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Nachrichten-Archiv Juli 2008
29. Juli 2008
Vielleicht die letzte Chance
„Christen an der Seite Israels“ setzen sich für Holocaustüberlebende ein.
Die evangelikal-charismatische Organisation „Christen an der Seite Israels“ mit Sitz in Zierenberg bei Kassel bereitet sich darauf vor, im September 2008 alle christlichen Kirchen und Gemeinden in Deutschland auf die Not der Holocaustüberlebenden in Israel aufmerksam zu machen. Von den etwa 250.000 dort noch lebenden Opfern der Shoah leben etwa 80.000 in bitterer Armut. Hinzu kommt, dass im Alter die Trauma-Erlebnisse der Jugend oft verstärkt wieder an die Oberfläche drängen.
„60 Jahre nach der Staatsgründung Israels und 70 Jahre nach der Reichspogromnacht haben wir als Christen in Deutschland vielleicht eine letzte Gelegenheit, ein einzigartiges Zeichen des Mitgefühls und der Solidarität mit den noch lebenden Opfern des Holocaust zu setzen“ erläutert Harald Eckert, 1. Vorsitzender von „Christen an der Seite Israels“. „Lange haben wir diese Menschen nicht mehr unter uns und jetzt, im Alter, brauchen Sie unsere Zuwendung dringender denn je.
“ Mit einer in dieser Form einmaligen Spendenaktion wollen die „Christen an der Seite Israels“ im September, etwa 2 Monate vor dem 70. Gedenktag der Reichspogromnacht am 9. November, alle katholischen, evangelischen und freien Gemeinden in Deutschland ansprechen. Eckert betont, dass die Kosten für die Aktion bereits vollständig von Sponsoren abgedeckt ist, so dass die Zuwendungen aus dem Bereich der Kirchen zu 100 Prozent den Betroffenen zukommen werden.
Hauptpartner der „Christen an der Seite Israels“ in Israel sind dabei die beiden größten Hilfsorganisationen in Israel für Holocaustüberlebende, „Amcha“ und „Helping Hand Coalition“. „Amcha“ betreut jede Woche 10.000 Holocaustüberlebende psychologisch in Gesprächs- und Therapiegruppen. Die „Helping Hand Coalition“ hat ein Netz von Kontakten zu etwa 70.000 Holocaustüberlebenden in Israel aufgebaut, denen in erster Linie finanziell und materiell geholfen wird.
„Unsere Hoffnung ist, dass die Christen und Kirchen in Deutschland durch die Feier- und Gedenktage dieses Jahres, insbesondere durch das Gedenken an die Reichspogromnacht, in besonderer Weise für die Not dieser Menschen sensibilisiert sind“, so Eckert. „Wir sollten nicht auf die Regierungen, die „Claims Conference“ oder sonst jemanden warten, sondern konfessionsübergreifend unsere spezifische Verantwortung wahrnehmen.“
Prominente, wie der ehemalige Ministerpräsident Dr. Ernst Albrecht oder der evangelisch-lutherische Pfarrer und langjährige Vorsitzende der evangelischen „Geistlichen Gemeinde Erneuerung“, Friedrich Aschoff, unterstützen die Initiative der „Christen an der Seite Israels“.
Weitere Informationen zu dieser Aktion gibt es ab Anfang August auf einer eigens dafür eingerichteten Homepage unter:
www.troestetmeinvolk.de
Kontakt-E-Mail:
info@israelaktuell.de
26. Juli 2008
Der Heilige Geist im Gefängnis
Im Rahmen der Follow up-Gruppe der polnischen Trans World Radio-Redaktion korrespondiere ich u.a mit Häftlingen. Einer von ihnen ist Karol, der sich im Gefängnis bekehrte. Die Geschichte seiner Bekehrung ist mit dem Wirken des Heiligen Geistes in diesem Gefängnis verbunden. Karol, der Drogendealer war und viele andere Verbrechen auf dem Gewissen hat, traf im Gefängnis Martin, der ihm von Jesus erzählte.
