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Rolf-Dieter Braun: „Für ein respektvolles Miteinander!“ 1.500 Christen in Würzburg

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„Für ein respektvolles Miteinander!“
1.500 Christen in Würzburg: Europas Einheit braucht christliche Werte
Rolf-Dieter Braun

Aus 85 christlichen Bewegungen und Gemeinschaften kamen die 1.500 Christen, die sich unter dem Motto „Miteinander auf dem Weg – Zeichen der Hoffnung“ am 7. November im Würzburger Dom versammelten. Nach den großen internationalen Konferenzen der Initiative „Miteinander für Europa“ in Stuttgart 2004 und 2007 hatte ein Koordinationsteam, dem evangelische, katholische und freikirchliche Leiterpersönlichkeiten angehören, zu einer bundesweiten Begegnung eingeladen. Das Treffen in Würzburg war eine der größten von insgesamt elf nationalen Veranstaltungen in verschiedenen Ländern Europas.
Das internationale Miteinander-Netzwerk wird von rund 250 Bewegungen und Gemeinschaften aus ganz Europa gebildet. Es entstand 1999 und verbindet evangelische, katholische, anglikanische und orthodoxe Christen ebenso wie Mitglieder von Freikirchen und neuen Gemeinden. Gerhard Proß (CVJM Esslingen), der dem Koordinationsteam angehört und einer der Vordenker des „Miteinander-Prozesses“ ist, beschrieb diese Initiative so: „Seit 10 Jahren sind wir miteinander auf dem Weg und wollen Zeichen der Hoffnung für unser Land und in Europa setzen.“ Ein Schlüssel für diese Einheit der Christen bestehe darin, die „Gabe und Gnade Gottes in anderen Gemeinschaften und Kirchen zu suchen“. Als einen „älteren geistlichen Bruder“ der Miteinander-Initiative bezeichnete Gerhard Proß die Deutsche Evangelische Allianz, die durch ihren Generalsekretär Hartmut Steeb vertreten war. Dieser brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass beide evangeliumsgemäßen Strömungen nahezu identische Ziele verfolgen, und äußerte den Wunsch: „Beide Strömungen müssen sich noch weiter vernetzen.“
Bei der Begegnung wurden auch Projekte vorgestellt, die von Christen verschiedener Kirchen und Freikirchen gemeinsam getragen werden und Beispiele für eine „versöhnte Vielfalt“ sind. So wurde unter anderem die Aktion „Marriage Week“ vorgestellt, die jedes Jahr im Februar veranstaltet wird. Prof. Dr. Marco Impagliazzo von der internationalen Gemeinschaft Sant‘Egidio betonte die Bedeutung der Einheit unter den Christen für Europa: Der Angst vor dem Andersartigen setzen Christen das Vertrauen und die Versöhnung entgegen. Durch international vernetzte Initiativen fördern sie ein respektvolles Miteinander von Völkern, Kulturen und Religionen.

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