Mediathek > Charisma-Online-Archiv > Text der Woche
"Für mich ist malen eine wichtige Art, Zeit mit Gott zu verbringen"
Die deutsch-amerikanische Künstlerin Mayra Pankow malt – und erlebt dabei Gottes Gegenwart
Wir sitzen in der Christus Gemeinde Duisburg. Der Neuseeländer Chris Gore ist mit einem Team aus Redding, Kalifornien zu Gast. Abend für Abend spricht er in dieser pfingstlich-charismatischen Gemeinde, die – unterstützt von ihrem passionierten jungen Leiter, Pastor Martin Spreer – einen geistlichen Aufbruch erlebt.
Während der langen (aber nicht langweiligen!) Lobpreis und Anbetungszeit stehen außer den Musikern auch zwei Maler auf der Bühne. Nein, nicht um die Wände neu anzustreichen oder zu tapezieren, sondern um etwas während des Gottesdienstes zu malen. Prophetisches Malen nennen das manche. Der männliche Künstler gehört zum Team aus Redding, die weibliche Künsterlin zur Christus Gemeinde Duisburg.
Ihr wollen wir jetzt etwas näher zuschauen und sie dann auch selbst zu Wort kommen lassen.
Aus kleinen Anfängen …
Zuerst wird grundiert. Das erinnert mich an meine Schulzeit. Im Grundieren war ich echt gut. Doch dabei kann es ja nicht bleiben. Langsam erblickt man die ersten Konturen. An die Predigt (vgl. dazu meinen Artikel „Anamimnesko – ich erinnere mich, Charisma 154, S. 46) schließt sich eine lange „ministry time“ an. Hierbei erfahren viele Anwesende eine Berührung des Heiligen Geistes – und die beiden Gemälde ihren letzten Schliff.
„Für mich ist malen eine wichtige Art, Zeit mit Gott zu verbringen“, bekennt die aus Honduras stammende Mayra. „Malerei ist für mich ein Ausdruck meiner Gemeinschaft mit Gott.“ Und da wir nicht nur im Gottesdienst Gemeinschaft mit Gott haben, malt Mayra Pankow auch andernorts:
Beim Malen Gottes Stimme hören
Gerade bei ihren „Prophetic Art“-Seminaren kommt es der Künstlerin darauf an, Gottes Stimme zu hören und das Gehörte dann malerisch umzusetzen. Sozusagen die inneren Bilder, die Eindrücke und Gedanken „prophetisch freizusetzen“ – auf der Leinwand (und darüber hinaus).
Mayra Pankow erzählt: „Im Malen erlebe ich eine innigere Nähe der Gegenwart Gottes. Er ist da mitten drin in dem Spielen mit den Farben und Formen. Und ich habe erkannt, dass Gott auf diese Art und Weise etwas von seiner Kreativität in mich hineinlegt, was ich dann zur Entfaltung bringen darf – von dem, was ich empfangen habe, darf ich mit Freude weitergeben.“
Dank
Die mit einem Deutschen verheiratete Künstlerin vergisst nicht, dankbar zu sein. „Ich danke Gott für diese Gabe!“, bekennt sie. Und wir danken Gott auch – für Mayra Pankow und manche anderen christlichen Künstler in unserem Land, die sich ganz bewusst vom Geiste Gottes leiten lassen wollen und wie Mayra manchmal direkt während der Lobpreis- und Anbetungszeiten ihre Eindrücke nicht verbal, sondern instrumental zum Ausdruck bringen. Und ihre Instrumente sind der Pinsel und die Leinwand.
Gerhard Bially
Zur Galerie von Mayra Pankow:
http://www.mayrapankow.de/index.php?option=com_phocagallery&view=categories&Itemid=60