Martin war Gangsterboss in Warschau. Nach einem Totschlag ist er nach Holland davongelaufen und bemühte sich normal zu leben. Die Frau, bei der er wohnte, überredete ihn ständig am Gottesdienst teilzunehmen, bis er endlich zustimmte. Den Gottesdienst leiteten Afrikaner, die er hasste. Aber in diesem Gottesdienst hat ihn eine so große Liebe „überfallen“, dass er alle umarmte. Nach dem Gottesdienst, verwundert über das, was geschehen war, suchte er nach der Åffnung, durch die, wie er dachte, Drogen in diesen Saal hineingesprüht worden seien – doch er konnte sie nicht finden! Und dann hat er sich bekehrt.
Nach paar Monaten kam Martin nach Polen zurück und hat sich bei der Polizei als Mörder gemeldet. Man hat in ins Gefängnis in Sztum (in der Nähe von Danzig) eingesperrt. Dort im Gefängnis erzählte er Karol von Jesus. Als Ergebnis seiner Verkündigung haben sich außer Karol noch ca. 60 weitere Häftlinge bekehrt, die man in einem Wasserbecken aus Kunststoff taufte. Es tauften sie zwei Pastoren: ein Pastor aus der Pfingstgemeinde in Danzig und ein Pastor aus der Baptistengemeinde in Malbork. Viele haben auch die Taufe im Heiligen Geist empfangen und dienen jetzt Gott in Seiner Kraft. Sie treffen sich in zwei Gottesdiensten, denn der Saal kann nur 30 Personen aufnehmen.
Karol hat das Gefängnis inzwischen verlassen dürfen, aber er verbleibt in lebendigem Kontakt mit jenen Brüdern in Christus. Gott hat sein Leben völlig verändert. Seine ganze Familie hat sich bekehrt, und nach einer Zeit auch seine Freundin, der er sehr viel Unrecht angetan und auch mit ihr ein Kind hat. Sie hasste ihn, aber Gott hat das geändert: Auch sie hat sich bekehrt! Im Oktober wollen sie heiraten. Ich habe eine Einladung zu ihrer Trauung bekommen! Ihre jetzt schon 11 Jahre alte Tochter gehört auch Jesus und „spricht in neuen Zungen“. Der Herr ist groß! Er schenkt den Menschen ein neues Herz! Ihm sei alle Ehre in Ewigkeit!!!
Erika Hiler,
ehrenamtliche Charisma-Mitarbeiterin inPolen
21. Juli 2008
Verfolgung der Christen nimmt zu: Irak, Indien, Pakistan, China, Eritrea, Ägypten und Türkei
Bei der Sommertagung der Landessynode der Württembergischen Landeskirche in Stuttgart wies Kirchenrat Klaus Rieth auf die zunehmende Verfolgung von Christen hin: „Von den weltweit rund 2,1 Milliarden Christen leiden etwa 200 Millionen wegen ihres Glaubens unter Diskriminierungen, schwerwiegenden Benachteiligungen und zum Teil heftigen Anfeindungen bis hin zu Verfolgung.“ Im Vergleich zum Vorjahr sei die Lage der meisten betroffenen Christen angespannt geblieben oder habe sich sogar noch weiter verschlechtert; vor allem im Irak habe sich die Situation dramatisch zugespitzt. Drei Viertel der christlichen Iraker hätten wegen gezielter Einschüchterungen, Übergriffen und Entführungen ihre Heimat verlassen müssen. Auch in Indien und Pakistan sei die Zahl der Drohungen und Gewalttaten durch Extremisten weiter gestiegen. Völlig neu seien in Pakistan Drohungen gegen Christen, entweder zum Islam überzutreten oder vertrieben zu werden. Rieth sprach von weiteren Verfolgungen von Christen in China, sowie von der Unterdrückung religiöser Minderheiten in Eritrea, Ägypten und der Türkei. Die Evangelische Landeskirche in Württemberg unterstützt Christen in den betroffenen Regionen finanziell, ideell und durch konkrete Hilfe vor Ort. Angesichts der weltweit angespannten Lage begeht die Evangelische Landeskirche den 26. Dezember als Gebetstag für verfolgte Christen. - Die neu gewählte 14. Landessynode war am 3. und 4. Juli 2008 im Hospitalhof Stuttgart zu ihrer ersten regulären Tagung zusammengekommen.
