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News-2008-Dezember

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Nachrichten-Archiv Dezember

19. Dezember 2008
100 Evangelisten als Weihnachtsmänner unterwegs
"Das größte Geschenk" vor dem Kanzleramt



Dass es im „christlichen Europa“ not-wendig ist, den Sinn des Christfestes wieder klar herauszustellen, zeigten Reaktionen Einzelner, die gar nicht wussten, warum die Christenheit Weihnachten feiert. „Einer meinte“, erinnert sich Pastor Nachtigal, „dass Weihnachten eine Werbe-Idee von Coca Cola sei.“

In U-Bahnen und auf WeihnachtsmärktenDie „evangelistischen Weihnachtsmänner“ waren nicht etwa auf einen Platz konzentriert. Vielmehr wollten sie möglichst viele Stellen erreichen. „Der Weg zum Veranstaltungsort war wirklich aufregend: Schon die U-Bahn Fahrt wurde zur ersten Evangelisation“, berichten die Veranstalter. „Wir sangen einige Weihnachtslieder und verkündigten das Evangelium. Eine Frau in der U-Bahn bekam unser evangelistisches Heft ‚Das größte Geschenk’ und begann zu weinen. Ihr Mann hatte sie nach 40 Jahren Ehe wegen einer Prostituierten verlassen“, so der Berliner Pastor (Kirche am Südstern).

Auch die Berliner Weihnachtsmärkte boten den „Weihnachtsevangelisten“ gute Möglichkeiten: Auf dem traditionellen Spandauer Weihnachtsmarkt waren sie ein Teil des Bühnen-Programms. „Hier sagte ein Mann, dass sein größter Wunsch zu Weihnachten Gesundheit wäre. Er und auch seine Schwester hatten Schmerzen. Zwei Mädchen aus unserem Team beteten für die Frau und sie wurde sofort geheilt. Danach beteten sie auch für ihren Bruder. Auch er wurde sofort frei von Schmerzen“, berichtet das „Winter2Go-Team“. „Ja, Gottes Kraft wirkt sogar durch geisterfüllte Weihnachtsmänner“, meint Werner Nachtigal schmunzelnd.

Eine andere Story: Ein Mann fragte einen der Weihnachtsmänner, wo er Weihnachten feiern könne, denn er sei allein. Er erzählte, wie er in der ehemaligen DDR aufgrund seiner politischen Meinung im Gefängnis gesessen hatte. In der Haft sei er sogar von Mithäftlingen vergewaltigt worden. Später habe er nach einem Autounfall mehrere Monate im Koma gelegen und sei dadurch zum Frührentner geworden. Noch an jenem Tag nahm dieser Mann Jesus an, wie Augenzeugen berichteten. Gott macht keine Unterschiede.

Weil Jesu nicht nur für Außenseiter und Abgeschobene, sondern auch für die „High Society“ gekommen ist, gingen die Weihnachtsmänner schließlich auch zum Kanzleramt. Dort standen aufgrund des Wirtschaftgipfels viele Kamerateams. Ungeniert sangen sie Weihnachtslieder wie „Oh, du fröhliche“ und erzählten von dem größtem Geschenk, das Gott der Menschheit gemacht hat. „Zu unserer Überraschung wurde dies in Ausschnitten in den ARD- und RTL-Nachrichten gezeigt, berichtet Pastor Nachtigal gegenüber Charisma. „Die ARD machte ein kurzes Interview mit mir. In der ARD-Tagesschau hieß es im Off-Kommentar zu unseren singenden Weihnachtsmännern, dass die Geburt des Jesus-Kindes wichtiger sei als Wirtschaftsgeschenke. Dieses wunderbare Wochenende war für mich bereits mein schönstes Weihnachtsgeschenk.“

Selbst die „Stuttgarter Zeitung – online“ hat dieses Geschehen am 15.12.08 aufgegriffen. Hier hieß es u.a.: Angela Merkel hat sich gestern im Kanzleramt mit führenden Köpfen der Wirtschaft über ihr Krisenmanagement beraten. Es mangelt nicht an Vorschlägen. Entscheidungen will die Kanzlerin aber erst im neuen Jahr treffe ...

Und später: "Das größte Geschenk" gibt es an diesem Sonntag vor dem Kanzleramt. Es sind aber nicht die Herrschaften, welche in dunklen Limousinen anrollen, die solche Versprechen machen. Sondern 100 Weihnachtsmänner, die sich dort versammelt haben. Sie verteilen Prospekte, in denen zu lesen steht: "Das größte Geschenk" seien keine Steuermilliarden, Konsumgutscheine oder worüber sonst hinter den Fassaden der Macht verhandelt wird. "Das größte Geschenk" sei der Menschheit vor 2000 Jahren beschert worden. Die frohe Botschaft aus jener Zeit unterscheidet sich deutlich von aktuellen Nachrichten.Weihnachtsmaenner(19.12.2008)

7. Dezember 2008
Aufruf europäischer Leiter zum Holocaust-Gedenktag am 25. Januar 2009


In einer Erklärung der Europäischen Koalition für Israel wird dazu aufgerufen, den 25. Januar 2009 als europäischen Gedenksonntag zu begehen. Gleichzeitig wurde im Rahmen einer Gedenkveranstaltung, die am 12. November 2008 im Europäischen Parlament statt fand, die Kampagne „Aus der Geschichte lernen" gestartet.

