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News-2008-April

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30. April 2008

Heute beginnt das Jugendtreffen "Christival " in Bremen

Die anhaltende Diskussion um das Christival in Bremen (vgl. Artikel am 28.4.2008 im SPIEGEL) hat inzwischen zu einer großen Solidarisierung vieler Verantwortlicher in Kirchen, Jugendverbänden und christlichen Organisationen geführt (Info-Link). Leitende Geistliche und Mitglieder des Kuratoriums des Jugendtreffens haben dem Christival-Vorstand das Vertrauen ausgesprochen.

Am 7. März 2008 stellte sich eine Gruppe von vier kirchenleitenden Persönlichkeiten noch einmal ausdrücklich hinter Christival: Der pommersche Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald), der bayerische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), Schriftführer Pastor Renke Brahms (Bremen) sowie der Geistliche Vizepräsident Arend de Vries (Hannover) weisen Verdächtigungen zurück, nach denen auf der Veranstaltung gegen Homosexuelle oder Frauen in existenziellen Notlagen „gehetzt“ werden solle. Es gebe auch keine Anhaltspunkte im Programm, dass zu solchen unchristlichen Verhaltensweisen aufgerufen werden solle. Das Christival sei dagegen ein Fest des Glaubens. Es setze in einer wichtigen Lebensphase Akzente für die Glaubensentwicklung junger Menschen und mache sie bereit, Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen. Die Unterzeichnenden der Erklärung (Text s. unten*) bitten daher alle, sich durch die öffentliche Diskussion nicht verunsichern zu lassen und werben für die bisherige Unterstützung dieses christlichen Glaubensfestes für junge Menschen. Ziel des Christivals ist es, Jugendlichen Räume für eigene Gotteserfahrungen zu geben, durch den Glauben an Jesus Christus zu bewegen und zu einem authentischen und praktischen Christsein im Privatleben, in Beziehungen, in Kirche und Gesellschaft zu motivieren.

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Dr. Wolfgang Huber, wird das Christival am kommenden Freitag (2. Mai 2008) besuchen. Wie das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland in Hannover dem Vorstand des Christivals mitteilte, hat Bischof Huber seine bereits zu einem früheren Zeitpunkt gegebene Zusage nach den öffentlichen Diskussionen bekräftigt. In einem Schreiben an den Christival-Vorsitzenden Dr. Roland Werner hat der Präsident des Kirchenamtes, Dr. Hermann Barth, inhaltliche Rückendeckung für das Festival gegeben und sich gegen „Verunglimpfungen von Referenten“ positioniert. Die seit Wochen anhaltenden Diskussionen um das Festival betreffen ein Anfang Januar abgesagtes Seminar zum Thema „Homosexualität verstehen – Chancen der Veränderung“, gegen das vor allem der Grünen-Politiker Volker Beck opponiert hatte. Präsident Barth: „Wir nehmen das Christival und dessen Vorsitzenden vor den ungerechtfertigten und maßlosen Angriffen in Schutz. Die EKD teilt zwar nicht die sehr weit gehenden Vorstellungen der Seminaranbieter über die Therapiebedürftigkeit von Homosexualität und ihre Zugänglichkeit für Therapie. Was sie allerdings nicht unwidersprochen lassen kann, ist die Verunglimpfung der Kreise, die die Überzeugungen der Anbieter des Seminars teilen. In der Kleinen Anfrage vom 24. Januar 2008 (Bundestags-Drucksache 16/7917) werden diese Kreise pauschal als ´religiöse Fundamentalisten´ hingestellt. Eine solche Herabsetzung lässt sich in gar keiner Weise rechtfertigen.“

Das Christival, das dieses Jahr für die Zeit vom 30. April bis 4. Mai 2008 geplant ist, ist das größte evangelische Jugendfestival. Es findet seit 1976 in Abständen von fünf bis sechs Jahren statt und wurde von jeweils mehr als 20.000 Jugendlichen besucht.

Der Beginn der Eröffnungsveranstaltung ist für heute 20 Uhr geplant: Auf der Open-Air-Bühne bereiten die Bands OctoberLight, iThemba und die JesusHouseBand musikalisch auf die Vielfalt des Christivals vor. Der aus Radio und Fernsehen bekannte Journalist Tim Niedernolte moderiert. Für unterhalsame und ernsthafte Botschaften sorgen unter anderem der Kabarettist Torsten Hebel und die Evangelistin Christina Brudereck.