Quelle:
Pressemitteilung vom 04.07.2008 des Amtes für Information der Evangelischen Landeskirche in Württemberg
(http://www.elk-wue.de/aktuell/meldungen/detailansicht-pressemitteilung/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7490&tx_ttnews%5BbackPid%5D=78&cHash=9de268a71f; letztes Abrufdatum: 09.07.2008)
15. Juli 2008
Mission und Heiliger Geist: Die zentralen Themen des Weltjugendtages in Australien
Vom 15. bis 20. Juli 2008 findet der XXIII. Weltjugendtag in Sydney statt. In einer vorbereitenden Botschaft an die Jugendlichen hatte Papst Benedikt XVI. schon im Juli 2007 die Kernthemen "Mission" und "Heiliger Geist" verknüpft: "Der Leitgedanke der spirituellen Vorbereitung auf das Treffen in Sydney ist der Heilige Geist und die Mission." Die Zusammengehörigkeit beider Themen wurde vom Papst folgendermaßen begründet: "Wer sich vom Geist leiten lässt, versteht, dass sich in den Dienst des Evangeliums zu stellen keine fakultative Entscheidung ist, weil er merkt, wie dringend es ist, diese gute Nachricht auch an die anderen weiterzugeben. Dennoch – und daran soll noch einmal erinnert werden – können wir Zeugen Christi nur dann sein, wenn wir uns vom Heiligen Geist führen lassen ..."
Das biblische Leitwort für den Weltjugendtag lautet: "Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird, und ihr werdet meine Zeugen sein." (Apg 1,8) Daran anknüpfend rief der Papst zum Gebet um "die Gabe eines neuen Pfingsten" auf: "Gemeinsam wollen wir den Heiligen Geist anrufen und Gott vertrauensvoll um die Gabe eines neuen Pfingsten für die Kirche und die Menschheit des dritten Jahrtausends bitten.
"Vor dem Hintergrund dieser Themenstellungen behandelte Benedikt XVI. in seiner vorbereitenden Botschaft an die Jugendlichen ganz grundlegende Fragen des Missionsverständnisses: "Manche meinen, es sei intolerant, den wertvollen Schatz des Glaubens denen vorzulegen, die ihn nicht teilen, aber dem ist nicht so, denn Christus vorzustellen bedeutet nicht, ihn aufzuzwingen (vgl. Evangelii nuntiandi, 80). Im übrigen haben vor zweitausend Jahren die zwölf Apostel ihr Leben hingegeben, damit Christus gekannt und geliebt würde. Seit damals verbreitet sich das Evangelium über die Jahrhunderte hinweg weiterhin durch Männer und Frauen, die von demselben missionarischen Eifer beseelt sind. Deshalb ist es auch heute notwendig, daß es Jünger Christi gibt, die weder Zeit noch Kräfte sparen, um dem Evangelium zu dienen.
" Der Papst betonte, dass auch Jugendliche missionarische Aufgaben haben: "Es muss Jugendliche geben, die in sich die Liebe Gottes brennen lassen und großherzig auf seinen dringlichen Ruf antworten ..."
