Charisma - come HOLY SPIRIT

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News-2009-Dezember

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31. Dezember 2009

Zum Jahreswechsel 2009/2010

Die vergangenen Tage haben meine Frau und ich in Dresden an der Elbe verbracht. Was uns dort hin zog, war allerdings weder die Elbe noch der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands - so nett und liebevoll die einzelnen Häuschen des sog. Striezelmarktes auch hergerichtet sind - , auch nicht die überall aufwartenden kulinarischen Genüsse, sondern vor allem die Dresdner Bläserweihnacht in der wieder aufgebauten Frauenkirche.

GEISTLICHE UND WELTLICHE BLASMUSIK

Blechbläsermusik vermochte festlichen Anlässen wie auch dem Weihnachtsfest schon in früheren Zeiten musikalischen Glanz zu verleihen. Über Jahrhunderte spielten Musiker auf Türmen, an Fürstenhöfen, in Ratssälen und auf Kirchenemporen. In vielen Kirchgemeinden sind im letzten und vorletzten Jahrhundert „Posaunenchöre" entstanden.

Das Zusammenspiel mehrerer Blechbläser wird uns schon im Alten Testament beschrieben. Außer bei Kriegen finden wir es im Mittelalter und der Neuzeit in der „Turmbläserei", dann auch bei den „Stadtpfeifern" und „Ratsmusikern". Ihr Repertoire beinhaltete nicht nur Fanfaren-Signale und „Turmsonaten", sondern auch geistliche Lieder. Im Jahre 1700 schrieb der in die Musik- und Literaturwelt eingegangene Johann Kuhnau in einem Weihnachtsbrief: „Wenn unsere Stadt-Pfeiffer etwa zur Fest-Zeit ein geistliches Lied mit lauter Trombonen vom Thurme blasen, so werden wir über alle Maßen bewegt und bilden uns ein, als hören wir die Engel singen."

DIE DRESDNER BLÄSERWEIHNACHT

Schon vor der Frauenkirche stimmt uns ein osteuropäischer Trompeter auf den Abend ein. Wir hören ihn, noch während wir in der Schlange stehen. Ob wir tatsächlich bis 30 Minuten vor Beginn zur Kasse vordringen, um unsere reservierten Tickets abzuholen? Schließlich eine Ansage: „Alle Karten ausverkauft!" Vor uns zeigt eine Dame die schriftliche Reservierung durch eine Agentur vor. Vier Monate lang habe sie den Brief wie ein Heiligtum gehütet, sagt sie. Einziger Makel: ihr Ticket ist nicht dabei. Als wir abgefertigt sind, ist ihr Problem immer noch nicht gelöst.

Wir betreten das Kirchenschiff der 2005 wieder eröffneten Frauenkirche. Der große Bombenangriff am 13. Februar 1945 hatte auch sie nicht verschont. Verdient gemacht um den Wiederaufbau hat sich besonders Prof. Ludwig Güttler, ein weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gewordener Trompeter, der bereits 1978 das „Blechbläserensemble Ludwig Güttler Dresden" gründete. In etwa 110 Konzerten pro Jahr ist der inzwischen 66-Jährige engagiert.

Die Plätze in der Frauenkirche sind nummeriert. Jeder Platz trägt den Namen seines Spenders. Links von uns sitzt ein Herr, der mit seiner Frau aus Thüringen gekommen ist - „nur 2 ½ Stunden Autofahrt" - und nach dem Konzert (wie jedes Jahr) wieder nach Hause fährt. Heute sitzt er jedoch nicht auf dem Platz, den er gespendet hat. Rechts von uns ein Ehepaar aus Nordrhein-Westfalen. Sie sind gleich für eine ganze Woche nach Dresden gekommen. Bis in die gewaltige Kuppel reichen die Kirchenemporen - und von überall blicken erwartungsvolle Gesichter auf die 12 Musiker, die kurz nach 20 Uhr mit einem „Marsch für zwei Bläserchöre und Pauken" den Abend eröffnen.