* Die oben genannte Erklärung vom 7. März 2008 im Wortlaut:

"Christival 2008: Ein Fest des Glaubens – trotz Gegenwind

Eine Erklärung der Leitenden Geistlichen Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald), Schriftführer Pastor Renke Brahms (Bremen), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München) und Vizepräsident Arend de Vries (Hannover)

1. Als Leitende Geistliche evangelischer Landeskirchen, aus denen Jugendgruppen und Jugendverbände sowie viele einzelne Jugendliche am Christival vom 30. April bis 4. Mai 2008 in Bremen teilnehmen werden, bedauern wir die gezielt gestreuten Verdächtigungen gegen dieses größte Evangelische Jugendfestival zutiefst. Dadurch werden junge Menschen, aber auch deren Eltern, Verantwortliche in Gemeinden und in Politik und Gesellschaft verunsichert. Dem Christival wird die bisherige Reputation entzogen und sein Ruf geschädigt.

2. Dagegen halten wir fest: Das Christival ist ein Fest des Glaubens. Ziel des Christivals ist es, Jugendlichen Räume für eigene Gotteserfahrungen zu geben, durch den Glauben an Jesus Christus zu „bewegen“ und zu einem authentischen und praktischen Christsein im Privatleben, in Beziehungen, in Kirche und Gesellschaft zu motivieren. Seit 1976 hat das Christival in Abständen von 5 bis 6 Jahren stattgefunden und jeweils 20.000 bis 25.000 Jugendliche aus Landeskirchen (ca. 70 %) und Freikirchen erreicht. Es setzt in einer wichtigen Lebensphase Akzente für die Glaubensentwicklung und macht junge Menschen bereit, Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen.

3. Das Christival ist eine Veranstaltung, die zum Glauben einlädt und zur Nächstenliebe ermutigt. Niemals und in keinem Fall hat das Christival und die für seine Durchführung Verantwortlichen in Aussicht genommen, gegen jemanden „zu hetzen“, auch nicht gegen Homosexuelle, oder zum Hass aufzurufen, schon gar nicht gegen Frauen in existentiellen Notlagen. Es gibt auch keine Anhaltspunkte im Programm und Veröffentlichungen des Christivals, dass zu solchen unchristlichen Verhaltensweisen in seinen Veranstaltungen aufgerufen werden sollte.

4. Als Mitglieder des Kuratoriums sprechen wir der Konzeption des Christivals und dem Vorstand, besonders auch dem Vorsitzenden, Dr. Roland Werner, unser Vertrauen aus. Wir verwahren uns dagegen, ihm unlautere Motive oder eine verborgene Agenda zu unterstellen.

5. Wir bitten alle jungen Menschen, sich von der mit Unterstellungen arbeitenden öffentlichen Diskussion nicht verunsichern zu lassen und an ihren Plänen, am Christival teilzunehmen, festzuhalten. Eltern und Erzieher, Jugendmitarbeiterinnen und Pfarrer, Politikerinnen und Politiker, sollten diesem christlichen Glaubensfest die notwendige Begleitung und Unterstützung nicht entziehen. Das Christival ist eine Chance, sich von der uralten und doch immer wieder frischen Botschaft von Jesus Christus bewegen zu lassen. Wer kann, sollte diese Chance nutzen.

Hannover, 7. März 2008
Pressestelle der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers"



29. April 2008

Eröffnungsveranstaltung mit ca. 16.000 Christival-Teilnehmern
Bundesverdienstkreuz für Liedermacher Manfred Siebald


Manfred Siebald (Mainz) und seine Frau, die Ärztin Christine Siebald, werden morgen (30. April) das Bundesverdienstkreuz erhalten.