Zum ersten offiziellen Weltjugendtag hatte Papst Johannes Paul II. im Jahr 1986 die Jugend der Welt nach Rom eingeladen. Seither finden die Weltjugendtage in der Regel jedes dritte Jahr zentral an einem Ort in der Welt statt. In den Jahren dazwischen wird der Weltjugendtag am Palmsonntag in allen katholischen Diözesen dezentral begangen. Die bisherigen zentralen Weltjugendtage fanden in folgenden Städten statt: Buenos Aires (1987), Santiago de Compostela (1989), Tschenstochau (1991), Denver (1993), Manila (1995), Paris (1997), Rom (2000), Toronto (2002) und Köln (2005).
Quellen:
- Mitteilung der Deutschen Bischofskonferenz: http://www.dbk.de/termine/data/01561/index.html (Abrufdatum: 14.07.2008)
- Botschaft des Papstes an die Jugendlichen vom 20. Juli 2007
http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/youth/documents/hf_ben-xvi_mes_20070720_youth_ge.html (Abrufdatum: 14.07.2008)
Info-Links:
- Offizielle Website des XXIII. Weltjugendtags in Sydney
- Informationen des Vatikans zum XXIII. Weltjugendtag
(RDB054)
14. Juli 2008
Ökumenisches Lebenszentrum Ottmaring: 40 Jahre Ökumene des Lebens
Das Ökumenische Lebenszentrum in Ottmaring bei Augsburg feierte am 13. Juli 2008 sein 40jähriges Bestehen mit einem Festakt, bei dem der Dank an Gott und der Rückblick auf die vielfältigen und weitreichenden Auswirkungen dieser bemerkenswerten ökumenischen Siedlung im Mittelpunkt standen.
Dabei gaben u. a. Br. Walter Pollmer und Br. Günther Rattey Einblick in die Geschichte und das Selbstverständnis des Ökumenischen Lebenszentrums, so dass auch die spezifischen Freuden, Probleme und Herausforderungen der anspruchsvollen Zielsetzung erkennbar wurden. Bei der Jubiläumsveranstaltung der Gemeinschaft, deren Geschichte auch in enger Verbindung mit den charismatischen Aufbrüchen der letzten Jahrzehnten und mit der Bewegung "Miteinander - wie sonst" steht, sprachen u. a. auch der evangelische Landesbischof von Bayern, Dr. Johannes Friedrich, der Augsburger Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger und Gerhard Pross (CVJM Esslingen / Bewegung "Miteinander - wie sonst"). Die vielen Grußworte ließen die Verbundenheit und die intensiven Formen des geistlichen Austauschs mit anderen christlichen Gemeinschaften erkennen. Durch die verschiedenen Rückblicksbeiträge wurde auch deutlich, dass die Planung und Gründung einer ökumenischen Siedlung in den sechziger Jahren ein wahrhaft risikoreiches Unternehmen war. Heute besteht die Siedlung aus 25 Häusern und einer Tagungsstätte.
Gründer und Träger dieser ökumenischen Siedlung, die im Laufe mehrerer Jahrzehnte entstand, sind Mitglieder der Bruderschaft vom gemeinsamen Leben und der Fokolar-Bewegung. Das Lebenszentrum zählt heute über 120 ständige Bewohner und ist eine Gemeinschaft von vielen eigenständigen "Gemeinschaften", die in unterschiedlicher Verbindlichkeit zum Lebenszentrum stehen. 25 Familien, acht Gemeinschaften von ehelosen lebenden Frauen und Männern sowie eine Priester-Gemeinschaft wohnen hier. Die meisten von ihnen sind wegen des Lebenszentrums nach Ottmaring gezogen; aber auch Freunde aus Ottmaring und den umliegenden Dörfern betrachten sich als Mitbewohner.
Als das Interesse am Ökumenischen Lebenszentrum in den Jahren nach seiner Gründung (1968) wuchs und immer mehr Besucher nach Ottmaring kamen, entschied man sich für den Bau einer Tagungsstätte, die 1976 in Betrieb genommen wurde. Ihre Tagungssäle, Seminarräume, Zimmer für unterschiedlichste Bedürfnisse, Kapelle und Außenanlagen sollen dazu dienen, "ein ideales Ambiente für die Begegnung von Menschen zu schaffen".
