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„Ich bin nur ein Gefäß seines Wirkens“

Charisma 149 > Aus dem Magazin

Burkhard Müller
„Ich bin nur ein Gefäß seines Wirkens“
Erfahrungen mit der Kraft Gottes in Südamerika (Teil 2)

In der letzten Ausgabe berichtete Burkhard Müller von dem Beginn seines Südamerika-Einsatzes und einigen erstaunlichen Wundern auf seiner Reise. Nachfolgend setzt er seinen packenden Reisebericht fort.

Kreative Wunder
Diesmal möchte ich damit beginnen, Ihnen zwei bemerkenswerte „kreative Wunder“ zu bezeugen:
Ich betete für einen 37-jährigen Mann. Schon nach seiner Geburt war das rechte Ohr fast taub. Als kleines Kind verlor er dann jegliches Hörvermögen auf diesem Ohr. Ich betete, dass Gott jedes fehlende oder tote Teil seines Ohres durch neue Teile aus dem „Ersatzteillager des Himmels“ ersetzen möge – im Namen Jesu! Darauf fiel der Mann unter der Kraft Gottes auf den Boden. Ich wusste, dass er geheilt war, und so ging ich zur nächsten Person, die Gebet wünschte. Später saß er auf dem Boden und weinte. Wir fragten ihn, was Gott für ihn getan hatte: Er konnte klar und deutlich mit seinem rechten Ohr hören! Ich bat ihn, sein Zeugnis auf der Plattform zu geben, aber er konnte es nicht tun. Er saß nur auf dem Boden und weinte unaufhörlich, so überwältigt war er; er konnte einfach nicht sprechen.

Danach betete ich für einen anderen Mann der durch einen Unfall einen bleibenden Schaden erlitten hatte: An seinem linken Bein oberhalb des Knies hatte er eine riesengroße Narbe. Ein faustgroßes Stück Fleisch über seinem Knie fehlte, er hatte ein richtiges Loch im Bein. Diese Verletzung hatte auch den Hauptnerv durchtrennt; unterhalb der Verletzung hatte er keinerlei Gefühl. Er wollte so gerne niederknien und Gott anbeten, aber er traute sich das nicht zu, weil er Angst hatte, hinzufallen. So kniete ich nieder, umfasste sein Bein mit meinen beiden Händen und betete für ein Schöpfungswunder: „Herr, lass neue Nerven in diesem Bein wachsen, sodass wieder Gefühl in dieses Bein zurückkehrt – im Namen Jesu!“ Sein Bein fing an, unter der Kraft des Heiligen Geistes zu zittern und zu beben. Dicke Tränen liefen dem Mann über die Wangen, dann fiel er unter der Kraft Gottes zu Boden. Wieder überließ ich ihn Gottes Gegenwart, denn er ist es, der heilt. Ich bin nur ein Gefäß, durch das seine Kraft fließen kann.

Unter der Leitung des Heiligen Geistes ging ich weiter und betete für die nächsten Personen. Plötzlich deutete Nicolas (unser Übersetzer) auf diesen Mann: er kniete auf dem Boden und betete Gott an. Immer wieder schlug er mit seinem linken Knie auf den Boden auf. Wir fragten ihn, was Gott für ihn getan hatte: „Ich kann mein linkes Knie fühlen – Gefühl kommt in mein ganzes linkes Bein!“ Er weinte und weinte und war vollkommen überwältigt von der Liebe Gottes!

Gott heilt – so oder so
Wir haben für so viele Menschen gebetet. Alle wurden berührt von der Gegenwart Gottes, aber nicht alle wurden spontan geheilt. Manche spürten eine sofortige Besserung, zum Beispiel ließ der Schmerz spürbar nach – Gott hatte einen Heilungsprozess begonnen.

Man kann das mit folgender Situation vergleichen: Ein Arzt verschreibt einem Patienten ein Antibiotikum. Dieses Medikament wird normalerweise sieben bis zehn Tage eingenommen, der Heilungsprozess ist erst nach Ablauf dieser Tage beendet. So ähnlich ist es bei Gottes Heilungsprozess. In dieser Zeit ist der Glaube des Kranken gefordert: Es ist wichtig, diesen Heilungsprozess jeden Tag neu für sich in Anspruch zu nehmen, damit man die Heilung nicht durch Zweifel wieder verliert. Letztlich ist es aber Gott, der heilt – entweder durch eine Spontanheilung oder durch einen Heilungsprozess. Beides können wir voller Dankbarkeit aus der Hand Gottes, unseres Arztes, annehmen.

In vielen Fällen kann eine erfolgte Heilung nur durch einen Arzt festgestellt werden, wie zum Beispiel bei Blutgefäßerkrankungen oder Erkrankungen des Immunsystems und der inneren Organe. Bei Menschen, die wegen Drogen- oder Alkoholmissbrauchs Gebet wünschen, wird erst ein verändertes Verhalten zeigen, ob ein Befreiungsgebet erfolgreich war. Der Wille zur Veränderung und das von Gott erneuerte Denken sind hier Voraussetzungen für eine dauerhafte Befreiung.

Sonderbare Kugeln
Wir haben viele Fotos gemacht, um das Wirken Gottes zu dokumentieren. Dabei zeigte sich bei den Digitalaufnahmen ein interessantes Phänomen (s. Fotos): Auf den Bildern sah man oft Kugeln unterschiedlicher Größe um Personen herum oder auf Personen, oft im Raum schwebend oder über der ganzen Versammlung verteilt. Wir benutzten unterschiedliche Digitalkameras und hatten immer wieder die gleichen Resultate. Die Pastoren waren ganz wild darauf, solche Fotos zu schießen, und sie zeigten uns immer wieder neue Aufnahmen mit Kugeln.

Mit bloßem Auge war nichts zu erkennen, aber auf dem Foto waren die Kugeln plötzlich zu sehen. Manche prophetisch begabte Menschen sagten, diese Kugeln seien Engel. Nun, Engel waren bei diesen gesegneten Veranstaltungen sicher viele anwesend, aber ich überlasse es dem Leser, sich eine Meinung zu diesem Phänomen zu bilden.

Immer, wenn dieses Phänomen auftrat, war Gottes Herrlichkeit gegenwärtig; dann befanden wir uns unter einem offenen Himmel. Eigentlich möchte ich immer unter einem offenen Himmel dienen! Wie sieht es mit Ihnen aus?


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