Bundespräsident Horst Köhler verleiht die Auszeichnung an Menschen, die besondere Verdienste für das Gemeinwohl erworben haben. Der Liedermacher und Amerikanistikprofessor Manfred Siebald , der bislang mehr als 350 Lieder schrieb und gerade sein neuestes Buch, den Erzählungsband "Pitti lächelt", veröffentlicht hat, hat seit den siebziger Jahren in seiner Freizeit mehr als 2.000 Konzerte gegeben, deren Erlöse sämtlich an diakonische und missionarische Einrichtungen in Europa, Asien und Südamerika geflossen sind. Viele Lieder wurden in kirchliche Gesangbücher aufgenommen.
In der Begründung für die Ordensverleihung heißt es, Siebalds Wirken sei "eine wichtige Bereicherung der Kirchenmusik". Der 59-Jährige lehrt seit 1977 an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz amerikanische Literatur und Kultur. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Beziehungen zwischen Literatur und Religion in den USA.
Christine Siebald, die seit 35 Jahren die Konzertarbeit ihres Mannes organisiert, arbeitet ehrenamtlich bei der Hilfsorganisation humedica mit, die medizinische Teams in Katastrophengebiete und zu regelmäßigen Hilfseinsätzen in unterversorgte Länder schickt. Frau Siebald engagierte sich unter anderem in Gefängnissen in Madagaskar, Ruanda, Peru und Nicaragua.

Quelle: PRO | 28.04.08





28. April 2008

SPIEGEL vom 28.4.2008
Im neuesten SPIEGEL: Das Christival in Bremen und evangelikale Gruppen

Die neueste SPIEGEL-Ausgabe (28. April 2008) enthält auf den Seiten 38 bis 41 einen Artikel über evangelikale Gruppen und das Christival in Bremen: Der Autor Peter Wensierski beschreibt unter der Überschrift "Aufschwung Jesu" die evangelikalen Bewegungen in Deutschland und kommt zu dem Schluss: "Evangelikale Gruppen, organisiert nach amerikanischem Vorbild, haben sich auch in Deutschland ausgebreitet. Nun suchen sie Einfluss auf die Politik."

Das Medienmagazin PRO kommentiert den SPIEGEL-Artikel allerdingt folgendermaßen: "Sein Beitrag zeichnet mehr eine Drohkulisse denn eine sachliche Darstellung der Wirklichkeit. Von "christlichen Eiferern", vom "Kampf um die Zukunft der religiösen Landschaft" und "Feldzug" ist die Rede. (...) Mit derlei überzogenem Vokabular lassen sich die Evangelikalen freilich leicht als reaktionäre Spinner darstellen, die eine Gefahr für Freiheit und Demokratie darstellen. Nur entspricht dieses Bild eben nicht der Realität – die der "Spiegel" eigentlich abbilden sollte."

Quelle: PRO | 28.04.08

Link zum oben erwähnten Kommentar im Medienmagazin PRO und zum Christival in Bremen




24. April 2008
"Treffpunkt Weltkirche 2008": Eva Hermans Kongress-Beitrag jetzt im Internet

Der Beitrag von Eva Herman (u. a. über die Veränderungen in ihren Ansichten) und andere Beiträge vom katholischen Kongress "Treffpunkt Weltkirche 2008" (s. unten unter 13.4.2008) sind nun als Audio-Dokumentation auf Kathtube zugänglich: http://www.kathtube.com/audio/3158/eva-herman-beim-treffpunkt-weltkirche-2008.

22. April 2008
Christliche Pilger am Jordan

Die israelische Armee hebt vorübergehend am Dienstag und Mittwoch eine militärische Ausgangssperre auf, um Tausenden von christlichen Pilgern zu ermöglichen, zu dem Ort am Jordanfluss (in der Nähe von Jericho) zu pilgern, an dem der Tradition zufolge Jesus von Johannes dem Täufer getauft wurde. Seit dem Ausbruch der Zweiten Intifada im Jahr 2000 hält die israelische Armee diese Stätte geschlossen. Zweimal im Jahr – an Weihnachten und Ostern - wird es jedoch Pilgern ermöglicht an die Stelle, die im Arabischen Qasr el-Yahud genannt wird, zu reisen. Es werden Teilnehmer aus der ganzen Welt erwartet. Es werden hauptsächlich Griechisch-Orthodoxe, Äthiopier, Kopten und Syrisch-Orthodoxe Gemeinden teilnehmen. Die Ostkirche feiert Ostern einen Monat nach der Westkirche, da es Unterschiede im gregorianischen und julianischen Kalender gibt.