Rolf-Dieter Braun, 14. Juli 2008
Info-Links:
- Die Ökumenische Siedlung in Ottmaring
- Ansprache von Pfarrer Gottlob Heß
- Begegnungszentrum Ottmaring
- Fokolar-Bewegung
- Bewegung "Miteinander - wie sonst"
(RDB053)
11. Juli 2008
Evangelistische Einsätze
Auch in diesem Sommer werden in Deutschland wieder eine Menge Missions-Einsätze angeboten. Als neuen Service bietet die Website von Charisma (s. Mediathek / Evangelisation und Mission) eine Auswahl solcher Angebote, z. B. evangelistische Einsätze von GOSPELTRIBE, FCJG Lüdenscheid, CVJM, OM/Global Challenge und Jugend mit einer Mission (JMEM).
Info-Link: http://charisma-magazin.eu/cms/output/Ch-Mediathek1.php?id=68
(RDB052)
10. Juli 2008
Band "delirious?" will nur noch 17 Monate lang auftreten
Die Band "delirious?" hat für Ende 2009 das Ende ihrer Band-Aktivität angekündigt. In einer Presse-Mitteilung vom 6. Juli 2008 danken Jon, Martin, Paul, Stu G und Tim ihren Fans für deren über Jahre anhaltenden Support: Tausende von Shows vor Millionen Zuschauern, 14 erfolgreiche Alben und viele unvergessliche Erinnerungen seien die kostbaren Resultate der vergangenen Jahre.
Ausgelöst wurde der Entschluss durch die Bitte von Sänger Martin Smith um eine Auszeit von der Bandarbeit, um sich verstärkt in neue Projekte einbringen zu können wie beispielsweise „CompassionArt“. Des weiteren sei sein erklärter Wunsch, in größerem Maße für seine Frau und die Kinder da zu sein. Die anderen Bandmitglieder unterstützten seine Entscheidung. Schließlich kam die Band einstimmig zum Schluss, Ende 2009 das Band-Kapitel delirious? zu schließen. „Wir sind nach wie vor motiviert und begeistert, die anstehenden Live-Termine zu spielen – aber wir werden keine neuen Termine über die nächsten 17 Monate hinaus annehmen."
Die christliche Band aus dem britischen West Sussex ist seit den frühen 90er Jahren aktiv; bereits in ihrem ersten Jahr als Band stürmten ihre Songs die TOP 20-Charts in Großbritannien. Innerhalb von 12 Monaten spielten delirious? live vor über einer Million Zuschauer. In England war die Band gemeinsam mit Bon Jovi (2001) und Bryan Adams (2002) auf Tour. Ihr frühes Album „King Of Fools“ landete auf Platz 13 der britischen Album Charts. In den USA verkaufte „King Of Fools“ über 200.000 Einheiten. Die Single „Deeper“ blieb sechs Wochen in den christlichen US-Charts auf Platz 1. Ihr Album „Glo“ wurde von Amazon zum Nummer-1-Album in der Rubrik „christliche Musik“ ausgezeichnet. Mit „Metamorphis“ gelangten sie auf Platz 25 der UK-Charts.
In Deutschland platzierte sich ihr Song „Inside – Outside“ (2004) in den Hörercharts des SWR 3 auf Platz 1 und ermöglichte einen Live-Gig beim „SWR3 New Pop Festival“ vor 40.000 Zuschauern. Von da an war die christliche Band mit ihren Songs in der Rotation öffentlicher Radiosender.
Die Band spielte 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen und 2005 in Marokko beim „Friendshipfest“; es folgten Auftritte in Asien, Australien, Indonesien, Indien, Singapur und Malaysia.