Advents- und Weihnachtslieder folgen (in kunstvollen Bearbeitungen alter Meister) sowie teils doppelchörige Bläserstücke bis hin zur Suite aus Händels „Wassermusik". In den Arrangements scheint Güttlers Handschrift unverkennbar: ein ständiges Wechseln der Bläsergruppen erlaubt es den Musikern, das 1½- stündige Programm zu bewältigen - besonders für die Trompeter eine große Herausforderung. Und die Musik fließt - ohne große Atempausen, ohne größere Zäsuren - als sei sie für unsere schnelllebige Zeit geschrieben. Zuhörer, denen die Texte der Advents- und Weihnachtslieder (noch) vertraut sind, können eine Botschaft mit dem heroischen Klang des fast perfektionistisch wirkenden Ensembles verbinden.

Nach dem zweiten Teil der lang anhaltende Applaus. Ludwig Güttler reicht jedem Musiker die Hand. Mehrmals verbeugen sich die weltbekannten Künstler. Doch als der Applaus nicht nachlässt, stimmt Prof. Güttler mit seinen 11 Kollegen ein Lied an, das für mich zum Höhepunkt des Abends werden sollte:

„Herbei, o ihr Gläubigen, fröhlich triumphierend,

o kommet, o kommet nach Bethlehem!

Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren!

0 lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,

o lasset uns anbeten den König!"

- Jetzt stand JESUS im Mittelpunkt.

GEGENSÄTZE

Während meine Gefühle noch von der Dresdner Bläserweihnacht und all dem, was die sächsische Landeshauptstadt zu bieten hat, berauscht sind, gehen meine Gedanken zurück. Zurück zu der Zeit, als wir in spartanischen DDR-Restaurants geduldig auf unser Essen warteten und mein Amtskollege es nicht wagte, die schon abgekühlten Kartoffeln zu monieren. Zurück zu der Zeit, als wir auf unseren DDR-Besuchen vor der deutsch-deutschen Grenze ins Schwitzen kamen - trotz Gebet und Glaubensproklamationen - weil wir „verbotene Ware" mitführten: Charisma-Zeitschriften, christliche Literatur, Tonbandkassetten mit geistlichen Botschaften sowie Lobpreis- und Anbetungsliedern. Und auf der Rückreise Adressen von lieben Menschen, die mit uns in Kontakt bleiben wollten.

Wie sich das Bild gewandelt hat! Wir können nur danken! Doch hier und da scheint es mir schon fast etwas zu viel des Guten: In diesem Ballungszentrum staatlicher Macht, kapitalistischen Kommerzes, kulturellen Schaffens, religiöser Vielfalt, emsigen Treibens erinnern mich die vielerorts strahlenden „Herrnhuter Sterne" daran, dass unsere Reise nach Dresden nur Zwischenstation ist.

EIN VORORT DES HIMMELS

Im überfüllten Regionalexpress fahren wir weiter nach Herrnhut. Das heißt, nach Herrnhut fährt überhaupt kein Zug. Als sei es von dieser Welt, aus der wir gerade kommen, abgeschnitten. Doch ein lieber Freund holt uns von der ca. 12 km entlegenen Bahnstation ab. Unser Quartier ist über dem „Archiv der charismatischen Erneuerung", das wir vor drei Jahren hierher verlegten und seitdem mit Hilfe des Christlichen Zentrums Herrnhut, Jugend mit einer Mission und Archivar Dr. theol. Dietrich Meyer auf- bzw. ausbauen.

Von Herrnhut aus geht also seit Jahrhunderten der „Herrnhuter Stern". Von Herrnhut aus gehen auch die jährlichen Losungen in alle Welt. Von Herrnhut aus ist eine Gebets- und Missionsbewegung entstanden, die bis heue viele christliche Kreise (auch pfingstlich-charismatischer Prägung) inspiriert. In Herrnhut möchten wir zur Ruhe kommen - das alte Jahr dankend reflektieren, das neue Jahr vor Gott ausbreiten, seine Hand ergreifen und mit ihm den Schritt ins neue Jahrzehnt wagen. Und das wünsche ich auch Ihnen.

Gerhard Bially


P.S. Mehr über Herrnhut - und besonders wie ein Krankenhaus zum Jesus-Haus wurde - erfahren Sie in der nächsten Charisma-Printausgabe, die am 20. März 2010 erscheint.