Quelle: Copyright © 2007/2008 israel heute - Alle Rechte vorbehalten (www.israelheute.com - info@israelheute.com - Meldung vom 22. April 2008; http://www.israelheute.com/default.aspx?tabid=206)


19. April 2008
ARD zeigt Film des christlichen Regisseurs David L. Cunningham: "Gefangen in der Hölle"

Filmdaten: Spielfilm USA/Großbritannien/Thailand 2000
Originaltitel: To end all Wars
Sendezeit: Samstag, 19.04.2008, 00:55 Uhr
Titel: Gefangen in der HölleSender: Das Erste
Regie: David L. Cunningham Laufzeit: 112 Minuten

Aus der Ankündigung des Senders: "1942 erobern japanische Truppen Singapur und nehmen unter anderem eine kleine Gruppe alliierter Soldaten gefangen. Die Männer, Angehörige eines versprengten schottischen Bataillons, werden in ein thailändisches Dschungelcamp deportiert, wo sie unter mörderischen Bedingungen am Bau einer Eisenbahnlinie durch den Urwald arbeiten.

Bald kristallisieren sich unter den Häftlingen zwei Fraktionen heraus: Um Hoffnung und Selbstdisziplin in der Gruppe zu erhalten, gründet Captain Dusty Miller eine „Dschungelakademie". Der unbeugsame Major Campbell kennt dagegen nur einen Gedanken: Flucht. Doch mit seinen Plänen setzt er das Leben aller Mitgefangenen aufs Spiel.

Das Kriegsdrama "Gefangen in der Hölle" ist eine ebenso aufwendige wie bewegende Chronik der wahren Ereignisse, die bereits David Lean in seinem Meisterwerk „Die Brücke am Kwai" verarbeitete. (...) Authentische Schwarz-Weiß-Fotos aus dem Zweiten Weltkrieg, blitzlichtartig zwischengeschnitten, erinnern den Zuschauer daran, dass die Geschichte auf wahren Ereignissen beruht. Das dokumentarische Ende des Films zeigt den „echten" Ernest Gordon bei einem Treffen mit dem Lagerdolmetscher Takashi Nagase, 50 Jahre nach Kriegsende."

Quelle: Das Erste http://programm.daserste.de/detail1.asp?id=X000594523&sdatlo=19.04.2008&dpointer=37&anzahl=42&ziel=37 (19.04.2008)

Weitere Infos:
- http://de.wikipedia.org/wiki/To_End_All_Wars_%E2%80%93_Die_wahre_H%C3%B6lle_am_River_Kwai
- http://en.wikipedia.org/wiki/To_End_All_Wars


18. April 2008
EKD-Ratsvorsitzender begrüßt, dass Bundesländer Irak-Flüchtlinge aufnehmen wollen

Zum Abschluss ihrer Frühjahrstagung haben die Innenminister der Bundesländer am 18.4.2008 der Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Irak zugestimmt. Am Freitag forderten sie in Bad Saarow Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble auf, bei seinen EU-Kollegen insbesondere für die Aufnahme verfolgter Christen zu werben. Die in Luxemburg tagenden EU-Innenminister machten zunächst keine konkreten Zusagen.

Die Aufnahme von Irak-Flüchtlingen müsse eine gemeinsame EU-Initiative sein, sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Brandenburgs Ressortchef Jörg Schönbohm (CDU). Sein hessischer Amtskollege Volker Bouffier (CDU) unterstrich die Notwendigkeit eines gemeinsamen "europäischen Patronats".

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) begrüßte den Vorstoß der deutschen Innenministerkonferenz. Der Ratsvorsitzende Wolfgang Huber sprach von einem "positiven Signal". Es sei zu erwarten, dass die deutsche Initiative weitere Nachahmer in den EU-Staaten finde. Begrüßenswert sei die Absicht Frankreichs, Flüchtlinge aus dem Irak aufzunehmen, so Huber weiter. Zudem hätten sich die Niederlande, Dänemark, Irland, Finnland, Schweden und Großbritannien für Initiativen zugunsten besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge ausgesprochen.

Quelle: EKD-Presseveröffentlichung vom 18.4.2008 http://www.ekd.de/aktuell_presse/213.html


17. April 2008
50. Geburtstag der Fokolar-Bewegung in Deutschland

In Berlin beging die Fokolar-Bewegung am Donnerstag, den 17. April ihren 50. Geburtstag in Deutschland. Gäste aus den Kirchen, aus Politik und Gesellschaft und Mitglieder aus ganz Deutschland und Vertreter aus den umliegenden europäischen Nachbarländern waren angereist. In ihren Festreden eröffneten Christian Krause und Gesine Schwan wichtige Perspektiven für einen vielseitigen Dialog in Kirche und Gesellschaft.

