidio und Andrea Riccardi waren bereits früher ausgezeichnet worden, so unter anderem mit dem Weltfriedenspreis der Methodisten (1997). 2003 rief das renommierte Nachrichtenmagazin „Time" den Italiener zu einem „europäischen Helden" aus. Prof. Riccardi wird die Auszeichnung am 21. Mai 2009 (Christi Himmelfahrt) im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses entgegennehmen.
Es ist vorgesehen, dass die Sommerausgabe von Charisma auf die Gemeinschaft von Sant'Egidio und auf die Preisverleihung an A. Riccardi eingehen wird.
Info-Links:
- Entstehung und Schwerpunkte der Gemeinschaft Sant’Egidio: http://www.santegidio.org/de/contatto/cosa_e.html
- Video vom "Weihnachtsessen" in Rom: mms://video.santegidio.com/eventi/newsvideo/natale2007SMIT.wmv
- Gemeinschaft Sant’Egidio und der Friedensschluss in Mosambik (1992): http://www.santegidio.org/de/pace/pace3.htm
- Gemeinschaft Sant’Egidio und Evangelisation: http://www.santegidio.org/de/contatto/cosa_e_3.html
- Video von der Pressekonferenz im Aachener Rathaus mit dem Sprecher des Karlspreisdirektoriums:
http://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/aachen_profil/preise_auszeichnungen/karlspreis/karlspreis_09.html
Quellen:
Veröffentlichungen der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen ( http://www.karlspreis.de/index.php?id=32&doc=91; Abrufdatum 03.01.2009) u. a. (RDB68)
Mitarbeiter des Landsberger Marriage-Week-Forums(Foto: Anke Wilk, Landsberg)(31.01.09)
Karlspreis fuer Prof. A. Riccardi(6.1.2009)