24. Dezember 2009

Was wünschen Sie sich zu Weihnachten?

Die Wünsche unseres Herzens können je nach Alter und Umfeld doch sehr unterschiedlich sein! Als ich gestern einen Gebetsspaziergang im verschneiten Wald machte, ließ mich das Wort aus Psalm 37 nicht mehr los: „Habe deine Lust am Herrn; der wird dir geben, was dein Herz wünscht" (Vers 4, nach Luther). „Hoffnung für alle" formuliert: „Freue dich über den Herrn; er wird dir alles geben, was du dir von Herzen wünschst." Und Tur-Sinai überträgt in seiner originellen Art: „Verwöhne dich beim Ewigen / er gibt dir deines Herzens Wünsche."

Kleingläubig, ja fast ungläubig fragte ich mich: „Wie ist es möglich, dass der allmächtige Gott die Wünsche unseres Herzens, meines Herzens erfüllen will?" Sagt nicht die Schrift „Das Dichten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf" (Gen/1 Mo 8,21) und „Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding" (Jer 17,9)?

Doch dann wurde ich an die göttliche Aufforderung erinnert: „Gib mir, mein Sohn, dein Herz!" (Spr 23,26)

Wenn ich also „mein Herz" IHM gegeben habe, meinem Herrn und Heiland, meinem Erlöser und Gott, dann geschieht ja eine Metamorphose bei mir, die eine Metanoia, eine Sinnesänderung, einleitet: „Lasst euch nicht hineinnehmen in das Schema dieses Weltzeitalters, sondern lasst an euch eine tiefe, innere Umgestaltung geschehen durch die Erneuerung eures Sinnes und eures Wesens" (Röm 12,2) oder auch 2. Korinther 3,18: „Als Christen ist uns die Herrlichkeit Gottes nicht länger verhüllt ... Je mehr Gottes Geist unser Leben bestimmt, umso mehr bekommen wir Anteil an dieser Herrlichkeit" (Hfa).

Geht das nicht Hand in Hand mit dem prophetischen Zuspruch: „Ich will euch ein neues Herz geben" (Hes 36,26) und 2. Korinther 5,17: „Gehört jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas Neues hat begonnen" (Hfa).

Dann kannst du getrost Gott die Weihnachtswünsche deines Herzens nennen. Er will sie erhören. Er will - ob wir das fassen können oder nicht - dir und mir das schenken, was wir uns von ihm wünschen. Hast du deinen Wunschzettel schon geschrieben - an deinen dich liebenden Vater im Himmel?

Ein frohes und gesegnetes Christfest

wünscht Ihnen/Dir

Gerhard Bially & Team




17. Dezember 2009

Winter2go

Waren es im letzten Jahr noch 100 Weihnachtsmänner, die in Berlin das Evangelium verkündigten, so fand winter2go dieses Jahr mit über 1600 Weihnachtsmännern in 15 Ländern statt: Armenien, Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Kroatien, Spanien, Österreich, Polen, Portugal, Schweiz, Tschechien, Ukraine und Ungarn. Selbst auf dem Times Square in New York waren „die predigenden Weihnachtsmänner" unterwegs, um die Botschaft von Jesus zu verkündigen.

In Deutschland wurde das Evangelium von Kiel bis Freiburg in über 50 Städten verkündigt. Initiator Werner Nachtigal gegenüber Charisma: „Als am 5. Dezember morgens in Berlin die Fernsehkameras angingen, waren überall in Europa Christen versammelt und verfolgten uns über Internet. Wir beteten gemeinsam und gingen anschließend auf die Straße, wo wir Tausende mit dem Evangelium erreichten. Circa 60 Weihnachtsmänner stiegen in die U- Bahn, sangen Weihnachtslieder und verkündigten die Weihnachtsbotschaft. Außerdem waren sie auf Weihnachtsmärkten oder auf öffentlichen Plätzen unterwegs. Am Abend waren 80 Städte live zugeschaltet. So hörten wir Zeugnisse aus ganz Europa. Es gab viele Bekehrungen und Heilungen an zahlreichen Orten. Es gab Live-Berichte aus Ungarn, Belgien, Italien, Österreich und Tschechien. Viele Mitarbeiter (Weihnachtsmänner), dass es sehr einfach war Menschen anzusprechen und von Jesus zu erzählen.