„Bemühen wir uns um echte Beziehungen, mit wem auch immer wir zusammen sind, Beziehungen, die auf einer Liebe gründen, die keine Grenzen kennt – wie die Liebe Jesu, der sein Leben für jeden Menschen gegeben hat.“ Dieser Appell ihrer kürzlich verstorbenen Gründerin und Präsidentin, Chiara Lubich, stand über dem Festakt, mit dem die Fokolar-Bewegung in der Berliner Friedrichstadtkirche ihr 50-jähriges Bestehen in Deutschland feierte. Bei der Botschaft der Gründerin handelte es sich um den letzten von ihr selbst herausgegeben Text. In einer Art geistlichem Testament unterstrich sie die zentrale Ausrichtung der von ihr ins Leben gerufenen Bewegung: „Täglich begegnen wir in unserer Welt Mühsal, Dunkel und Uneinheit. In all dem erkennen wir ein Antlitz des gekreuzigten und verlassenen Jesus und sollen es durch unsere Liebe in Trost, Licht und Einheit verwandeln. Ich wünsche euch, dass ihr in der Liebe zu (ihm) ... den Beweggrund und die Kraft findet, dem Leid nicht auszuweichen, sondern ... Abhilfe zu schaffen. Dann werden wir – auch in Deutschland – erleben, was wir ‚Kultur der Auferstehung’ nennen könnten: Kultur des Auferstandenen, des neuen Menschen, der neuen Menschheit.“

„Gut aufgestellt“ für diesen Dienst an der Menschheit sieht der frühere Präsident des Lutherischen Weltbundes, Christian Krause, die Fokolar-Bewegung. Dass er als lutherischer Bischof in einer von Frauen gegründeten ursprünglich katholischen Bewegung eine Festansprache halten dürfe, sei ungewöhnlich. Dennoch habe er diese Einladung als Zeichen der Nähe und Verbundenheit gerne angenommen. Krause zeichnete einige historische Linien der Fokolar-Bewegung in Deutschland nach, besonders deren bewusster Einsatz in der DDR und den Ländern des Ostblocks sowie wichtige Einsatzfelder in der Ökumene. Heute, nach dem Tod ihrer Gründerin, stehe die Bewegung an einem Wendepunkt. Doch „angesichts der die Menschheit lebensgefährlich bedrohenden Spaltungen“ sei nun eine neue Generation dieser „geistlichen Friedensbewegung für die Einheit“ dazu gerufen, den offenen Weg der Bewegung fortzusetzen.

Gesine Schwan, Präsidentin der Viadrina-Universität in Frankfurt an der Oder und nach Krause zweite Festrednerin, führte diesen Gedanken fort: Offenheit falle leichter, „wenn wir die Hoffnung hegen, dass wir im Tiefsten miteinander verbunden sind“, sagte die Soziologie-Professorin in ihrer Ansprache zum Thema „Dialogisch leben: Gesellschaft und Geschwisterlichkeit“. Schwan zeigte sich über die Einladung zu einer Festrede überrascht und erfreut. „Überrascht, weil sie zuvor mit der Bewegung wenig vertraut gewesen sei; erfreut, „weil mir Ihre Ziele sehr nahe sind, und mich diese Übereinstimmung in meinem eigenen Denken und Glauben bestärkt hat.“

„Über Brücken“ lautet das Motto der Festveranstaltung, zu der 380 geladene Gäste aus vielen christlichen Kirchen und Verbänden sowie Vertreter des politischen und gesellschaftlichen Lebens nach Berlin gekommen waren. Was dieser Slogan allein im Spektrum der christlichen Kirchen bedeutet, zeigte die bunte Reihe der Würdenträger, die sich mit zum Teil sehr persönlich gehaltenen Grußworten an die Festversammlung wandten. Neben dem Berliner Kardinal Georg Sterzinsky standen dabei der armenische Erzbischof Karekin Bekdijan, der griechisch-orthodoxe Bischof Evemnios Tamiolakis und der lutherische Pfarrer und CVJM-Leiter Thomas Römer gemeinsam auf der Bühne.