Weiter heißt es in der Presse-Mitteilung der Band: "Diese Entscheidung hat für uns auch schmerzhafte und schwierige Seiten. Wir möchten hier deutlich machen, dass wir immer noch beste Freunde sind und unser Respekt füreinander ist in keiner Weise in Frage gestellt ist. Wir lieben es, in dieser Band gemeinsam zu spielen und wir sind uns sicher, dass - auch wenn 2009 etwas zum Ende kommt – es in der Zukunft weitere gemeinsame Abenteuer geben wird. Wir danken unseren Fans von ganzem Herzen! ... Für uns hat sich ein großer Traum erfüllt, der viele unvergessliche Geschichten enthält, die wir noch unseren Enkeln erzählen werden. Wir glauben, dass das beste noch vor uns liegt.“
Quelle:
Presse-Mitteilung (E-Mail) der Fa. Gerth Medien vom 8. Juli 2008
(RDB051)
8. Juli 2008
2.000 Gottesdienst-Übertragung von "Hour of Power"
"Hour of Power" („Stunde der Kraft“) ist der Name einer regelmäßigen Fernsehsendung, die wöchentlich die Gottesdienste mit Dr. Robert A. Schuller oder seinem Vater, Dr. Robert H. Schuller, aus der "Crystal Cathedral" in Garden Grove (Kalifornien, USA) überträgt. Am 6. Juli 2008 fand ein besonderes Jubiläum statt: Die 2.000 Gottesdienst-Übertragung von "Hour of Power". Die "Crystal Cathedral", die von dem New Yorker Architekten Philip Johnson entworfen und 1980 eingeweiht wurde, beherbergt eine Gemeinde mit über 10.000 Mitgliedern. In Deutschland wurden die Fernsehübertragungen durch den Verein Hour of Power Deutschland e. V. bekannt gemacht.
Info-Links:
- Sendezeiten (http://hourofpower.de/gottesd2.html)
- Hour of Power Deutschland (http://www.hourofpower.de/uns1.html)
(RDB050)
4. Juli 2008
Wissenschaftliche Gesamtausgabe: 750 Briefe des pietistischen Seelsorgers und Dichters Gerhard Tersteegen (1697-1769)
Die seelsorgerlichen Briefe des pietistischen Denkers, Seelsorgers und Liederdichters Gerhard Tersteegen (1697 - 1769) liegen erstmalig in einer umfassenden Edition vor. Herausgegeben von Gustav-Adolf Benrath erscheinen zwei Bände mit 750 Briefen des "Mystikers vom Niederrhein" in der Reihe „Texte zur Geschichte des Pietismus" (ISBN 978-3-525-55339-8). Eine neue historisch-kritische Gesamtausgabe seiner Briefe lässt Gerhard Tersteegen vor allem als Seelsorger in seiner Zeit lebendig werden.
Ein Beispiel dafür ist der Briefwechsel von Tersteegen mit Christiana Maria Griesenbeck: "Macht nicht soviel Überlegungen aufs Zukünftige, wo es endlich hinaus wolle. Grämt sich auch ein Kindlein den Kopf krank, ob es wohl ein vollkommen erwachsener Mann soll werden?" Mit diesen Worten ermutigt der 32-jährige Gerhard Tersteegen am 28. Juni 1729 seine „geliebte Freundin und Mitstreiterin" Christiana Maria Griesenbeck. Damit beginnt eine über zehn Jahre währende seelsorgerliche Begleitung in Briefen, wie sie Tersteegen zahlreichen Freunden und Anhängern angedeihen ließ.
Gerhard Tersteegen wurde am 25. November 1697 als Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns in Moers im niederländisch-deutschen Grenzgebiet geboren. Seine Laufbahn als Geschäftsmann brach er mit 22 Jahren ab, um sich einer intensiven geistigen und religiösen Suche zu widmen. Inspiriert von radikal-pietistischen Gruppierungen verschrieb er am Gründonnerstag 1724 sein Leben an Jesus Christus. Er wurde zum geistlichen Führer der „Pilgerhütte" zu Otterbeck, einer kommunitären Gemeinschaft im niederbergischen Heiligenhaus.