Hier einige wenige Zeugnisse (von „no limit eV" übermittelt):




- In Dortmund gaben zwei Moslems ihr Leben Jesus und 12 weitere Menschen kamen auf einen Schlag zum Glauben.

- In Leipzig evangelisierten junge Christen, die erst im Rahmen der letzten summer2go Tour 2009 zum Glauben gekommen waren.

- In Portugal lud der Vize Präsident der lokalen Regierung die lokalen Weihnachtsmänner ein, das Evangelium im Regierungsgebäude zu
verkündigen.

- In Passau führten 14 Weihnachtsmänner 20 Menschen zu Jesus. Sie waren auch in einem Nachtclub und beteten für Prostituierte.

- In Köln sprachen Weihnachtsmänner prophetisch in das Leben von Menschen.

- Auf dem Berliner Weihnachtsmarkt trafen Werner Nachtigal und Team auf einen Mann, der seine Frau beim Fremdgehen erwischt hatte.
Er war so verzweifelt, dass er viermal versucht hatte, sich das Leben zu nehmen. Nun gab er sein Leben Jesus.

- Eine Frau brach auf einem Weihnachtsmarkt zusammen und hatte fast keinen Puls mehr. Eine Ärztin des winter2go-Teams untersuchte
sie. Dann beteten die Weihnachtsmänner für sie. Sofort ging es der Frau, die nichts mehr hatte sehen können, wieder gut.



Die folgenden Bilder wurden während des „winter2go"-Einsatzes in Berlin aufgenommen.








12. Dezember 2009


10 Jahre Tag und Nacht gebetet
Update der Kansas-City-Geistesausgießung


Kirk Bennett aus Kansas City berichtete am 10. Dezember im Düsseldorfer Jesus-Haus von der unerwarteten Geistesausgießung in Kansas City. Zehn Jahre lang hätten sie Tag und Nacht gebetet, Lobpreis, Anbetung, Fürbitte dem Herrn gebracht und ihr Herz vor ihm ausgeschüttet. Nun habe sich der Himmel über ihnen in einer Weise geöffnet, wie sie es bisher noch nicht erfahren haben. Es begann alles am 11.11. ...

Zwar hatten Studierende an der IHOP-University bereits seit dem Ende einer Fastenzeit Befreiung von Depression, Scham und Selbsthass bezeugt, doch erst am 11.11.2009 begann der Heilige Geist in einer Unterrichtseinheit so zu wirken, dass aus der einen Stunde 15 Stunden wurden. Bennett: „Zehn Jahre lang haben wir gebetet, dass der Heilige Geist kommen möge. Jetzt kam er auf einige Studierende. Manche fingen an zu zittern, andere bezeugten Spontanheilungen. Glücklicherweise erkannten die Dozenten, dass hier der Heilige Geist am Wirken ist und es unweise wäre, dem normalen Stundenplan zu folgen. Denn der Heilige Geist kam, um das zu lehren, was die Lehrer nicht lehren konnten."

Andere Klassen hörten davon. Den ganzen Tag über setzte sich das Wirken des Geistes fort, so Bennett. „Herr, was immer du tun willst, tu es", sei der vereinte Ruf des Lehrkörpers und der Studierenden gewesen. Dennoch habe man nicht unbedingt damit gerechnet, dass sich diese ungewöhnliche Bewegung am nächsten Tag fortsetzen würde. Bennett: „Doch der Heilige Geist kam auch am nächsten Tag." Schließlich konnte nur noch die Aula die bis zu 1.700 Menschen fassen.

Während der nächsten Tage fiel der reguläre Unterricht aus, so dass alle etwa 1000 Studierenden und Praktikanten „vom Geist Gottes empfangen" konnten. So berichtete Kirk Bennett z. B. von einer Studentin, die öffentlich bezeugte, wie sie ihr Leben lang unter einem sexuellen Missbrauch gelitten und nun eine völlige Befreiung erfahren habe. Noch während sie sprach, seien Mitstudierende angerührt worden. Ein Schluchzen habe sich im Raum ausgebreitet. Es schien, als ob der Heilige Geist eine Person nach der anderen berühre.