Für die Fokolar-Bewegung – so resümierten die Deutschlandsprecher Marianne Schneppe und Severin Schmid ­– sei die Veranstaltung Grund zur Freude und Dankbarkeit, vor allem aber Verpflichtung für die Zukunft – immer im Sinne dessen, was ihnen die Gründerin als Letztes ins Stammbuch geschrieben hatte: „Bemühen wir uns um echte Beziehungen, mit wem auch immer wir zusammen sind, Beziehungen, die auf einer Liebe gründen, die keine Grenzen kennt.“

Quelle: http://www.fokolar-bewegung.de/magazin/artikel.php?artikel=596&type=&menuid=67&topmenu=67 (23.4.2008)

Videos:

1. Ansprache der Geistlichen (u. a. Pfr. Thomas Römer, München) http:// www.kathtube.com/video/3093/50-jahre-fokolare-ansprache-von-geistlichen-7-10
2. Landesbischof i.R Dr. Christian Krause, "Dialogisch leben - Kirche und Einheit" http://www.kathtube.com/video/3096/50-jahre-fokolar-in-d-landesbischof-i-r-dr--christian-krause-8-10
3. Prof. Dr. Gesine Schwan "Dialogisch leben - Gesellschaft und Geschwisterlichkeit" http://www.kathtube.com/video/3082/50-jahre-fokolar-prof--dr--gesine-schwan-9-10


16. April 2008
Europäische Familiendienst-Konferenz von Jugend mit einer Mission (JMEM)

Mitte April kamen - wie bereits in den vergangenen Jahren - leitende Mitarbeiter der Familiendienst-Teams des internationalen Misssionswerks Youth With A Mission (Jugend mit einer Mission) aus mehreren europäischen Ländern zu einer Planungs- und Fortbildungskonferenz zusammen. Dazu waren insgesamt 45 Mitarbeiter aus der Ukraine, der Schweiz, den Niederlanden, Tschechien, Norwegen, Frankreich, Dänemark, England, Rumänien, Österreich, Weißrussland und Deutschland angereist; aus dem Gastgeberland waren mehrere Ehepaare dabei.
Teilnehmer der europäischen Familiendienst-Konferenz 2008 von Jugend mit einer Missio
n. Nach den vorausgegangenen Konferenzen (s. englische Berichte im Archiv) in Kiew (Ukraine), in Plzen (CZ) und in der Schweiz (s. Foto unten) traf man sich dieses Mal vom 13. bis 16. April 2008 in der Nähe von Bratislava (SK). Zum Konferenzprogramm gehörten neben vielen anderen Impulsen der Erfahrungsaustausch und die Informationen über neue Kursangebote und Materialien, die sich in der Ehe- und Familienarbeit bewährt haben. Richard Kane aus England informierte über die von ihm initiierte "Marriage Week", die seit über 10 Jahren jedes Jahr im Februar in England stattfindet und die es inzwischen auch in der Schweiz und Tschechien gibt. 2009 wird dieses Projekt auch in Deutschland starten.

Weitere Infos:
http://jmem-familiendienst.de
www.ywamfamilyministries.eu


Die Familiendienst-Konferenz von Jugend mit einer Mission (JMEM) fand 2007 in der Schweiz statt (s. Foto); dieses Jahr traf man sich in der Slowakei.


16. April 2008
Studiengang an Bibelschule: "Gesellschaftstransformation"

Beim Marburger Bibelseminar gibt es einen neuen Master-Studiengang in "Gesellschaftstransformation". In Kooperation mit der "Universität von Südafrika" (UNISA) bietet die theologische Ausbildungsstätte ab kommenden Herbst den neuen Studiengang an."Gesellschaftstransformation" ist ein relativ neuer Begriff und "aus dem Studium von Veränderungsprozessen entstanden, in denen Gemeinde, Mission und sozialer Wandel Hand in Hand gehen", erklärt die offizielle Website gesellschaftstransformation.de.

Diese Veränderungsprozesse sollen in dem neuen Studiengang näher beleuchtet werden ebenso wie langfristige Überlegungen, wie man diese Prozesse lenken kann. Die Studenten befassen sich mit "spirituellen, physisch-materiellen und der psychischen und sozialen Dimension des menschlichen Zusammenlebens". Ziel des Studiengangs ist es laut der Website, christliche Gemeinden und Projekte zu befähigen, "in der sich verändernden Wirklichkeit neuen Herausforderungen im jeweiligen gesellschaftlichen und kulturellen Kontext gezielt begegnen zu können".