In der Folgezeit wirkte Tersteegen als Prediger bei Erweckungsversammlungen, als Heilpraktiker und vor allem als Seelsorger. Auf Drängen seiner Anhänger veröffentlichte er später Sprüche, Gedichte und Lieder, die ursprünglich als Gelegenheitslyrik für bestimmte Adressaten entstanden sind. Zu seinen bekanntesten Texten zählen die Choräle: „Gott ist gegenwärtig" und „Ich bete an die Macht der Liebe", die sich bis heute im Evangelischen Gesangbuch wiederfinden.
In Auswertung von Erkenntnissen einer mehrere Forschergenerationen umfassenden wissenschaftlichen Beschäftigung mit den Briefen und im Licht zahlreicher archivarischer Entdeckungen und neuer historischer Erkenntnisse hat dazu der Mainzer Kirchengeschichtler Gustav Adolf Benrath unter Mitarbeit von Ulrich Bister und Klaus vom Orde sämtliche zuzuordnenden Briefe von Gerhard Tersteegen neu ediert und wissenschaftlich kommentiert. Damit sind die 750 Briefe Tersteegens neu zugänglich; viele davon schlummerten bislang unentdeckt in Archiven und Nachlässen.
Bibliographische Angaben zur Gesamtausgabe:
Gustav-Adolf Benrath (Hg.), Gerhard Tersteegen: Briefe. Unter Mitarbeit von Ulrich Bister und Klaus vom Orde.
Texte zur Geschichte des Pietismus, Abteilung V, Band 7. Gießen und Göttingen 2008. 1268 Seiten mit 2
Abbildungen in 2 Bänden mit 663 und 605 Seiten, Leinen, 199,00 Euro; ISBN 978-3-525-55339-8
Links zu Tersteegen-Texten und -Biographien
- Kurzbiographie
- Biographie
- Ausführliche Biographie (mit Literaturverzeichnis)
- Gedichte und Lieder
- Gedichte und Lieder
- Gedichte und Lieder
Info-Links zu Projekten der Pietismusforschung:
- Interdisziplinäres Zentrum zur Pietismusforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Historische Kommission zur Erforschung des Pietismus der UEK
Quelle:
EKD-Pressemitteilung ttp://www.ekd.de/presse/pm161_2008_tersteegen.html vom 17.6.2008 (Abrufdatum: 1. Juli 2008)
(RDB050)
3. Juli 2008
Schweizer "Jesusfest" 2008: Spenden-Überschuss und Geschenke für Bulgarien
Für das «Jesusfest», zu dem im Juli 8000 Menschen in Thun (Berner Oberland) zusammenkamen, um Jesus zu feiern, wurde so viel gespendet, dass ein Überschuss weitergegeben werden kann. Auf der Website der Veranstalter teilt Walter Bernhard vom Projektteam mit: "Wir sind sehr dankbar, dass weit mehr als für die Deckung der Festkosten an Spenden eingegangen ist. Den Überschuss und alle weiteren Einzahlungen werden wir an die vier Hilfswerke und nach Israel weiter leiten." Der "Spendenbarometer"-Grafik (http://www.jesusfest.ch/) kann man entnehmen, dass nicht nur der benötigte Betrag von 110.000 Franken, sondern 137.000 Franken gespendet wurden. Auch die mit dem Jesusfest verbundene Geschenk-Karton-Aktion war erfolgreich; dazu Walter Bernhard: "Weit über 2'000 Geschenke, die mit viel Liebe ausgesucht und schön verpackt wurden, sind nun schon unterwegs nach Bulgarien."