Anfang dieser Woche nun sind viele Leiter nach vorne gegangen und haben bekannt, dass sie immer noch in „religiösen Mustern" gefangen waren und vieles aus eigener Kraft versucht hatten, doch jetzt möchten sie so frei werden, wie die jungen Leute, die Gott angerührt hat. Auch diese Bewegung unter den Dozenten und leitenden Mitarbeitern begann durch eine Person, hier einen Lehrer, der als erster seine Not bekannte.

Viele Zeugnisse sind inzwischen auf der Website des Internationalen Hauses des Gebetes zu lesen. Bekehrungen, innere und körperliche Heilungen ereignen sich sowohl direkt in Kansas City als auch bei Internetzuhörern bzw. -zuschauern.

So bezeugen einige Testimonials sogar einen erneuten Aufbruch an dem bekannten Asbury College in Kentucky (ursprünglich methodistischer Prägung und einst unter dem Namen „Kentucky Holiness College" bekannt). Diese Hochschule erlebte bereits in den 1970er-Jahren einen geistlichen Aufbruch, von dem die damaligen Studierenden heute noch zehren. Nun heißt es: „Ich kann gar nicht in Worte kleiden, was der Aufbruch im IHOP-KC für uns bedeutet. Einige von uns in Asbury trafen sich, um per webstream das live mitzubekommen. Wir waren mehr als 30 Studierende. Jetzt ist ein Singen und eine Freude unter uns - nicht nur in der Chapel, sondern sogar auf den Straßen." Dann wird von Heilungen berichtet, und dass die pfingtstlich-charismatischen Studierenden, die vorher eher schüchtern und zurückhaltend waren, jetzt auch in einer ganz neuen Freiheit Zeugnis geben und wirken können.

Die Abendgottesdienste sollen in Kansas City zumindest bis Ende des Jahres fortgeführt werden und in das große Event einmünden, das vom 28. bis 31. Dezember in der Bartle Hall in Kansas City stattfindet: onething '09. Dieses von Mike Bickle und Lou Engle verantwortete Event zog letztes Jahr bereits 16.000 junge Erwachsene an.

G. B.



8. Dezember 2009

Ausgießung des Heiligen Geistes in Kansas City

Seit Anfang November erleben die Studenten im »International House Of Prayer« (IHOP) in Kansas City, USA eine Ausgießung des Heiligen Geistes, in deren Verlauf viele innere und körperliche Heilungen bezeugt werden. Der Unterricht wurde zunächst ausgesetzt, zu den Abendveranstaltungen kamen spontan mehrere tausend Menschen aus Kansas City und Umgebung. Zur Zeit finden jeden Abend von 18.00 bis 24.00 Uhr Ortszeit Gebetsgottesdienste statt. Mittlerweile breitet sich der geistliche Aufbruch auf andere Universitäten und Ausbildungsstätten in Nordamerika aus.

In dieser Woche (7.-9. Dezember 2009) besuchen John und Carol Arnott aus Toronto, Kanada sowie Bill und Beni Johnson aus Redding, Kalifornien auf Einladung der Leiter in Kansas City den Aufbruch. Beide Ehepaare haben langjährige Erfahrungen damit, wie eine Ausgießung des Heiligen Geistes begleitet werden kann. Nähere Informationen über das, was in Kansas City seit etwa vier Wochen geschieht, kann auf der Internetseite www.fotb.com nachgelesen und „nachgehört" werden, wo sich der Gründer und Leiter des „International House of Prayer", Mike Bickle, zu den jüngsten Ereignissen äußert.

In diesem Zusammenhang möchten wir auf zwei besondere Veranstaltungen in Düsseldorf mit Kirk Bennett vom Leitungsteam des Internationalen Hauses des Gebets in Kansas City hinweisen:

· Mittwoch, 9. Dezember in der New Life Church, Albertstr. 83 und

· Donnerstag, 10. Dezember 2009, im Jesus-Haus, Grafenberger Allee 51-55,

jeweils um 19.30 Uhr.