Christliche Leiter aus über 20 verschiedenen europäischen Nationen haben gemeinsam mit Mitgliedern des europäischen Parlaments am 12. November der so genannten "Reichskristallnacht" gedacht und die diesjährige Kampagne mit dem Motto „Aus der Geschichte Lernen" gestartet. Diese zielt darauf, die christlichen Glaubensgemeinschaften in Europa über den Holocaust zu informieren und sie zu ermutigen, die Sicherheit des Staates Israels zu ihrem Anliegen zu machen. Die Gedenkveranstaltung wurde gleichzeitig mit der fünften Jahrestagung der Europäischen Koalition für Israel gehalten, die im Europäischen Parlament am 12. November statt fand. Einige Abgeordnete des Europäischen Parlaments, unter ihnen MdP Ingo Friedrich und MdP Elmar Brok aus Deutschland, sprachen über die Wichtigkeit, die kommenden Generationen über die Schrecken des Holocausts zu infomieren, um ein Leugnen des Holocausts und den Verlust einer kollektiven Erinnerung daran zu verhindern.

Auf der Konferenz gaben Teilnehmer aus Schweden, Deutschland und Bulgarien Beispiele, wie Kirchen in allen drei dieser EU-Mitgliedstaaten ihre Gemeinden und Regionen in die Kampagne „Aus der Geschichte lernen" einbeziehen, indem sie z. B. Konzentrationslager besichtigten oder gemeinsam mit Holocaustopfern an Gedenkveranstaltungen teilnehmen. Die Konferenz konzentrierte sich auch auf die aktuellen Bedrohungen gegen den modernen Staat Israel und die europäischen Juden. Shimon Samuels vom Simon-Wiesenthal-Zentrum in Paris gab einige Beispiele, wie Antisemitismus in der Welt floriert – selbst auf Konferenzen, die ausdrücklich auf dem Kampf gegen Rassismus gerichtet sind. Die Beispiele, die er nannte, zeigen, dass dies ein anhaltender Trend ist. „Die UN-Konferenz gegen Rassismus in Durban 2001 hat aktuelle Formen des Rassismus völlig außer Acht gelassen wie zum Beispiel die Situation der Roma in Europa und der Dali in Indien und hat statt dessen den modernen Staat Israel dämonisiert," so Samuels. „Antisemitismus ist in Europa und den Organisationen, die gegründet wurden ihn zu bekämpfen, immer noch ein brennendes Thema", fasste er seine Ausführungen zusammen.

Glyn Gaskarth aus Großbritannien gab eine aktuelle Information über die zunehmende Hasserziehung in den Palästinensergebieten, die trotz des Annapolis-Abkommens stattfindet. Er verlangte den sofortigen Stopp aller Hasserziehung und forderte, dass die Europäische Kommission, die der größte Einzelunterstützer der palästinensischen Behörden ist, die volle Verantwortung für die Überwachung des palästinensischen Erziehungssystem übernimmt.MdP Paulo Casaca aus Portugal äußerte seine tiefe Beunruhigung darüber, dass die Europäische Kommission durch die ‚Europäische Initiative für Demokratie und Menschenrechte’ Projekte unterstützt, die Demokratie und Menschenrechte unterminieren, indem sie Terrorismus und Fanatismus glorifizieren. Er gab ein konkretes Beispiel einer Webseite der Hisbollah, die von der Europäischen Union unterstützt wird und öffentlich einen verurteilten Terroristen als „Helden" bezeichnet.

Der Leiter des Referats der Europäischen Kommission für den Nahen Osten, Leonidas Tezapsidis, verteidigte die Vorgehensweise der EU, indem er einige Beispiele von Projekten nannte, die Frieden und Wiederherstellung fördern. Gleichzeitig musste er aber auch zugeben, dass die Situation alles andere als perfekt sei.

Auf der Konferenz präsentierte die Europäische Koalition für Israel ihr neues Grundsatzpapier, das zeigt, wie die Europäische Kommission Frieden schaffen und Konfliktvermeidung sowohl innerhalb ihrer eigenen Grenzen als auch im Nahen Osten unterstützen kann. Herr Tezapsidis nahm das Angebot gerne an, ausgehend von dem neuen Grundsatzpapier darüber einen anhaltenden Dialog zu führen.

Die Konferenz endete mit einer persönlichen Botschaft der Kommissarin für Außenbeziehungen, Benita Ferrero-Waldner, die die Wichtigkeit der aktiven Erinnerung hervorhob. Die Europäische Koalition für Israel startete bei dieser Gelegenheit die neue Kampagne „Aus der Geschichte lernen" und rief alle christlichen Gemeinschaften dazu auf, den 25. Januar 2009 als europäischen Gedenksonntag zu begehen. Die Kampagne wird am 27. Januar 2009 mit einem Symposium im Europäischen Parlament beendet.

Zu den Persönlichkeiten, die diese Initiative der Europäischen Koalition für Israel unterstützen, zählen u. a. Pastor Ingolf Ellßel (Vorstandsvorsitzender der Pentecostal European Fellowship), Erzbischof Yuriy (Orthodoxe Kirche, Donetsk/Mariupol, Ukraine), Diakon Johannes Fichtenbauer (Wien, Österreich), Jeff Fountain (Europa-Leiter von Jugend mit einer Mission und Vorstandsvorsitzender von Hope for Europe), Pastor Mojmir Kallus (Vineyard Gemeinde, Prag, Tschechien), Pastor Sunday Adelaja (Kiew, Ukraine), Pastor Wolfhard Margies (Gemeinde auf dem Weg, Berlin, Deutschland), Pastor Ulf Ekman (Word of Life, Uppsala, Schweden), Pfr. Hans Weichbrodt (Leiter der Oasis-Erneuerungsbewegung innerhalb der Lutherischen Kirche in Schweden).

Info-Link: www.learnfromhistory.eu
Video-Link: http://www.learnfromhistory.eu/index.php?lang=de
Quelle: Pressemitteilung der Europäischen Koalition für Israel vom 01.12.2008 (RDB67)Europaeisches Parlament(7.12.2008)

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