Charisma 152 > Aus dem Inhalt
Emmerich Adam
Gemeindelose Christen oder Christen ohne „Gemeinde“?
Gemeindelose Christen?
Gibt es überhaupt gemeindelose Christen? Faktisch ja: Christen, die persönlich an Jesus glauben, beten, die Bibel lesen und sich Predigt-Videos im Fernsehen oder Internet anschauen – dies alles aber allein für sich „im stillen Kämmerlein“ tun. Mit anderen Christen pflegen sie keine verbindliche Gemeinschaft. Vielleicht gehen sie von Zeit zu Zeit auf eine Konferenz, ab und zu besuchen sie vielleicht sogar einen Gottesdienst ihrer Wahl, aber es bleibt punktuell und unverbindlich, tiefere Beziehungen zu Mitchristen werden dabei nicht eingegangen.Die Gründe für ein solches „Einzelkämpferdasein“ können unterschiedlich sein. Auch wenn von den betreffenden Personen zunächst oft sachliche Gründe genannt werden … letztlich stecken ganz persönliche Erfahrungen dahinter: In der Regel haben sie mit anderen Christen, mit Gemeinden schlechte Erfahrungen gemacht. Sie wurden verletzt, enttäuscht, sie wurden nicht anerkannt, vielleicht nicht einmal wirklich wahrgenommen, sie konnten vielleicht ihre Gaben nicht einbringen oder wurden sogar geistlich missbraucht. Irgendwann haben sie dann für sich die Festlegung getroffen: „Ab jetzt ziehe ich allein mit dem Herrn meine Wege!“Aber gibt es – theologisch oder biblisch gesehen – gemeindelose Christen? „Ein Christ ist kein Christ“, hat mal jemand gesagt. Wenn wir die Bibel von vorn bis hinten durchlesen und uns nicht nur einzelne Bibelstellen herauspicken, dann stellen wir fest: Gott und Gemeinschaft, Glaube und Gemeinschaft, Christsein und Gemeinschaft gehören untrennbar zusammen. Ich spreche bewusst von „Gemeinschaft“ und nicht …
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