Kirk ist ein Leiter in der Gebetsbewegung, die er seit mehr als zehn Jahren als geistliche Vaterfigur und prophetische Stimme begleitet. Gemeinsam mit seinen Freunden aus Kansas City teilt er den Wunsch, eine Generation von Wegbereitern aufstehen zu sehen, die als Sänger und Musiker, Tänzer und Künstler dem Herrn beständig und mit Freude dienen und den Nationen die Gute Botschaft verkünden. Kirk hat in der Vergangenheit oft darüber gelehrt, wie ein Lebensstil des Nachsinnens über Gottes Wort eingeübt werden kann und praktische Wege dazu aufgezeigt. Er ist international unterwegs und berät Menschen, die das Anliegen haben, dass auch an ihrem Ort fortwährendes Tag-und-Nacht-Gebet geschieht.

Bei seinem jetzigen Besuch wird Kirk Bennet auch über die aktuelle Ausgießung des Heiligen Geistes in Kansas City berichten.

P.S.: Für alle, die des Englischen kundig sind, hier noch ein Originaltext aus Kansas City:

International House of Prayer University Student Awakening

On November 11, during a 9:00am class of first-year students, led by Allen Hood and Wes Hall at International House of Prayer University (IHOPU), the Spirit moved in their midst with physical healings, deliverance, and a spirit of joy. That class, on November 11, continued for more than 15 hours. The word spread quickly, and over 2,000 people spontaneously gathered in the auditorium from all over the Kansas City area, as deliverance and physical healings increased. The meeting continued well past midnight. Recognizing that the Spirit was moving, the leadership of IHOPU canceled all classes for the next few days so that we could gather to receive all that the Spirit wanted to do.

We recognize that the Holy Spirit is awakening our students and many others. In each of these meetings, many people are being set free from addictions, shame, depression, demonic activity, and every sort of emotional pain. We are also witnessing an increase of physical healings, as God is touching and restoring bodies inside the building, as well as healing people watching via the webstream. Moreover, we greatly rejoice as we are seeing lost souls being added to the kingdom of God during these meetings. We are receiving many testimonies and reports that this move of the Spirit is spreading to other churches and prayer rooms that are joining with us each night via the webstream.

It all began on November 4, on the last day of the monthly Global Bridegroom Fast at the International House of Prayer of Kansas City (IHOP-KC). A move of the Holy Spirit began to stir during the student chapel at IHOPU, as students testified about receiving deliverance from self-hatred, shame, and depression. Students began to experience supernatural joy at the revelation of God's love for them. A powerful spirit of joy rested on many the next day at the IHOPU student-led 6:00am prayer meeting, and the Spirit continued to move throughout the week in our classes and during the faculty meetings.

What started during our IHOPU student chapel on November 4 is continuing today. Visitors are pouring in from many places, with some driving over 1,000 miles overnight to participate in these meetings. Consequently, on November 12, we moved the Prayer Room to our Forerunner School of Ministry sanctuary from 6:00pm to midnight each night, to accommodate more people. We will continue these nightly meetings as the Holy Spirit leads us. We earnestly pray that this awakening will continue, as our nation is in desperate need of another great awakening in this hour.

Throughout history, college and university campuses in our nation have been an epicenter and a catalyst for spiritual awakening. Since the 1700s, our nation has witnessed multiple moves of the Holy Spirit that have touched and awakened students on college campuses, including Princeton University, Yale University, Asbury College, Wheaton College, and more than a dozen other college campuses. These spiritual awakenings often progressed beyond the campuses and resulted in a great number of souls being added to the kingdom of God. History also attests to a strong correlation between spiritual awakening and missionary movements. We pray that this spiritual awakening that is touching IHOPU and the rest of our IHOP-KC Missions Base will break out all over our nation in different cities.



4. Dezember 2009

Kreis Charismatischer Leiter

Jahrestagung vom 30.11. bis 2.12.09 in Niedenstein bei Kassel

Wie jedes Jahr um diese Zeit trafen sich Leiter/innen von charismatischen Bewegungen, Kirchen, Gruppierungen und Werken (Organisationen) zur Jahresreflexion, zur Fürbitte für unsere Gemeinden und unser Volk und zu programmatischem Austausch. Dieser „Kreis Charismatischer Leiter" (Deutschlands) möchte die Charismatische Erneuerung (in all ihrer Vielfältigkeit) flankierend begleiten und von Gott hören, „was der Geist den Gemeinden sagt" (vgl. Offb 2-3).