Weitere Informationen: http://www.marburger-bibelseminar.de/

QUELLE: pro / PRO VON: DH | 16.04.08


13. April 2008
Katholischer Kongress "Treffpunkt Weltkirche" mit 2500 Teilnehmern

Nach Angaben der Veranstalter besuchten mehr als 2500 Teilnehmer die Gottesdienste und Podien des "3. Internationalen Kongresses Treffpunkt Weltkirche", der vom 11. bis 13. April 2008 in Augsburg statt fand; damit sei die Besucherzahl gegenüber dem letzten Kongress um etwa dreißig Prozent gestiegen.

Besonders der erstmals in den "Treffpunkt Weltkirche" integrierte Familienkongress habe sich als Magnet für junge Familien erwiesen: "Zusammen mit dem vom katholischen NET-Projekt angebotenen Kinderkongress haben die auf Familien zugeschnittenen Angebote dazu beigetragen, dass man mehr denn je von einem 'Kongress für alle Generationen' sprechen kann."

Besonderen Anklang fand neben den Gesprächsrunden über die Lage der Kirche in Afrika, in China und im Heiligen Land ein Familien-Podium mit Christa Meves, Barbara Wussow, Eva Herman und anderen bekannten Persönlichkeiten. Ein besonderes Highlight sei die "bunte Glaubenskundgebung SPIRIT 2008 mit aufrüttelnden Kurzansprachen, mutmachenden Gesprächen und berührenden musikalischen Beiträgen" sowie das Abschlussreferat des Arztes Dr. Manfred Lütz gewesen.

Quelle: http://www.kirche-in-not.de/01_aktuelles/meldungen-2008-treffpunkt-weltkirche-rueckblick.php (19. April 2008)


10. April 2008
Stiftung Schleife (Winterthur) unter neuer Leitung

Die Exekutivleitung der "Stiftung Schleife" wurde Andreas Keller (37) übertragen; seine Verantwortungsbereich umfasst die Leitung für das Exekutiv-Leitungsteam, das operative Geschäft der Stiftungsangebote und den Verlag. Zurzeit beschäftigt die Stiftung Schleife 27 Mitarbeitende, 3 Lehrlinge und ca. 200 ehrenamtliche Teammitarbeitende.

Andreas Keller ist der Sohn der bisherigen Gründer und Leiter der Stiftung Schleife, dem Ehepaar Geri und Lilo Keller. Lilo Keller, die zuvor für die Exekutivleitung verantwortlich war, wird zukünftig innerhalb des Leitungsteams und des Stiftungsrats weiter für die Schleife tätig sein; Stiftungsratspräsident ist Pfarrer Geri Keller.

Ziel der Stiftung Schleife ist, Gemeinden aller Denominationen, christliche Werke sowie andere Gruppierungen in ihrer praktischen und geistlichen Entwicklung zu fördern und unterstützen. Zu diesem Zweck bietet die Stiftung gottesdienstliche, seelsorgerliche und schulische Angebote, die auch in Deutschland bekannt und geschätzt sind. Das Gründerehepaar, Geri und Lilo Keller, beschreibt seine Perspektive für die Stiftung Schleife folgendermaßen: "Über die Jahre haben wir erkannt, dass das Reich Gottes besonders dann in unseren Leben Gestalt gewinnt, wenn wir in der Kraft der Versöhnung zuerst mit unserem Gott und dann auch mit den Menschen, unseren Geschwistern und insbesondere mit unserem älteren Bruder Israel leben. ... Diese Botschaft tragen wir weiter - über alle kirchlichen und denominationellen Abgrenzungen hinaus: 'Lasset euch versöhnen mit Gott!' (2. Kor 5, 20)"

Verantwortliche und Mitarbeiter der Stiftung Schleife sind mit ihren Familien zu einer Dienst- und Lebensgemeinschaft zusammengeschlossen, die rund 170 Erwachsene umfasst.

Info-Link zur Stiftung Schleife



4. April 2008
China: Heftige Verfolgung vor Olympia

(Open Doors, 04. April 2008) – Wenige Monate vor den Olympischen Spielen in Peking hat die Regierung bei der systematischen Verfolgung von Hausgemeindechristen nicht eingelenkt. Einige Dienste von Open Doors in China mussten aus Sicherheitsgründen vorerst eingestellt werden. Einheimische Christen berichten von einer regelrechten Angriffswelle.