Quelle: http://www.jesusfest.ch/ (Abrufdatum: 30. Juni 2008)
(RDB049)
Jesusfest
1. Juli 2008
Paulusjahr: Lehre und Spiritualität des "Völkerapostels" neu entdecken und Solidarität mit Christen in der Türkei praktizieren
In der römischen Basilika „Sankt Paul vor den Mauern" hat Papst Benedikt XVI. am 28. Juni 2008 das "Paulusjahr" eröffnet. Auch der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomäus I., sowie zahlreiche Vertreter anderer christlicher Kirchen nahmen an dem Gottesdienst teil. Über die Bedeutung des "Völkerapostels" sagte der Papst in seiner Predigt, Paulus sei nicht nur "eine Gestalt der Vergangenheit, derer wir achtungsvoll gedenken", vielmehr sei er "auch für die Menschen heute noch Lehrer, Apostel und Verkünder Jesu Christi".
Wie die Deutsche Bischofskonferenz in einer Pressemitteilung erklärte, ist das Ziel dieses Paulusjahres, das vom 28. Juni 2008 bis zum 29. Juni 2009 dauert, nicht nur die Person des heiligen Paulus, seine Tätigkeiten und seine zahlreichen Reisen, sondern auch seine Lehre und Spiritualität neu zu entdecken. Bereits am 17. Juni wurde dazu die neue Website www.dbk-paulusjahr.de frei geschaltet. Auf ihr stellt die Deutsche Bischofskonferenz neben Grundinformationen über Paulus, seine Schriften und Theologie auch zahlreiche Themenvorschläge und Praxishilfen bereit. Außerdem gibt es Literatur- und Materialhinweise, bibelpastorale und liturgische Anregungen sowie diözesane und überdiözesane Veranstaltungstermine und aktuelle Nachrichten. Das Webangebot richtet sich nicht nur an Gemeinden, Erwachsenenbildungs-Einrichtungen, Verbände und Religionslehrer, sondern an alle Interessierten, die sich über den Völkerapostel informieren oder sich an den vielfältigen Initiativen zum Paulus-Gedenkjahr beteiligen möchten. In zahlreichen deutschen Diözesen und katholischen Einrichtungen finden im Paulusjahr Veranstaltungen, Pilgerreisen und Gottesdienste statt.
Besondere Bedeutung wird der Tatsache beigemessen, dass Paulus aus der kleinasiatischen Stadt Tarsus stammte, die in der heutigen Türkei liegt. Somit wird im Paulusjahr auch die Verbundenheit mit den dort lebenden Christen als besondere Chance gesehen. Schon im Anschluss an die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im Februar 2008 in Würzburg hatte der damalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, mitgeteilt: "Insbesondere möchten wir im Paulus-Jahr die Aufmerksamkeit auch auf die Situation der Christen in der Türkei lenken. Wir empfehlen, durch verstärkte Pilgerreisen an die Wirkstätten des heiligen Paulus die Verbundenheit mit den dort lebenden Christen zum Ausdruck zu bringen. In diesem Zusammenhang informierte uns der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, über den Fortgang seiner Kontakte mit der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) und anderen Stellen wegen der Errichtung eines katholischen Pilgerhauses mit Kirche in der Stadt Tarsus. Wir haben beschlossen, dass eine Gruppe von Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz im Herbst 2008 eine Reise nach Tarsus durchführen soll, um die Solidarität mit den Christen vor Ort zum Ausdruck zu bringen. Wir bemühen uns weiterhin intensiv um eine Stärkung der Religionsfreiheit und die Erlaubnis zur Errichtung von Kirchen in dem Land."
Info-Links:
- Das Leben des Paulus: http://www.dbk-paulusjahr.de/46-0-Leben.html
- Grundinformationen über Paulus: www.dbk-paulusjahr.de
- Paulus - ein Streiter für die Einheit der Christusgläubigen: http://www.dbk-paulusjahr.de/50-0-Wirkungsgeschichte.html
Quellen:
Pressemitteilung der Deutsche Bischofskonferenz vom 17.06.2008 und andere Mitteilungen der Deutsche Bischofskonferenz