„Charisma - come Holy Spirit" machte nach der Tagung ein Interview mit Diethelm Strauch, dem Leiter von standUp e.V. in Solingen.

Interview mit Diethelm Strauch (standUp e.V. Solingen)

Charisma: Was bedeutet dir der KCL?

Diethelm Strauch: Ich erlebe in diesem Kreis Schwestern und Brüder, mit denen ich in einer Herzensgemeinschaft verbunden bin. Obwohl wir uns nur einmal im Jahr treffen, empfinde ich eine starke innere Verbundenheit mit den Leuten, die dort zusammen kommen. Das stärkt mich auch in meinem Dienst.

Charisma: Wenn du auf die letzten drei Tage zurückschaust, was war das Wichtigste - die Gemeinschaft, von der du gerade sprachst oder auch Inhalte?

Diethelm Strauch: Die Gemeinschaft ist für mich schon sehr wichtig, ja, vielleicht das Wichtigste. Aber auch das gemeinsame Einswerden für Deutschland im Gebet. Oder unser gemeinsames Nachdenken über bestimmte Entwicklungen und dann zu fragen: „Was heißt das für die Gemeinde Jesu in Deutschland?" Also, dieser deutschlandweite Horizont bedeutet mir viel.

Inhaltlich finde ich es spannend zu sehen, welche Eindrücke die Einzelnen haben, was von Gott her dran ist, welche Entwicklungen sie zur Zeit in Deutschland sehen. Ich komme ja mehr aus dem evangelikalen Lager und finde es spannend zu hören, was sich bei meinen charismatischen Geschwistern tut.

Charisma: Wie siehst du die Tendenzen in der evangelikalen Welt: Ist dort eine zunehmende Offenheit für das Charismatische oder eher Stagnation?


Diethelm Strauch: Ich meine, es sei eine zunehmende Offenheit da. Nun waren ja die evangelikalen Gruppierungen generell auch offen für die Gaben des Heiligen Geistes. Schon in den 1960er und 1970er Jahren wurden die Gaben neu entdeckt. Aber im Blick auf das gesamte Wirken des Heiligen Geistes herrschte doch Zurückhaltung. Vor allen Dingen tat man sich schwer mit Leuten, die man für zu „überschwänglich" hielt.

Ich habe allerdings den Eindruck, dass die Vorbehalte schwinden. Es gibt ein starkes aufeinander Zugehen. Und wenn Beziehungen wachsen, dann wächst auch das Vertrauen zueinander, dann verliert die Unterschiedlichkeit das Bedrohliche.

Charisma: Meinst du, dass der Berliner Gebetstag am 15. September 2009, wo man sich vor Gott gebeugt hat unter die Schuld der Väter im Hinblick auf die „Berliner Erklärung" (vgl. Charisma 150, Titelthema, Red.), positive Auswirkungen geben könnte?

Diethelm Strauch: Ich glaube, dass der Berliner Gebetstag sehr viel bewirkt hat. Zumindest sind in der unsichtbaren Welt Mauern gefallen. Auch wenn wir in Berlin überwiegend als charismatisch geprägte Leute zusammen gekommen sind. Im Blick auf Versöhnung sind schon vor uns evangelikale und charismatische Geschwister Schritte aufeinander zugegangen. Uns ging es in Berlin nicht um die zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern um unsere Beziehung zum Heiligen Geist. Wir haben für unser Ausgrenzen des Geistes Buße getan und ihn neu in unser Land eingeladen. Ich glaube wirklich, dass die „Berliner Erklärung" durch das Treffen im September - aber auch durch die früheren Schritte der Versöhnung - ihre Macht verloren hat. Allerdings müssen wir auch immer wieder bekennen, aussprechen und daran festhalten, dass die „Berliner Erklärung" nicht mehr gilt.

Charisma: Danke.

Die Fragen stellte Gerhard Bially.



Diethelm Strauch

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