Im Vorfeld von Olympia hat die Regierung bei der Umsetzung ihrer Anti-Missions-Kampagne („Taifun Nr. 5“) viele Hausgemeinden geschlossen, Gemeindeleiter unter Hausarrest gestellt, Christen verhaftet oder in Umerziehungslager deportiert. Schulungen von Kirchenleitern und die Literaturverteilung sind stark beeinträchtigt. Viele Tagungen wurden abgesagt, nachdem Beamte einheimische Kontaktpersonen bedrohten. Wer sich den staatlichen Repressalien widersetzte, wurde drangsaliert oder verhaftet.

Beamte des Büros für öffentliche Sicherheit (PSB) durchsuchten deren Häuser und beschlagnahmten Bibeln und christliche Literatur. Hausgemeindepastoren in den Austragungsstädten berichten von regelmäßigen Hausdurchsuchungen und Gefängnis- oder Geldstrafen. Beamte haben ein Schulungsseminar verboten, das Timothy (Name geändert), Leiter eines Hausgemeindenetzwerkes, auf Einladung in einer staatlichen Drei-Selbst-Kirche durchführen sollte. Sein Telefon wird abgehört. Ein in einer entlegenen Gegend organisiertes christliches Jugendlager wurde kurz nach Eröffnung von der Polizei geräumt. In staatlichen Universitäten wird der E-Mailverkehr der Studenten überwacht. Dadurch konnten Beamte eine Liste von Christen, die das Evangelium an Kommilitonen weitergeben, erstellen. Jede Person auf der Liste wurde verwarnt. Über 100 ausländische Christen, die viele Jahre in China lebten und arbeiteten, wurden festgenommen, verhört oder abgeschoben.

Olympia-Gebetskampagne

Um den chinesischen Christen beizustehen, hat Open Doors eine weltweite internationale Gebetskampagne für China initiiert. Bislang haben sich schon Hunderte von Christen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bereit erklärt, wöchentlich zehn Minuten für China zu beten. Zur Kampagne kann ein Sonderheft und eine DVD* mit Hintergründen, Hilfsprojekten und Gebetsanliegen bestellt werden.

* Bestellung über info@opendoors-de.org oder Telefon 06195-67670.


2. April 2008
"Spiegel"-Sonderheft zum Islam in Ägypten verboten

Ägypten hat den Verkauf des "Spiegel"-Sonderheftes "Allah im Abendland – Der Islam und die Deutschen", das am 25. März erschienen ist, am Dienstag untersagt. Die ägyptische Regierung verbietet das Sonderheft, da es den muslimischen Propheten Mohammed beleidige, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die staatliche Presseagentur Mena in Ägypten.

Das Heft setzt sich mit dem Verhältnis der Deutschen zum Islam auseinander. Immerhin mehr als drei Millionen Muslime leben laut "Spiegel" in Deutschland. Das Nachrichtenmagazin widmet sich insbesondere seit den Anschlägen vom 11. September 2001 immer mehr dem Islam, so auch in dieser aktuellen Sonderausgabe. Lesern wird in Beiträgen von "Spiegel"-Redakteuren, Islam-Experten aber auch Islam-Gläubigen Hintergrundwissen zum Islam vermittelt.

Laut dem ägyptischen Informationsminister Anas el-Feki seien beleidigende Bilder und Textpassagen der Grund für ein Verkaufsverbot der Sonderausgabe. Weiter sagt er: "Wir sind für die Pressefreiheit, aber wir können nicht zulassen, dass Religionen beleidigt werden." In der Meldung der staatlichen Presseagentur heißt es weiter, dass das Heft den Islam als eine "christliche Sekte" charakterisiert habe. Hinzu kommt die Aussage eines deutschen Orientwissenschaftlers, dass der Islam zu Gewalt und Terrorismus aufrufe.

Bereits im Februar ließ Ägypten den dänischen Botschafter vorladen, um gegen den Nachdruck einer Mohammed-Karikatur zu protestieren und verbot gleichzeitig vier westliche Zeitungen wegen angeblicher Beleidigung des Islams.

VON: DANIEL HÖLY | 2.04.08

QUELLE: pro



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